"Hau ihm eine in die Fresse!"
(Aus 50 dessins d'humour pour perfectionner votre allemand, )
Eine was?
Ich hätte "einen (Faustschlag)" erwartet.
(Aus 50 dessins d'humour pour perfectionner votre allemand, ) Eine was? Ich hätte "einen (Faustschlag)" erwartet. |
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Der nur in der Umgangssprache verwendete Satz kann zu folgendem Satz erweitert werden:
wobei X für ein Wort steht, das weibliches Geschlecht haben muß (Wen oder was haue ich in die Fresse? Eine X). Somit kann X durch die folgenden, teilweise bereits in Kommentaren genannten Worte ersetzt werden:
Etwas anderes, wie etwa der Faustschlag oder ein Zahlwort, machen keinen Sinn. Da es für einen Schlag mit der offenen Hand einen eignen Begriff die Ohrfeige/die Backpfeife gibt, bleibt die Faust übrig. Vollständig lautet der Satz also:
wobei ohne Faust der Satz zur festen Redewendung wurde. |
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kann auch alleine stehen und ist ein fester Ausdruck. Er stammt (vermutlich) einfach vom Zahlwort, besagt also, dass der Empfänger der Schläge 1 bekommen soll und nicht 2 oder 3.
spezifiziert dann nur noch wohin der Schlag gehen soll. |
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Es geht bei dieser Aufforderung überhaupt nicht darum was gehaut wird. Da ist völlig nebensächlich und irrelevant. Wichtig ist wem wohin gehaut werden soll, nämlich "ihm in die Fresse", wobei die "Fresse" vor allem in Österreich je nach geographischer Region auch durch die Synonyme "Fotzn", "Goschn" oder "Pappn" ersetzt werden kann und der Satz nur äußerst selten in Hochdeutsch, sondern meist im lokalen Dialekt vorgetragen wird. Auch bei ähnlichen Umschreibungen wie "Gleich gibt's was auf den Sender" oder "Hans hat von Tom eine aufs Dach bekommen" geht es nie darum was genau da auf den Sender gegeben werden soll oder was Tom aufs Dach bekommen hat. Aus der Bedeutung dieser Phrasen geht hervor, dass es ein Schlag sein muss. Ob dieser Schlag mit der bloßen Hand oder durch einen Gegenstand verstärkt ausgeteilt wird, und ob die Hand offen oder zur Faust geballt ist wird in all diesen Formulierungen offen gelassen, weil es völlig egal ist. Ich kenne die Phrase aus der Frage übrigens auch so:
In diesem Fall wäre das gehaute Objekt also sächlich, was alle Versuche, aus diesem Ausdruck ein weibliches Objekt herzuleiten, fragwürdig erscheinen lässt. Die männliche Variante "Hau ihm einen in die Fresse" habe ich aber noch nie gehört. |
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