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Wenn man über ein Mädchen oder über eine Frau spricht, spricht man dann von ihm oder von ihr?

Das Mädchen ist jung. Es ist schön. Sie ist schön.

Ich tendiere ja zu der Bezeichnung sie, habe aber nun schon des Öfteren auch mitbekommen, dass ein es benutzt wurde. Gibt es da einen Unterschied zwischen einem Mädchen und einer Frau?

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2 Answers 2

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Das grammatikalisch korrekte Personalpronomen für Mädchen ist "es", da "Mädchen" ein sächliches Nomen ist. Wörter, die Verkleinerungsformen sind, die mit -lein oder -chen gebildet werden, sind immer sächlich.

Andere Beispiele:

Das Bürschlein ist sehr flink. Es klettert im Nu auf einen Baum.
Das Mütterchen wohnt im alten Haus. Ich gehe es morgen besuchen.

In der Umgangssprache wird sich allerdings kaum jemand daran stoßen, wenn man die jeweils "natürlichen" Geschlechter (er/sie) verwendet.

Zu "Frau": Da man "die Frau" sagt, verwendet man in diesem Fall "sie".

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+1 Ergänzend würde ich sagen, dass umgangssprachlich vielleicht sogar das natürliche Geschlecht bevorzugt wird. [Für Fortgeschrittene: Die Reihenfolge im Satzbau und die Situation spielen ebenfalls eine Rolle, z.B. wenn über eine bestimmte Person gesagt wird: "Sie ist ein junges Mädchen." (Außer naturlich in Situationen, wenn man z.B. fragt, wer an die Tür geklopft hat: "Es ist ein junges Mädchen." - allerdings hat das eigentlich nichts mit dem Geschlecht des Objekts zu tun.)] –  Mac Oct 7 '11 at 9:37
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Beide Personalpronomina sind im Beispiel korrekt. In einem längeren Text (und ohne Verwechslungsmöglichkeiten) ist es eher üblich, zum natürlichen Geschlecht zu wechseln, innerhalb desselben Satzes ist es hingegen notwendig, beim grammatikalischen Geschlecht zu bleiben. Im obigen Beispiel von einem Satz mit Mädchen und einem Satz, der sich auf das Mädchen bezieht, ist beides gebräuchlich.

Hier handelt es sich im übrigen nicht um "Anrede" oder "ansprechen", denn diese Worte bezeichnen immer einen Satz in der 2. Person, also du, Sie oder ihr. Früher hat es in manchen seltenen Situationen als formelle Anrede auch die 3. Person gegeben, das wird aber überhaupt nicht mehr verwendet.

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Der Wechsel zum Geschlecht der Person, statt des Geschlechts des Wortes, birgt immer die Gefahr des Missverständnisses. Das Mädchen trägt die Butter nach hause. Sie sieht schlecht aus, sie riecht ranzig. –  user unknown Oct 8 '11 at 0:00
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Tja, in dem Beispiel besteht die Gefahr des Mißverständnisses aber sowieso. –  Phira Oct 8 '11 at 0:12
    
Nein, wenn man davon ausgeht, dass der Schreiber die Sprache beherrscht, und 'es sieht schlecht aus' geschrieben hätte, wenn er das Mädchen gemeint hätte, nicht. Schreibt er aber von einer Frau so muss er die Mehrdeutigkeit auf anderem Wege klären: ... sie sieht schlecht aus; letztere riecht ranzig. –  user unknown Oct 8 '11 at 15:23
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