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Es fällt mir manchmal schwer, mit Wörtern wie Ohropax umzugehen. Bei denen muss man im Wörterbuch nachschlagen, um das sich nicht auf die Marke beziehende Wort zu finden. In diesem Fall Gehörschutzstöpsel.

  • Die Frage ist ob es sich lohnt, den quasi richtigen Begriff zu nutzen. Würde Gehörschutzstöpsel/Ohrenstöpsel komisch klingen?
  • Wie heißt das linguistische Phänomen, in dem man den Namen eines Objektes durch den einer Marke ersetzt? (Wie im Beispiel oben oder wie Tempo anstelle Taschentuchs)
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"Gehörschutzstöpsel" ist schon ziemlich lang und formal. Wie wäre es einfach mit "Ohrenstöpsel"? –  elena Feb 14 at 7:59
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@elena: Das ist auch so ziemlich, wie Ohropax ihr eigenes Produkt beschreibt: »Ohrstöpsel aus Schaumstoff gegen Lärm.« –  Wrzlprmft Feb 14 at 11:16
    
This would be a generic(ised) trademark. It's a specialised kind of metonymy. –  Mac Feb 14 at 12:56
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Ich kenne übrigens ausschließlich den Begriff Ohropax und würde bei Ohrstöpsel spontan an Kopfhörer denken (wobei mich eine Google-Suche gerade eines Besseren belehrte). Just my two cents. –  Em1 Feb 14 at 15:29

4 Answers 4

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Umgangssprachlich ware hier Ohropax sicher der üblichere Begriff, aber der "richtige" Begriff ist sicher nicht falsch. Insbesondere wenn du auf (Schleich-)Werbung verzichten möchtest, ist bei einigen dieser Begriffe die Variante ohne Markenname zu bevorzugen.

Ich kenne das als "der Markenname ist zum Gattungsbegriff geworden". Ob das auch eine kürzere Bezeichnung hat, weiss ich nicht. Eine der Eigenheiten dieser Umdeutung der Marke ist, dass die Leute oft nicht mehr wissen, dass dies ursprünglich ein Markenname war.

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Das gibt es beispielsweise auch im Englischen häufig: Hoover, foley artist, etc. –  Thorsten Dittmar Feb 14 at 12:12

Ich verwende eigentlich ausschließlich »Ohrstöpsel« und höre selten mal jemanden »Ohropax« sagen.

Wie man solche Begriffe nennt:

Im Wikipedia-Artikel »Gattungsname« werden die Bezeichnungen

  • generalisierter Markenname und
  • generischer Markenname

verwendet.

Laut der sprachwissenschaftlichen Disziplin Deonomastik wären es wohl

  • Deonyme.

[…] diejenigen Anteile eines Wortschatzes, die durch Ableitung von Eigennamen (nomina propria) entstanden sind.

Genannte Beispiele für Firmen-/Markennamen: Tempo, Tesa, Uhu, googeln.

Mit eher wirtschaftlichem Fokus vielleicht auch

  • Begriffsmonopol.
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Ohrstöpsel klingt in meinem Sprachraum (Berlin) völlig normal, da würde man eher auffallen, wenn das Wort Ohropax benutzt.

(Zur zweiten Frage kann ich nichts beitragen, das über PMFs Antwort hinausginge.)

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http://www.vbg.de/apl/zh/z705/3.htm

3.1.3.2 Gehörschutzstöpsel

Alle Gehörschützer, die im Gehörgang oder in der Ohrmulde getragen werden, sind Gehörschutzstöpsel. Es sind folgende Arten zu unterscheiden...

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