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Wie nennt man ein Produkt oder eine Dienstleistung, die ein Unternehmen nur anbietet, weil es denkt, andere erwarten dieses Angebot? Aber tatsächlich bestellt es kein Kunde, noch möchte das Unternehmen das Produkt bzw. die Dienstleistung vertreiben. Sollte jemand doch das Produkt bestellen wird das Unternehmen den Kunden umlenken.

Hat das im Deutschen einen Begriff?

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Hast Du ein Beispiel dafür oder ist die Frage rein theoretisch? –  tohuwawohu Jul 14 at 21:18
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Feigenblatt wird manchmal in diese Richtung gebraucht. –  Crissov Jul 14 at 22:52
    
Mir ist die Frage etwas unklar: Firmen bieten idR keine Produkte an sich an, weil sie erwarten, dass der Kunde erwartet, dass sie diese anböten. Stattdessen findet aber bundling statt, d.h. man bündelt erwünschte Produkte mit anderen aus diversen Gründen, auch weil der Kunde eine solche Kombination möglicherweise erwartet. Alternativ gibt es compliance-Produkte: Solche, die aus gesetzlichen Regulationsgründen angeboten werden. Zum Beispiel bietet BMW in Argentinien Reis an, weil sie sonst keine Autos importieren dürfen. –  raph Jul 14 at 23:40
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Wenn niemand oder auch nur sehr wenige dieses Angebot erwarten (das Unternehmen "denkt" dies ja nur), dann ist dieses Produkt ein "Fehler". –  Grantwalzer Jul 15 at 9:40
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@Carlster, vielleicht "umlenken" im Sinne von "switch" in "bait-and-switch"... Dann wäre es wohl ein "Lockvogelangebot". –  Alexander Kosubek Jul 16 at 10:04

1 Answer 1

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Ohne nähere Information würde ich das Ding ein Alibiprodukt nennen. (Analog: Alibidienstleistung)

Update: Nach Diskussion im Chat, und da die Antwort akzeptiert wurde, ohne auf die Kommentare einzugehen wurde, insbes. nicht auf die Bitte nach Beispielen:

Denkbar ist eine Bürokratie, die vorschreibt, dass Schnaps nur zu Desinfektionszwecken verkauft werden darf. Als Beweis genügt es, wenn immer eine Mullbinde mitverkauft wird. Das würde ich Alibiprodukt nennen. Hier würde aber niemand umgelenkt werden, sondern die Firma müsste ja Mullbinden mitverkaufen, also auch auf Lager haben. Die Firma könnte aber damit rechnen, dass niemand nur Mullbinden kauft, noch dazu im großen Stil, etwa 100 Packungen.

Anderer Fall: Ein Autoteilezubehörladen, der vor allem überteuerten Schnickschnack anbietet, alles 5x so teuer wie von der Stange, und um den Eindruck zu erwecken, dass man ein richtiger Nobelladen ist, hat man einen vergoldeten Rollce-Royce im Katalog, aber nicht im Laden oder Lager auf Vorrat. Aber denkt der Unternehmer die Kunden erwarten dieses Angebot? Passt auch nicht 100%ig, das Beispiel - so etwas würde ich eher ein Blendprodukt nennen.

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Du kannst ruhig auch das Alibi-Angebot aufführen, dieser Begriff taucht wenigstens ab und an auf. –  Takkat Jul 15 at 7:22
    
Wie genau fließt die Bedeutung von "Alibi" in diesen Begriff ein? –  Grantwalzer Jul 15 at 8:14
    
@Takkat: Alibiprodukt taucht auch ab und an auf, nämlich 1580 mal bei Google. –  user unknown Jul 15 at 8:49
    
@Carlster: Synonyme für Alibi lt. Duden: Ausflucht, Ausrede, Deckmantel, Entschuldigung, Rechtfertigung, Vorwand; (veraltend) Vorgeben –  user unknown Jul 15 at 8:52
    
Ich habe eh auch nachgesehen, bevor ich die Frage gestellt habe - welches dieser Wörter fließt nun wie ein? –  Grantwalzer Jul 15 at 9:12

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