Take the 2-minute tour ×
German Language Stack Exchange is a question and answer site for speakers of German wanting to discuss the finer points of the language and translation. It's 100% free, no registration required.

Leo listet mehrere mögliche Übersetzungen für references, darunter

die Empfehlungen Pl.
die Hinweise Pl.
der Literaturnachweis
die Quellenangabe

Ich brauche das Wort für akademische Dokumente oder Powerpointpräsentationen. Aufgrund von Anwendungsbeispielen auf Linguee für Literaturnachweis und Quellenangabe, denke ich, dass diese beiden Wörter die richtige Wahl sind.

  1. Liege ich da richtig oder was ist die richtige Wahl für akademische Dokumente?
  2. Und ganz allgemein: Die Empfehlungen sind recommendations, Hinweise ist mehr wie details. Die Bedeutung von Quellenangabe ist ganz ähnlich zu Literaturnachweis. Stimmt das?
share|improve this question
    
Recommendation: Don't use Leo too excessively. They do have some good translations, but unfortunately also a lot of nonsense. (Just as a general hint; I don't know what word you looked up to get those suggestion, they all might be correct in that case) –  Em1 Sep 7 '12 at 6:59
1  
Its not nonsense Leo has - they simply offer the most frequent translations for "reference" but will fail like any dictionary when we don't give them a context like searching Leo for "reference list". –  Takkat Sep 7 '12 at 7:41
    
@Takkat Das stimmt. Kontext ist wichtig, ein Buch oder ein "Werkzeug" ist nicht genug. Ich habe viele Duden, Langenschaft, PONS usw. Mehr hier. –  hhh Sep 9 '12 at 0:18

4 Answers 4

Ein (wie auch immer benanntes) Literaturverzeichnis verzeichnet nur Literatur: Bücher, Aufsätze, Internet-Blogs usw. Ein Quellenverzeichnis kann prinzipiell jede Art von Quelle verzeichnen, so z.B. auch Bildquellen (Abbildungen), Tonquellen (für Audiodateien), Archäologische Funde in Museen usw.

Manche Fachbücher verwenden sowohl "Literaturverzeichnis" (für die verwendete Literatur) als auch "Quellenverzeichnis" (für die aus anderen Veröffentlichungen oder von Bilddatenbanken übernommenen Abbildungen und Tabellen), so z.B. Schmidt-Atzert, L. & Amelang, M. (2012). Psychologische Diagnostik. Berlin: Springer.

Obwohl "Quellenverzeichnis" für ein Literaturverzeichnis nicht grundsätzlich falsch ist, würde ich deshalb für eine reines Verzeichnis von Büchern und Zeitschriftenartikeln die Bezeichnung "Literaturverzeichnis" bevorzugen.

Als Überschrift für das Literaturverzeichnis am Ende eines wissenschaftlichen Artikels sind folgende Bezeichnungen gleichermaßen üblich:

  • Literatur
  • Literaturverzeichnis
  • Verwendete Literatur

"Literaturnachweis" empfinde ich als ungebräuchlich und würde es persönlich nicht verwenden.

share|improve this answer
    
+1 gut, mehr Alternativen :) –  hhh Sep 7 '12 at 0:19

Quellenangabe
Wenn man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, dann fügt in den selbstgeschriebenen Text häufig wörtliche Zitate ein, die aus anderen Texten stammen (meist von anderen Autoren, aber man kann auch eigene Arbeiten zitieren). Oder man gibt sinngemäß etwas wieder, das man in einer anderen Arbeit gelesen hat. In beiden Fällen muss man angeben, dass diese kurzen Abschnitte nicht das Werk eigener Arbeit sind. Man muss also zwei Dinge tun:

  1. Das wörtliche oder sinngemäße Zitat als solches kennzeichnen.
  2. Direkt beim Zitat eine Quelle angeben.

Nur dadurch ist es möglich genau nachzuvollziehen, woher jedes einzelne Zitat stammt.

Es würde den Lesefluss aber erheblich stören, wenn nach jedem Zitat (und seien es nur drei Worte) ein zweizeiliger Verweis auf die genaue Stelle in einem bestimmten Werk folgen würde. Daher kürzt man die Quellenangabe meist ab. Dafür gibt es mehrere unterschiedliche Standards. Geisteswissenschaftler verwenden als Kürzel häufig den Nachnamen des Autors und das Erscheinungsjahr der zitierten Arbeit. Naturwissenschaftler und Techniker vergeben stattdessen gerne laufende Nummern. Dahinter kann (muss aber nicht) eine Seitenzahl angegeben sein.

Zwei erfundene Beispiele:

  • "Ziel der atonalen Musik ist die Auflösung tonaler Zentren." (Meier 1952, S. 18)
  • "Objective-C ist eine Erweiterung der Sprache C." [5]

Die Bestandteile "(Meier 1952, S. 18)" und "[5]" sind Quellenangaben.

Literaturverzeichnis
Mit der Angabe "[5]" allein wird man die tatsächliche Quelle nicht finden. Daher fügt man ans Ende der Arbeit eine Liste mit den genauen Verweisen zu den zitierten Literaturstellen an. Die Einträge in dieser Liste beginnen mit genau jenen Kürzeln, die in den Quellenangaben verwendet wurden (häufig auch in fetter Schrift gesetzt), gefolgt von der Angabe des vollen Namens des Autors, des Titels des Werks, dem Erscheinungsjahr, dem Verlag, bei Artikeln aus Sammelwerken dem Namen der Sammlung, der Seitennummer und möglicherweise einer Reihe weiterer Angaben.

