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Offen gestanden denke ich, dass es eher geliket sein müsste, da deutsche Partizipien gewöhnlich auf t enden, wie z. B. gemacht, getanzt, etc. Dagegen spricht meine Beobachtung, ich habe geliket fast noch nie gesehen, dementsprechend falsch sieht es für mich aus - selbst Google schlägt geliked vor, wenn man den Anfang tippt, außerdem hat 'geliket' auch nur ein Fünftel der Treffer.

Irgendwelche Ideen?

Mir ist klar, dass sich das Wort in wahrscheinlich keinem Wörterbuch finden wird, es wird allerdings schon in der Umgangssprache verwendet.

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@MartyGreen: The German verb gleichen and the English to like share etymologic roots with got. leikan, galeikan, ahd. lîchên, galîchên, as. lîkôn, afries. līkia, ags. lîcian, gelîcian, anord. lîka. Today the meaning is different however. – Takkat Apr 18 '12 at 19:30
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@Takkat Wenn ich sagen möchte, dass ich z.B. bei Youtube auf den 'Like'-Button gedrückt habe, dann klingt 'Ich habe das YT-Video gemocht' eher komisch. – heinrich5991 Apr 18 '12 at 20:14
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Siehe diese Seite für einen Überblick über die Konjugation eingedeutschter Verben aus dem Englischen. – cgnieder Apr 18 '12 at 20:18
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@heinrich5991 Dann sag doch einfach Ich hab auf den 'Like'-Button geklickt oder Ich finde das Video gut. Bei Google sagst du doch auch nicht Ich hab gepluseinst (oder geeinsplust?!) – Em1 Apr 18 '12 at 21:39
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3 Answers

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Das ist wieder richtig typisch. Natürlich ist es immer schöner die deutsche Entsprechung zu benutzen, aber eben auch nur, wenn diese das Gleiche bedeutet. Das Verb „liken“ bezieht sich lediglich auf das Drücken des Like-Buttons. Mag sein, dass das „mögen“ voraussetzt, aber wenn man sich genau und unmissverständlich ausdrücken will, ist das Wort liken richtig. Wem das zu „cool“ und neumodisch erscheint, darf sich dann nicht wundern, wenn ihn keiner versteht. Das Wort wird übrigens sowohl im Netz als auch in der gesprochenen Sprache verwendet und das nicht nur bei Jugendlichen mit niedrigem Bildungsstand, nein auch bei älteren Menschen, die sich mit der Materie beschäftigen.

Und um auf die Frage zurückzukommen; geliked ist meines Erachtens nach geläufiger aber ich versuche mich an die deutsche Konjugation zu halten und benutze geliket.

Ergänzung:
Wenn jemand liket o. Ä. sagt, wird er mit ziemlicher Sicherheit die deutsche Konjugation im Kopf haben und nicht die aussprachegleiche englische. Deswegen ist es eigentlich ziemlich absurd, hier die Orthografie englischer Konjugationsformen (also z. B. liked) zu verwenden. Zwei Beispiele, die dies verdeutlichen:

Er liked den Link. (Er mag den Link.)

Der Sprecher möchte hiermit über die Gegenwart reden, liked ist aber eine Vergangenheitsform und wäre deswegen selbst im Englischen falsch.

Wir haben abgelosed. (Wir haben verloren.)

Hier wird zwar über die Vergangenheit geredet, aber die vermeintliche Vergangenheitsform losed existiert im Englischen schlichtweg nicht. Beide Vergangenheitsformen von to lose sind lost. (abgelost ist zwar als deutsche Konjugation denkbar, wird dann aber nicht so ausgesprochen wie die englische Vergangenheitsform.)

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+1 für ein klares Statement. In der IT-Branche höre ich ständig "geliked" und jeder schreibt es anders. Ein "geliked" finde ich eher falsch, aber liest sich besser. Ich nutze auhch die Endung "ed". – Valentin Jan 13 at 14:32

Liken

Dies ist ein gutes Beispiel dafür wie kommerzialisierte (sic) Sprache (hier initiiert von Facebook) versucht, sich in die deutsche Umgangssprache einzunisten. Bislang existiert dieser Neologismus allerdings nur in der Szenesprache und dort hauptsächlich im Netzjargon. Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass es keine grammatikalischen Regeln zur Verwendung dieses Anglizismus gibt. Im Netz herrscht schließlich eine gewisse grammatikalische Anarchie.

