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In einem wissenschaftlichen Text soll ein Lehn- oder Zitatwort verwendet werden, das keine deutsche Entsprechung hat.

Nach welchen Regeln wird entschieden, ob dieses Wort z. B. nach den Regeln der deutschen Grammatik flexiert oder gar komplett eingedeutscht wird? Wann ist eine Verwendung, die z. B. Flexion zur Folge hat, zu vermeiden? („Sein Artikel wurde ausführlichem Peer-Review unterzogen“ statt „Sein Artikel war ausführlich Peer-reviewt“.)

Ich nehme in dieser Frage an, dass sich bisher keine Form durchgesetzt hat.

Einige Beispiele (keines davon besonders treffend):

Kurz: Welche allgemeinen Regeln gibt es für den Grad der Eindeutschung nicht etablierter Lehnworte?

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Hm... Intuition? –  Hellenologophilist May 25 '11 at 17:53
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Für Fälle, in denen sich noch nichts durchgesetzt hat, kann es quasi per definitionem keine Regeln geben. –  Phira May 25 '11 at 18:05
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+1: eine gute Frage. –  user128 May 25 '11 at 18:27
    
ein Beispiel, dass sich sehr durchgesetzt hat: downloaden. (Deutsche Entsprechung: herunterladen) Auch häufig flektiert: Ich habe es gedownloadet / downgeloadet... –  Hellenologophilist May 25 '11 at 20:01
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Nicht nur der Name, auch da Prinzip des Duck-Typing sind mit der Deutschen Kultur einfach unvereinbar. Hier muss doch ales seine Schublade haben in der es steckt :-) –  Sean Patrick Floyd May 25 '11 at 20:32
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2 Answers

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Für wissenschaftliche Arbeiten habe ich von mehr als einem Professor immer folgenden Rat bekommen: Wenn das Wort nicht im Duden steht, dann wird es einmal vor der ersten Benutzung erläutert und dann nur in Kursivschrift (oder anders kenntlich gemacht) verwendet und niemals flexiert. In diesem Falle würde ich mich also für „Sein Artikel wurde ausführlichem Peer–Review unterzogen“ entscheiden. Allerdings könnte man bei Peer-Review sicher auch eine deutsche Entsprechung finden.

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Lt. Wikipedia kann man Begutachtung durch Ebenbürtige für peer-review sagen. Kommt mir alles ziemlich Spanisch vor... –  Hellenologophilist May 25 '11 at 18:44
    
naja ... also spanisch ist das nun auch nicht aber die Frage war ja auch nicht nach einem deutschen Äquivalent. –  sl0815 May 25 '11 at 18:47
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Die Beispiele stammen alle aus dem IT Bereich, in welchem ich auch tätig bin.

Hier sind einige große Firmen wie Siemens und Microsoft sprachprägend. Bei ihren Handbüchern bemüht man sich konsequent neue deutsche Termini zu schaffen.

Schlimmster Auswuchs ist der Ersatz des Ctrl-Keys durch die Strg-Taste, die man genauso gut auch Kontrolltaste hätte nennen können.

Positiver sind die Bemühungen der großen Fachredaktionen von CT und Computer Bild zu sehen die sich um einen gepflegten Sprachgebrauch bemühen.

In meiner Umgebung stelle ich bei gesprochener Sprache eine Tendenz englische Begriffe gemäß deutschen Regeln anzupassen. In der Schriftsprache werden häufiger die vorhandenen Eindeutschungen verwendet.

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Dass sich Microsoft konsistent um deutsche Begriffe kümmert ist aber übrigens relativ neu – noch in Windows XP kam im Update-Text das Wort „gedownloadet“ vor. Irgendwann (kurz vor SP2, glaube ich) wurde die deutsche Community mal gefragt, ob sie Anmerkungen hätten und da haben wir dann inständig gebeten, dass die doch bitte mal vernünftiges Deutsch schreiben sollen. Daraufhin wurde das dann geändert. :-) –  Konrad Rudolph May 26 '11 at 12:18
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Kontrolltaste wäre übrigens in diesem Kontext falsch. Die Taste dient ja der Steuerung (= Steuern einer Maschine), nicht der Kontrolle (= Polizeikontrolle, Kontrolle einer Klassenarbeit, Kontrolle durch einen totalitären Staat). Und dass die Bemühungen von c't positiv zu sehen sind kann ich auch nicht unterschreiben. Dort wird z.B. seit Ewigkeiten penetrant „DNA“ statt „DNS“ geschrieben, was bis vor sehr kurzer Zeit in der deutschen Fachwelt üblich war. –  Konrad Rudolph May 26 '11 at 12:22
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Argl... c't und Computer-Bild gleichwertig in einem Satz... <nervösesAugenzucken /> –  Oliver Giesen Jun 11 '11 at 10:25
    
DNS := Domain Name Service, DNA := Desoxyribunukleinsäure vielleicht eher bei Technology Review/Telepolis? :) –  user unknown Aug 6 '11 at 11:58
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