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Zur Bedeutung: Des öfteren versuchen Menschen anderen zu helfen, indem sie nicht das tun, was sie sollten/man von ihnen erwartet hat, sondern etwas ihrer Meinung nach besser geeignetes. Wenn sie anschließend mit einem Misserfolg konfrontiert werden, kommen dann Phrasen wie "ich hab' es doch nur gut gemeint". Insofern kann "Das Gegenteil von gut, ist gut gemeint." als Antwort darauf verstanden werden. Unabhängig von der Intention ist das Ergebnis schlecht.

Zur Herkunft: In meinen aktiven Sprachschatz habe ich das Wort erst vor wenigen Jahren übernommen, gehört vermutlich gegen 2000 zum ersten Mal. Neulich habe ich diese Wendung in einer Folge "Büro, Büro" (Folge 20, vermutlich von 1982) wiederentdeckt. Ich hätte nicht gedacht, daß diese Wendung schon so alt, möglicherweise sogar älter ist. Ältere Quellen konnte ich bisher nicht finden.

Daher nun die Frage: Was ist der Ursprung der Redewendung "Das Gegenteil von 'gut', ist 'gut gemeint'."?

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Der Anfang trifft es m.E. nicht. Ob man das von einer Person erwartet hat, oder etwas anderes, ist nicht der Punkt, sondern ob es wie erwünscht gewirkt hat. –  user unknown Jul 6 '11 at 0:50
    
@user unknown - Entweder hat nichts erwartet, im Sinne von "nicht eingreifen"/"nicht stören" oder aber man hat eine bestimmte Handlung erwartet. Wie du aber schon gesaagt hast, ist das aber eher unwichtig in relation zum Rest. –  mbx Jul 6 '11 at 1:15
    
Ein Wähler kann von Frau Merkel erhoffen, eine ultimative Lösung der Eurokrise zu bewirken, ohne eine Vorstellung über das geeignete wie zu haben, und dann, nach Scheitern derartiger Versuche, enttäuscht feststellen, diese seien gut gemeint gewesen. –  user unknown Jul 6 '11 at 1:53
    
@user unknown bei diesem konkreten Problem kann ich dir zwar nicht ganz folgen (ob die Maßnahmen überhaupt gut gemeint sind, oder bloß die Lage des anderen verschlechtern sollen) abstrahiert gesehen aber zustimmen: Person M erklärt P zum Problem und tut T. Das Ergebnis wird als Fehlschlag anerkannt und die Tat T als immerhin gut gemeint dargestellt. –  mbx Jul 6 '11 at 2:04

2 Answers 2

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Diese Redewendung ist ein Zitat und lautet vollständig:

Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint.

Es ist eine Abwandlung eines Zitats des Dichters Gottfried Benn (1886-1956). Benns Originalzitat ist als Warnung an politisch engagierte Kunst zu verstehen und lautet:

Kunst ist das Gegenteil von gut gemeint.

Im Internet und in Büchern werden zwei verschiedene Personen als Urheber der Abwandlung genannt:

  1. Kurt Tucholsky (1890-1935)
  2. Bertold Brecht (1889-1956)

Ich kann leider nicht mit Sicherheit sagen, wer von beiden die Wendung früher verwendet hat.

Bei Wikipedia gibt es noch einige zusätzliche Informationen zum Thema.

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Im Wikipedia-Artikel wird auch Voltaire angeführt - der wäre zumindest mit der sinngemäß gleichen Wendung noch etwas früher gewesen. –  ladybug Jul 7 '11 at 8:04
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@ladybug Voltaires Zitat lautet „Das Bessere ist der Feind des Guten“ – ich finde, das ist doch etwas zu weit entfernt. –  splattne Jul 7 '11 at 8:08
    
Hmh, ja, kann man sich streiten... bei der Frage nach der "Herkunft" ist es sicherlich legitim, auch den Inhalt und nicht nur die konkrete Wendung zu betrachten. Was ich aber nicht ganz verstehe: wo hast du denn her, dass das "Originalzitat" das von Gottfried Benn sei? Auf Wikipedia wird das nur als Variante aufgeführt? –  ladybug Jul 7 '11 at 9:27
    
@ladybug Dass das Zitat über die Kunst von Gottfried Benn ist m. E. unbestritten. Lässt sich schnell im Internet verifizieren. Es gibt viele Quellen, z. B. literaturkritik.de/public/… (letzter Absatz) –  splattne Jul 7 '11 at 10:21
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@ladybug ja, das könnte auch sein. Habe auch nach längerem Recherchieren nicht herausgefunden, welche Wendung zuerst da war. Henne und Ei sozusagen. –  splattne Jul 7 '11 at 18:59

Wer auch immer der Urheber ist, er wurde wohl inspiriert von

The road to hell is paved with good intentions

Dieser Spruch wird Samuel Johnson zugeschrieben.

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Ein Hinweis auf das Alter wäre hier wünschenswert. –  user unknown Nov 8 '12 at 20:32

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