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Bezüglich Währungen scheint die Schweiz eindeutig mit Dezimalpunkten zu arbeiten. Siehe Wikipedia-Artikel zum Dezimaltrennzeichen.

Aber bezüglich normaler Zahlen, wie Entfernungsangaben bekomme ich widersprüchliche Informationen.

Edit:

Auf stack overflow habe ich die gleiche Frage bezüglich der von Microsoft Windows verwendeten Ländereinstellung gestellt. Sowohl Windows, wie auch IBM verwenden den Punkt als Dezimaltrennzeichen in der schweizer Ländereinstellung. Es dürfte praktisch schon einige Anstrengungen erfordern die Schreibweisungen umzusetzen.

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Impliziert normale Zahlen, dass Zahlen im Kontext der Währung ihr Wesen ändern, und anormal werden? –  user unknown Nov 16 '11 at 4:40
    
Ich denke, das im Alltag bei Währung eigentlich keine Dezimalzahlen gebraucht werden, sondern hier Paare von ganzen Zahlen für Währungseinheit und Untereinheit verwendet werden. –  bernd_k Nov 16 '11 at 5:36
    
Du meinst, ein Schweizer schreibt immer 14 Franken 30 Rappen (ist doch Rappen, oder?), und 7 € 20 ¢? Das wundert mich - ich war aber auch selten und nur kurz in der Schweiz, und lang ist es her. Hier nzz.ch/mynzz/bestellung/order_2.jsf?product=NZZ/INLAND kann man die NZZ für 548.00 abonnieren. –  user unknown Nov 16 '11 at 12:10
    
Besser noch: rechts die Börsenkurse: nzz.ch/finanzen –  user unknown Nov 16 '11 at 12:16
    
Oh, da hab ich sehr missverständlich ausgedrückt. Ich weiss, das der Währungsbetrag Fr. 14.30 oder 14.30 Franken geschrieben wird (siehe Schreibanweisungen). Was ich sagen wollte, ist das der Punkt hier nicht als klassisches Dezimaltrennzeichen verstanden wird. –  bernd_k Nov 16 '11 at 16:43

1 Answer 1

Jedenfalls für deutsch- und italienisch Texte sind die Schreibweisungen der Bundeskanzlei bzw. die Istruzioni della Cancelleria federale per la redazione dei testi ufficiali in italiano eindeutig: Tausendergruppen werden durch ein Leerzeichen voneinander abgetrennt, als Dezimaltrennzeichen fungiert grundsätzlich das Komma (auch bei Entfernungen, siehe die Beispiele zu Regeln 514 und 549), bei Geldbeträgen der Punkt. Im französischsprachigen Bereich dient (gemäß den «Instructions sur la présentation des textes officiels en français», Regel 44) ebenfalls das Komma generell als Dezimaltrennzeichen; für Währungsbeträge wird auch hier der Punkt verwendet, wie sich implizit aus dem ersten in der Regel 251 angeführten Beispiel ergibt. In allen diesen Quellen konnte ich prima vista keine Regel zu einer abweichenden Behandlung von Entfernungsangaben finden.

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Ich habe mir gerade Abschnitt 264 in den Schreibweisungen der Bundeskanzlei angesehen. Kann man in der Schweiz nicht einfach Shift-ä drücken, um ein großes Ä zu erhalten. Kein Wunder das kaum jemand die Anweisungen beachtet. Faszinierend auch, wie oft dort Microsoft Word erwähnt wird, während gerade die Microsoft Produkte mit dazu betragen den Punkt als das Schweizer Dezimaltrennzeichen aufzufassen. –  bernd_k Nov 14 '11 at 17:27
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@bernd_k: Was das Ä betrifft: SHIFT+ä geht in der Tat nicht ohne weiteres, siehe die Wikipedia zum Schweizer Tastaturlayout (wusste ich aber bis eben gerade auch noch nicht...). –  tohuwawohu Nov 14 '11 at 18:47
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Kleine typographische Anmerkung: Die Grundregel lautet nicht Trennung mit Leerzeichen sondern Dreiergruppen bilden. Grund dieser Angabe dürfte eine typographische sein. Ziffern werden nicht mit Leerzeichen, sondern mit Spatium getrennt. Siehe z.B. in Mikrotypographie-Regeln Seite 3. Später führen die _ Schreibweisungen der Bundeskanzlei_ allerdings für Word das geschützte Leerzeichen auf (Soll Trennungen verhindern) - Vermutlich weil das Spatium für Word zu kompliziert ist. –  knut Nov 14 '11 at 19:53
    
@knut: Danke für den Hinweis - habe eben zudem bei WP gesehen, dass man Spatien sogar im 500er-Pack kaufen kann :-) –  tohuwawohu Nov 15 '11 at 13:24
    
Die Frage ist nun, wer sich an diese Vorgaben hält. Behörden und Schulen tun es wohl. Wie sieht es mit den Medien aus? In der IT wird diese Vorgabe offenbar weitestgehend ignoriert. –  bernd_k Nov 17 '11 at 6:44

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