Woher genau kommt denn eigentlich der Ausdruck "Ich mache in [Immobilien]"? Das klingt für mich lediglich unhygienisch. Wo/wann wird dieser Ausdruck einem "Ich bin [Makler]" oder "Ich arbeite als [Makler]" bevorzugt?
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Mal wieder aus dem Grimm:
Es kommt also aus der kaufmännischen Rede und ist auch keine Erfindung des letzten Jahrhunderts. Heutzutage hat es aber tatsächlich eher umgangssprachliche Konnotation; mir ist nicht bekannt, ob die Formulierung in der kaufmännischen Sprache heute immer noch Usus ist. |
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Wie aus OregonGhosts Antwort klar wird, stammt der Ausdruck aus der kaufmännischen Rede und ist eine mehrere Jahrhunderte alte Formulierung. Ich vermutete ursprünglich, dass er ein Anglizismus ist, der aus der englischen Wendung to make money in [the stock market] abgeleitet und verkürzt wurde. Was meine subjektive Bewertung des Ausdrucks angeht, schließe ich mich der Antwort von ApoY2k an. Auch ich empfinde die Verwendung in heutiger Zeit arrogant und wichtigtuerisch. |
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Ich kann keine etymologische Herkunft aufzeigen, aber dieser Satz riecht für mich förmlich nach einer Neuerschaffung von genau den Leuten, die ihn auch benutzen; Vertreter, Aktienhaie und Börsenmakler. Es ist definitiv kein Standarddeutsch und wird meines Wissens nach auch nur in eher elaborierten Kreisen verwendet. Ich würde es in keinem Fall in schriftlichen Dokumenten verwenden, und am besten auch nicht bei offiziellen Gesprächen. (Es sei denn vielleicht, die Klientel steht auf dieses "Neudeutsch"). Insofern betrachte ich (und das ist wahrscheinlich sehr persönlich) jemanden, der solche Sätze verwendet sofort mit zwei sehr kritischen Augen, da eine solche Formulierung oftmals mit einer verschleierischen Natur einhergeht. Woher der Ausdruck stammt kann ich nur vermuten; aber es soll vermutlich eine Verstärkung von investieren sein. Ich mache in Immobilien heißt ja nicht unbedingt, dass die betreffende Person Immobilienmakler ist, sondern nur, dass sie mit Immobilien handelt, investiert und deren An/Verkauf sowie die Wertsteigerung überwacht. Ein einfaches investieren war den Herren Kapitalbesitz wohl zu simpel, da es nur die Absicht ausdrückt, Geld hineinzustecken und es gewinnbringend wieder herauszuziehen. Machen drückt wohl noch etwas mehr Engagement aus, z. B. Lobbyarbeit oder tatsächliches Kümmern um die Güter im Sinne der Wertsteigerung. |
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