Ich denke, dieser Artikel auf canoo.net beantwortet die Frage sehr umfassend.
Die für deine Frage relevanten Informationen möchte ich kurz zitieren:
es als Fürwort
Das Personalpronomen es steht stellvertretend für ein Nomen oder ein Adjektiv als Prädikativ (mit sein, werden usw.)
Als Prädikativ kann es sich auch auf nicht sächliche, nicht im Singular stehende Nomen oder auf ein Adjektiv beziehen. Das Verb richtet sich nach dem Subjekt, nicht nach es:
Sie ist Ärztin und ihre Tochter wird es auch. [Anm. von mir: Der Arzt bzw. die Ärztin]
Das Personalpronomen es steht stellvertretend für ein Nomen als Subjekt in einem Gleichsetzungsatz (mit sein)
In einem Gleichsetzungssatz (mit sein) kann es sich auch auf nicht sächliche, nicht im Singular stehende Nomen beziehen. Das Verb richtet sich nach dem Prädikativ, nicht nach es:
Drei Männer betraten das Lokal. Es waren Polizisten.
es als formales Subjekt bei Gleichsetzung mit sein
Das Pronomen es kann sich in einem Gleichsetzungsatz (in der Regel mit sein) als unpersönliches Subjekt (oder Prädikativ) auf nicht sächliche, nicht im Singular stehende Nomen beziehen:
Jemand kam hinein. Es war mein Vater.
Meine Mutter war es, die hereinkam.
Das Verb richtet sich nicht nach es, sondern nach dem Bezugswort.
Es war meine Mutter.
Es waren meine Eltern.
In dieser Funktion kann es nicht weggelassen werden. Es kann häufig durch das stärkere das ersetzt werden, welches in ähnlicher Weise verwendet wird.