Weil die gekürzte Quellenangabe direkt beim Zitat nur zusammen mit einem Eintrag im Literaturverzeichnis einen Sinn ergibt, werden manchmal auch die Einträge im Literaturverzeichnis selbst als Quellenangaben bezeichnet. Wer mag, kann darüber mit jemandem, der den jeweils anderen Standpunkt vertritt, sehr lange diskutieren ohne zu einer Einigung zu gelangen.

Die Einträge im Literaturverzeichnis müssen nicht zwingend auf bedrucktes Papier verweisen. Es ist auch möglich z.B. auf Filme oder Medien aus dem Internet zu verweisen, vorausgesetzt diese Quellen erfüllen vom Inhalt her die geforderten wissenschaftlichen Standards und sind (im Fall von Internet-Medien) garantiert permanent unter der angegebenen Adresse auffindbar.

Literaturnachweis
Synonym für Literaturverzeichnis

weiterführende Literatur
Besonders bei größeren Arbeiten (z.B. Büchern) kennt der Autor möglicherweise eine Reihe anderer Quellen, die sich auch mit demselben Thema beschäftigen, ohne dass er daraus Zitate für seine eigene Arbeit verwendet hat. Wenn er möchte, kann er diese Werke in einer separaten Liste, unter dem Titel "weiterführende Literatur" anführen. Auch das ist ein Literaturverzeichnis, aber darin befinden sich keine Quellen für die vorliegende Arbeit.

share|improve this answer

Nach meiner persönlichen Erfahrung werden Quellenangabe und Literaturnachweis synonym verwendet. Man kann den entsprechenden Abschnitt im Text oder in der Präsentation auch einfach mit Quellen bzw. Literatur betiteln, das ist genauso üblich. Quellenangabe bzw. Quellen ist etwas breiter gefasst und kann auch Sachen umfassen, die nicht Literatur sind (Fernsehen, Internet, persönliche Gespräche, ...). Aber es ist nicht falsch, Quellenangabe oder Quellen zu schreiben, wenn man nur Literatur im klassischen Sinne meint und keine anderen Quellen auflistet.

share|improve this answer

Ich habe einige Beispiele. Ich weiß nicht das richtige Wort für references im akademischen Kontext. Vielleicht sind beide möglich: Quellenangabe und Nachweis. Es gibt viele verschiedene Nachweise, so z.B. Literaturnachweis.

Nachweis bedeutet die Richtigkeit einer Behauptung darlegen, während das Wort Quellenangabe ganz neutral ist. Ich denke, die anderen Wörter, wie Hinweise, bedeuten etwas ganz anderes.

Quellenangaben

  • "Die Quellenangaben stehen am Schluss des Aufsatzes." (PONS iPad)

  • "ein Text, den man wissenschaftlich verwertet oder in einen anderen Text zitiert" (Langenscheidt iPad)

  • Ursprung mit Quellwasser? "Quellwasser" ist "der Ursprung eines Baches oder Flusses: der Lauf der Donau von der Quelle bis zur Mündung" (L)

  • Ursprung mit Quell? "eine Stelle, an der Wasser aus der Erde kommt" (L)

enter image description here

Ursprung des Bildes

Nachweis (~proof)

  • "die Dokumente, mit denen man etwas nachweisen kann" (L)

  • Beispiele sowie "Identitätsnachweis", "Literaturnachweis" und "Befähigungsnachweis" (certificate of competence)

share|improve this answer
    
Warum ein "-1"? Ist etwas falsch? –  hhh Sep 7 '12 at 10:10
    
Es spricht nichts dagegen, eigene Fragen zu beantworten, aber das meiste, was du hier geschrieben hast, gehört eher in die Frage selbst. Formulierungen wie "Ich weiß nicht" und wiederholte Verwendung von Ausdrücken wie "Ich denke" und "Vielleicht" schwächen deine Aussage noch ab. Zumal du z.b. auch nicht erläuterst, warum denn "Hinweise" deiner Meinung nach etwas anderes bedeutet. Ich frage mich jetzt "Was bedeutet es denn nun?" Deine Antwort enthält teils schon richtige Ansätze, aber ist zu lückenhaft. Auch dass du eine Stelle zitierst, in der von "Identitätsnachweis" die Rede ist, ... (tbc) –  Em1 Sep 7 '12 at 10:17
    
... welche zwar in einer Aufzählung mit "Literaturnachweis" steht, aber hier natürlich off-topic ist und somit eher wieder die Frage aufwirft, was das nun eigentlich ist, und ob es jetzt was mit akademischen Arbeiten zu tun hat, oder doch nicht? –  Em1 Sep 7 '12 at 10:18
    
Side note: Ich habe bei meiner Editierung versucht, neben den Tippfehlern, auch weitesgehend semantische Verbesserungen einzupflegen, ohne dabei aber deine eigentliche Aussage zu verändern. Es fiel mir nur unheimlich schwierig immer deine eigentliche Aussage zu verstehen. Ich wollte schon heute morgen den Text korrigieren, bin aber immer wieder gestolpert, da teilweise die Aussagen kontextlos erscheinen. Der erste Satz zum Beispiel hat da gar nichts zu suchen, zumal du in deiner ganzen Antwort kein Beispiel anführst. - However, ist keine bösgemeinte Kritik; nur eine Anregung für nächstes mal;) –  Em1 Sep 7 '12 at 10:23
    
@Em1 Entschuligung aber Ich kann dich nicht verstehen. Ich denke es ist wichtig ächliche Sachen zu analysieren und es hilft mir die Ursprungen zu sehen :) –  hhh Sep 9 '12 at 0:10

Your Answer

 
discard

By posting your answer, you agree to the privacy policy and terms of service.

Not the answer you're looking for? Browse other questions tagged or ask your own question.