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Was ist die korrekte Anrede in E-Mails an Personen, die man nicht persönlich kennt?

Sehr geehrte Damen und Herren

oder

Sehr geehrte Frau / Herr ...

Beides klingt sehr formell,

Hallo

oder

Guten Tag

dagegen zu salopp.

Gibt es Stilvorlagen im Deutschen für E-Mail-Anreden?

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Da stolpere ich auch regelmäßig drüber … –  Konrad Rudolph May 25 '11 at 9:07
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Es kommt darauf an :(. –  Glen Wheeler May 25 '11 at 9:08
    
Also see: german.stackexchange.com/questions/25/… –  ladybug May 25 '11 at 9:13

6 Answers 6

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Wenn der Name des Ansprechpartners bekannt ist, dann

Sehr geehrter Herr Meier

oder

Sehr geehrte Frau Meier

Ist der Name nicht bekannt, dann

Sehr geehrte Damen und Herren

So formell das auch klingen mag, aber es ist die "normale", höfliche Anredeform für Schriftverkehr.

Liebes Finanzamt

wurde schon vor Jahren von der Liste der gültigen Varianten gestrichen :-))

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"Liebes Finanzamt!" LOL! –  splattne May 25 '11 at 9:13
    
LOL, der Kommentar bekommt mehr upvotes als die Antwort, auf die der Kommentar sich bezieht. Das hat ja heute ganz schön gewirbelt, zum Private Beta Start. Ich freu mich schon auf ein etwas gelasseneres Angehen. –  teylyn May 25 '11 at 9:45

Emails folgen eigentlich denselben Regeln wie Briefe.

Allerdings klingt "Sehr geehrte..." meist tatsächlich zu formell. Ich nutze es daher nur für offizielle Emails, z.B. wenn ich meine Bank oder Versicherung anschreibe, oder einen Professor von der Uni.

"Guten Tag" halte ich für einen guten Kompromiss. Das nutze ich z.B. wenn ich einem ("erwachsenen") Onlineshop-Betreiber schreibe oder mich um Supportanfragen bemühe.

"Hallo" würde ich nur für sehr jugendlich ausgerichtete Empfänger (vgl. z.B. die Website der Firma/Person) benutzen. Z.B. "Hallo EMP-Team, ..."

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Die Konversation mit Professoren wird für mich dann "interessant", wenn ich nur kurze Nachrichten sende: "Sehr geehrter Prof. X, der Termin am Y geht in Ordnung. ..." ist zwar sperrig, aber man möchte einem Prüfer (und bei mir auch Chef) nicht auf die Füße treten. Bin ich irgendwo Kunde, dann halte ich kurze Nachrichten auch kompakt und schreibe "Hallo..". Ich investiere dann lieber ein wenig Zeit in eine verständliche, strukturierte Nachricht: Ich denke dass ist den Supportern lieber. –  0x6d64 Oct 8 '12 at 9:06

Kommt, wie schon gesagt, drauf an.

Geschäftlich auf jeden Fall die erste oder zweite Variante benutzen. Nur so ist man definitiv auf der sicheren Seite.

Für private Angelegenheiten muss man es der Situation anpassen.

Eine E-Mail an den neuen Vermieter würde ich ebenfalls mit der, zwar sehr formalen aber dennoch sichereren, zweiten Variante ansprechen.

Das abendliche Sportprogramm im neuen Verein ist dagegen mit Hallo/Guten Tag besser bedient.

Bei all diesen Anreden sollte man stets im Hinterkopf behalten, wie man zu der angesprochenen Person steht und die Anrede dementsprechend anpassen.

