Das Wort "Strom" hat drei Aspekte:
- Ein großer Fluss.
- Ein wichtiger Fluss.
- Teil der Folklore.
Der Rhein ist ein Strom nicht nur aufgrund seiner Wassermenge, sondern auch aufgrund seiner herausragenden historischen und bis heute andauernden Bedeutsamkeit als Grenze und Verkehrsweg und aufgrund der mit ihm verbundenen Folklore wie Lieder, Bücher, Filme, Sagen usw.
Damit ein Fluss "Strom" genannt wird, muss er in allen drei Bedeutungdimensionen eine bestimmte (subjektive) Schwelle überschreiten: er muss eine ungewöhnliche Länge oder Breite haben oder eine erstaunliche Wassermenge transportieren; er muss für Sprecher des Deutschen (denn Strom ist ein deutsches Wort!) eine wahrnehmbare herausragende wirtschaftliche, politische oder kulturelle Bedeutung besitzen; und er muss Teil der Folklore der Flussanreiner sein (und diese muss wiederum in Deutschland bekannt sein, wie die religiöse Bedeutung des Ganges oder der Mississippi durch die Erzählungen Mark Twains).
Flüsse, die in Deutschland kaum bekannt sind, wie der Brahmaputra, können in Deutschland auch nicht als Strom wahrgenommen werden oder nur von entsprechend informierten Personen.