In einer ausführlichen Arbeit des IDS Mannheim wird versucht darzustellen, welche grammatikalische Formen ein solches Wort annehmen kann. Zu Verben, deren Stamm auf -t oder -d auslautet (dazu gehört auch "liken") wird häufiger eine Endung "-t" gefunden als "-ed", letztere wird als "pseudoenglisch" bezeichnet:

Die skurrilen, pseudoenglischen Formen auf -ed sind im Internet seltener als die Formen auf -et, aber trotzdem sehr häufig. Sie sind sporadisch auch in den eher bildungssprachlich geprägten Textkorpora des IDS anzutreffen.

Welche der Endung sich bei "liken" durchsetzen wird kann man heute noch nicht sicher abschätzen; nach der wesentlich häufigeren Verwendung von "geliked" gegenüber "geliket" könnnte es durchaus die Endung "-ed" sein.

Beide Formen sind also "richtig", wenn man so will.


Note in addition:

Weitaus "richtiger" im Sinn der deutschen Sprache wäre es allerdings, wenn man ein deutsches Wort fände. Man könnte z.B. das in der ursprünglichen Bedeutung identische deutsche Wort "mögen" nehmen. Dann hätte man auch keine Schwierigkeiten mit der Grammatik sondern würde einfach sagen:

"Ich habe Deinen Link von gestern gemocht."

Das ist aber natürlich uncool, nicht im Sinne der Marketingstrategen, und es hat nicht die gleiche Bedeutung wie "liken". Aber es entspricht der englischen Bedeutung von "to like", die ja dort keinesfalls nur im Facebook-Kontext besteht.

Für die deutsche Lokalisierung sieht Facebook übrigens "Gefällt mir" vor:

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+1, obwohl ich dir im letzten Paragraph nicht zustimme. Der Satz Ich habe deinen Link von gestern gemocht wird eindeutig falsch verstanden. Auch wenn das Präteritum üblicherweise im gesprochenen Kontext nicht als Vergangenheitsform verwendet wird, ist und bleibt es Vergangenheit und somit verstehe ich den Satz: Ich mochte das Video(oder was auch immer), aber jetzt mag ich es nicht mehr. In dem Kontext, wie hier liken verwendet/gedeutet wird - selbst im Englischen - hat es einen leichten (oder doch starken) Bedeutungswandel. .... to be continued – Em1 Apr 19 '12 at 7:49
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... Ich bin mir aber noch nicht sicher, welches Deutsche Wort dem entspricht. Ich glaube, dass man den Satz schlichtweg umformulieren muss. Bei fb ist das Liken im Deutschen ein Gefällt mir, bei yt ist glaube ich nur ein Daumen zu sehen und google +1. Somit ist für sowas einfach keine eindeutige Bezeichnung momentan vorhanden. Das macht die Sache umso schwieriger. Ich würde - wenn ich denn dann mögen verwenden will, aber definitv sagen: Ich mag deinen Link, den du gestern gepostet (oups, noch so ein Wort) hast - Also doch nur: Ich mag deinen Link von gestern – Em1 Apr 19 '12 at 7:53
Oh, mir fällt jetzt erst auf, dass du den Satz gar nicht im Präteritum gebildet hast :D Somit ist es eindeutig die dt. gesprochene Vergangenheitsform und deswegen magst du den Link nicht mehr. Aber das verstärkt meine Aussage nur umso mehr ^^ – Em1 Apr 19 '12 at 7:59
Wieso gehört "liken" zu den "Verben, deren Stamm auf -t oder -d auslautet"? – undur_gongor Apr 26 '12 at 11:01
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@Valentin: nein, natürlich nicht. Ich wollte vielmehr zum Ausdruck bringen, dass es schade ist, wenn sich niemand mehr die Mühe macht, sich passende deutsche Ausdrücke auszudenken. ;) – Takkat Jan 13 at 14:49
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Auf www.googlefight.com ist die Antwort klar: 30'200 zu 4950 für "geliked"

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Das beantwortet was häufiger verwendet wird, nicht was richtig ist. – user unknown Jan 11 at 22:40

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