Als Faustregel:

Geschäftlich: Sehr geehrter Herr/Frau/Damen und Herren

Privat, aber nicht freundschaftlich: Guten Tag (Abend und Morgen geht auch, ist aber wieder etwas informeller, da man ja nicht weiß, wann derjenige die E-Mail lesen wird)

Privat, freundschaftlich: Hallo, Hi, Hey

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Interessant. In meiner Firma und allen Firmen, mit denen wir zu tun haben (Kunden/Zulieferer/Entwicklungspartner) hat sich die Anrede "Hallo Herr X" eingebürgert und wird - bis auf wenige Ausnahmen - auch genutzt, sofern es sich nicht um eine erstmalige Kontaktaufnahme handelt. In der Regel beziehen die einzelnen Firmen aber die Leute durch Vorstellung ein, so dass diese ebenfalls von Anfang an die eigentlich informellere Anrede verwenden. Dabei bleibt es natürlich in der Regel trotzdem beim Sie. –  OregonGhost May 26 '11 at 10:03
    
Ich denke das liegt auch sehr an der Identität der Firma an sich. Bei uns ist einfach alles sehr kollegial und familiär. Sehr flache Hierarchien etc. Die einzigen die gesiezt werden sind die Vorstandsmitglieder. Unterhalb duzt sich eigentlich jeder, auch wenn man sich kaum kennt. Aber wie gesagt: Das ist nur ein Beispiel :) –  Florian Peschka May 26 '11 at 10:34
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Ich vergaß zu erwähnen, dass wir uns innerhalb der Firma auch duzen und die Anrede daher (Schleswig-Holstein :P) natürlich "Moin <Vorname>" ist, einschließlich Geschäftsleitung :) Das "Hallo Herr X" gilt für Emails zu anderen Firmen. Wobei ich im Supermarkt das "Du, Frau Meier" auch ulkig finde ;) –  OregonGhost May 26 '11 at 11:50

Für E-Mails gilt generell das gleiche wie für jeden anderen Schriftverkehr. Das gilt auch für Anreden.

In meiner Erfahrung beginnt man oft mit der sehr formalen Anrede (Sehr geehrte/r ...) und lockert diese eventuell auf, wenn man häufig korrespondiert (Hallo Herr/Frau ...). Das "Recht" dazu hat der Ältere/höher gestellte (z. B. Chef, Professor, etc.).

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Die Behauptung, dass für E-Mails die gleichen formalen Rahmenbedingungen gelten wie für Briefe, möchte ich anzweifeln. Wo steht das? Wer legt das fest? Das Kernproblem bei E-Mail-Kommunikation liegt ja gerade in dem Umstand, dass E-Mails konzeptionell eher mündlich, aber medial schriftlich realisiert und aufgrund der Asynchronität „quasi-dialogisch“ sind, wodurch definitiv die Frage aufkommt, ob das formale Instrumentarium von herkömmlichen Briefen auf E-Mails unverändert übertragen werden kann.

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Dann eben hier. ;) "Wenn ich nach brief email etikette google, finde ich sehr viele Belege dafür." –  musiKk May 25 '11 at 12:08
    
Google ist ja nicht der alleinige Schlüssel zur Weisheit. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es ziemlich problematisch E-Mails identisch zu Briefen zu konzipieren. Die mediale Ebene hat immensen Einfluss den Gebrauch dieses Kommunikationsmittels. –  MOON May 25 '11 at 12:13
    
Naja, wenn wir davon ausgehen, dass sich Sitten in solch neuen Medien durch Gebrauch definieren (zumindest weiß ich wie Du von keiner zentralen Festlegung), dann ist das sehr wohl ein guter Indikator. Die Bemerkung war übrigens als Kommentar ganz gut aufgehoben. Schließlich beantwortet sie die Frage nicht, sondern stellt Antworten infrage. –  musiKk May 25 '11 at 12:16
    
Ich gelobe Besserung bei der Platzierung meiner Äußerungen. ;) –  MOON May 25 '11 at 12:23
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Wenn Du eine E-Mail verwendest wie einen Brief (geschäftlich, formell), dann formuliere sie wie einen Brief. Wird sie verwendet wie ein Telegramm oder ein PostIt, dann kann sie auch entspr. formuliert werden. –  Black Mar 1 '12 at 14:19

He Du Leute

hätte ich noch anzubieten.

Tatsächlich habe ich eine Bewerbung mit dieser Begrüßungsformel erhalten.

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Und, wurde der Bewerber eingeladen? –  0x6d64 Oct 7 '12 at 17:23

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