"Stiefväterlich" ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alle Wörter, die in der deutschen Sprache verwendet werden, auch Einzug in den Duden erhalten, dort ist dieses Wort nämlich nicht aufgeführt.
Dennoch finden sich "stiefväterlich" und "stiefväterlich behandelt" im deutschen Schrifttum, wie man leicht anhand einer Google Ngram Suche sehen kann:

Auch im Grimm wird "stiefväterlich" belegt:
STIEFVÄTERLICH, adj. , von stiefvater; seit dem 15. jh. bezeugt: stieffvaderlich vitricus Diefenbach 624a; styffveuterlich vitriceus ebda;
Die Verwendung von "stiefväterlich" ist seit dem 19. Jahrhundert stark rückläufig; dennoch findet man es auch in neueren Quellen:
Wer heute »Stiefvater« wird – wir haben immer noch kein besseres Wort –, muss sich alle Mühe geben, gegen den (Selbst-)Verdacht anzuarbeiten, er behandele eines seiner Kinder stiefväterlich.Die Zeit 20.01.2005 Nr.4
Die Deutsche Richterzeitung hat jetzt die Ergebnisse der ersten juristischen Staatsprüfung von 1982 veröffentlicht Sie belegen, daß Jungjuristen vom Staat stiefväterlich behandelt werden - übrigens hat dies und haben die schlechten Examensergebnisse Tradition.Die Zeit 18.11.1983 Nr. 47