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In der deutschen Wikipedia sehe ich, dass manche Wörter kursiv und manche in „Anführungsstrichen“ gesetzt werden.

Beispiel:

...Das Wort Haus, ursprünglich „Schutz“ (wie Gehäuse), dann „Wohnstatt“ (in hausen), heute „Wohngebäude“ ist schon in den Frühzeiten des Schrifttums auch als Rechtsbegriff üblich...

Hier wird also:

  • "Haus" kursiv gesetzt
  • "Schutz", "Wohnstatt", "Wohngebäude" in Anführungsstrichen gesetzt

Meine Fragen:

Zufall oder Absicht? (Sicher Absicht). Wenn Absicht: Nach welcher Regel?

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Auf die Schnelle: Vielleicht hilft dir dies hier weiter. –  Wrzlprmft Mar 5 at 14:55
    
@Wrzlprmft Etwas, danke! Ich hab's mal durchgelesen und kämpfe jetzt noch damit das zu verstehen. Auf jeden Fall ist das glaube ich die Antwort, ich muss sie mir "nur" noch (nur noch?) erarbeiten. –  Uwe Keim Mar 5 at 14:58
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Superfrage, sehr kurz gefasst, aber gleichzeitig sehr hilfreich! –  c.p. Mar 5 at 22:18
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@userunknown: Selbst wenn es nur die Regel eines Vereins ist, ist es doch sicher eine gerechtfertigte Frage, was diesen Verein zu dieser Regel veranlasst hat oder ob diese oder ähnliche Regeln noch von anderen angewandt werden. –  Wrzlprmft Mar 6 at 21:33
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@UweKeim: Für den Fall, dass das keine Ironie o. Ä. ist: Falls eine relevante Mehrheit der Benutzer hier der Meinung wäre, dass diese Frage in irgendeiner Weise schlecht gestellt ist oder hier nicht hingehört, wäre sie schon längst geschlossen worden und hätte eine negative Punktzahl … –  Wrzlprmft Mar 7 at 8:11
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3 Answers 3

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Ich hab da mal was gefunden:

[...]

In einem Text, den man benutzt und in dem man nach­schlägt, zum Bei­spiel in einem Wör­ter­buch, gibt es viele Mög­lich­keiten des Aus­zeich­nens.

In Lesetexten, vor allem Zei­tungs­arti­keln und Roma­nen, erlau­ben die Re­geln der Kunst der deutsch­spra­chigen Schrift­setzerei nur das An­füh­rungs­zeichen und die Kur­sivie­rung. Fettdruck, Unter­strei­chen und Sper­ren sind im Fließ­text als Aus­zeich­nungs­met­ho­den nicht zu­läs­sig, ebenso Kapi­täl­chen und Ver­sa­lien.

Stehen einem beide Met­ho­den zur Ver­fügung, zei­gen An­füh­rungs­zei­chen laute oder spre­chende Anführung an, die Kur­sivie­rung ist da­ge­gen leise. Auch einfache An­führunsg­zei­chen sind leise.

"Platz da!" rief Superman und stürmte durch die Tür.
Wörter wie *schon*/'schon' kann man immer strei­chen.

[...]

Quelle

Ich hoffe das hilft.

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Vielen Dank, das ist für mich eine sehr gute Erklärung. –  Uwe Keim Mar 6 at 6:40
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Man muss ja unterscheiden zwischen einem Wort (der Zeichenkette), dem, was es bedeutet (der Idee, die in unserem Kopf entsteht, wenn wir das Wort hören) und dem, was dadurch bezeichnet wird (z.B. ein physikalischer Gegenstand, der aus Backsteinen besteht).

Es hat sich eingebürgert, dass man, wenn man über das Wort spricht, dieses kursiv schreibt. Spricht man über seine Bedeutung, verwendet man (oft) Anführungsstriche. Spricht man über das, was es bezeichnet, lässt man alle Dekorationen weg, denn dann sind wir auf der Objektebene und sagen "Das Haus wurde aus Backsteinen gebaut.".

Der Beispielsatz aus Wikipedia will also sagen, dass das Wort Haus die Bedeutung hat, die früher "Gehäuse" hatte, nämlich Schutz bieten.

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Das klingt plausibel, besten Dank! –  Uwe Keim Mar 6 at 11:22
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Kursive Schrift impliziert hervorheben. Also, auf ähnliche Weise, wie man fett gedruckte Schrift oder Unterstreichen benutzen würde. Kursive Schrift ist neben fett und unterstrichen mit unter die schwächste form der Hervorhebung.

Im Unterschied dazu, wird mit Anführungstrichen nie hervorgehoben! Anführungstriche werden immer dann benutzt, wenn das Wort in seinem wörtlichen Sinn gemeint ist. Das gilt im Normalfall für jeden Sachverhalt, aber um Missverständnisse zu vermeiden, kann man dies mit Anführungszeichen nochmal deutlich machen. Darüberhinaus, gibt es natürlich die Funktion der Kennzeichnung von wörtlicher Rede...

Kursive Schrift kann wegen der guten Lesbarkeit auch bei längeren Texten verwendet werden, so z.B. bei Fußnoten, etc.

Am einfachsten kann man die Benutzung von Anführungstrichen die einen wörtlichen Sachverhalt beschreiben an diesem Dialog aufzeigen:

Alice: Sag mal was...

Bob: Was.

Alice: Du sollt nicht "was" sagen, sondern was sagen!

Dazu sollte man noch sagen, das ich bei mehreren Fällen Anführungszeichen gesehen habe, die genau zum hervorheben oder betonen benutzt wurden:

Bitte die Klingel "nicht" benutzen!

Das war an einem Schild in einem Laden. Hierbei ist die Benutzung von Anführungszeichen völlig falsch. Zum hervorheben/betonen benutzt man am besten entweder kursiv oder fett. Unterstrichen ist hingegen eine Geschichte für sich...

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Sehr anschaulich beschrieben, sehr sympathisch. Herzlichen Dank! (und sehr cooles Profilbild!) –  Uwe Keim Mar 6 at 9:30
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Anführungszeichen werden nicht nur benutzt, wenn etwas im wörtliche Sinn gemeint ist. Sie können auch verwendet werden, wenn etwas lediglich als Bezeichnung dient, tatsächlich aber etwas anderes gemeint ist. –  Toscho Mar 6 at 15:29
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@Toscho Die Funktionen sind so gesehen undendlich viele. Für Ironie (Oh, wie "lustig"...) , Beschriftung ("Rauchen verboten"-Schild), all dies kann man mit Anführungszeichen machen. Hab aber versucht den Beitrag am Thema zu halten... –  polemon Mar 6 at 19:49
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