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Vielleicht geht es anderen TeilnehmerInnen dieser Plattform wie mir: ich möchte mich häufig in Wort und Schrift auf beide Geschlechter beziehen (und am liebsten auch die diversen anderen biologischen und gesellschaftlichen Zwischen- und Extremformen nicht ausgrenzen) und verwende eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Das besagte "In"- oder "Innen"-Suffix ggf. in Kombination mit "dIE TeilnehmerIn"
  • Ein "/in"- oder "/innen"-Suffix ggf. in Kombination mit "die/der Teilnehmer/in"
  • Eine neutrale Formulierung wie "die Teilnehmenden" oder "die teilnehmende Person"
  • Weibliche und männliche Formen zufällig gemischt (in der IT-Literatur ist derlei manchmal zu finden, etwa "... wenn die Systemadministratorin dem Programmierer das Update nahelegt..." (besonders in amerikanischen Publikationen werden "she" und "he" oft angenehm gleich verteilt)
  • Einen Fußnoten-Hinweis, etwa "Aus Gründen des Leseflusses verwende ich stets die männliche Form, gemeint sind aber immer alle beide, außer wenn..."

Gibt es Ideen oder Vorschläge, die über obige Aufzählung hinaus weisen? Oder sieht jefraut gar die Möglichkeit, dass sich das "evolutionär" ändert (durch immer häufiger angewandte Anglizismen zum Beispiel)?

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Evolutionär wäre es, wenn man begriffe, daß "Liebe Studenten ..." genau so viele Leute anspricht wie "Liebe Studierende ..." –  Ingo Sep 8 '11 at 9:06
    
@Ingo: "Studierende" bezeichnet aber Leute, die im Moment studieren - ob diese Student sind oder nicht, und bezeichnet Studenten, die im Moment nicht studieren, sondern essen oder schlafen, nicht. –  user unknown Jan 8 '13 at 20:54
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2 Answers 2

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Ich glaube es ist jedem Beteiligten besser getan, wenn man sich darauf besinnt, dass die männliche Form per conventionem zur Verallgemeinerung verwendet wird.

Anstatt zu versuchen, Leute dadurch zu integrieren, dass wir eine völlig unnatürliche Sprache verwenden, sollten wir uns lieber daran gewöhnen, daran zu denken, dass in der verallgemeinerten Form viel mehr Leute mit eingeschlossen sind als wir anfänglich und unwissend angenommen haben.

Die Anwesenheit der vormals ausgeschlossenen Leute muss in unseren Köpfen normal werden. Wenn wir eine für uns unnatürliche Sprache verwenden, werden die Leute über die wir damit sprechen auf ewig genauso fremd und seltsam bleiben.

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Inwiefern Anglizismen helfen sollen sehe ich nicht. Der master of business art ist auch ein Er, oder? Nur ein sächliches Geschlecht fehlt der Englischen Sprache.

Mir ist im Computerbereich aufgefallen, wie ich dazu neige, als Beispiel für Personen, die keine Ahnung haben, spontan zu alten Frauen zu greifen, und wiewohl ich derartige Klichees nicht selbst weitertragen will, so erwarte ich davon sehr, sehr wenig.

Gegen die Medienindustrie kommt man nicht an.

Und sprachlich ist es oft ein Getue. Man lenkt von seinem eigentlichen Inhalt ab, und die Leute thematisieren dann das Binnen-I. Das kommt für mich meist nicht in Betracht. Es verwirrt und funktioniert so nicht.

Es gibt so viele Beispiele für Euphemismen, dass ich mir sehr gut eine Welt vorstellen kann, in der man von Putzmännern und Programmiererinnen redet, und die Wirklichkeit ist diametral umgekehrt.

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Stimmt, der Artikel wird auch vor importierten Berufsbezeichnungen im Singular männlich bleiben - aber der Plural hätte sich immerhin erledigt, wie wir StackExchange Participants einsehen müssen. Dass die gestelzt geschlechtsneutrale Sprache oft eine komische Note enthält oder eher eine Wunschwirklichkeit ausdrückt - klar. Dennoch wünsche ich mir, das auch im Deutschen irgendwie ausdrücken zu können... –  Olaf Sep 4 '11 at 8:00
    
Dafür erben wir dann wohl einen Sack Deppen Leer Zeichen. –  user unknown Sep 4 '11 at 10:55
    
@Olaf: Selten sieht man übrigens Bemühungen um Geschlechtsneutrale Sprache wenn es um Verbrecherinnen, Diebinnen, Mörderinnen und Steuerhinterzieherinnen geht. –  user unknown Feb 13 '12 at 11:14
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