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Ein beliebtes Streitthema.

Der Duden definiert Butter als feminin. Wikipedia merkt an, dass im Norddeutschen auch der männliche Artikel verwendet wird. Woher aber kommt die Verwendung des neutralen Artikels? Und in welchen Regionen wird was verwendet?

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Ich möchte niemandem etwas unterstellen, glaube mich aber zu erinnern, dass „das Butter“ im Schwäbischen vorkommt. –  Carsten Schultz Oct 14 '13 at 0:22
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Kann mich nicht erinnern, jemals "der/das Butter" gehört zu haben. –  divby0 Oct 14 '13 at 0:41
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@CarstenSchultz: nö, im Schwäbischen ist es maskulin "der Butter" ;) –  Takkat Oct 14 '13 at 6:32
    
@Takkat Danke, es ist anscheinend zu lange her, dass ich eine WG-Küche mit Schwaben geteilt habe. –  Carsten Schultz Oct 14 '13 at 6:40
    
@CarstenSchultz: es müssten auch eingefleischte Ur-Schwaben sein, wenn sie immer noch "der Butter" sagen. –  Takkat Oct 14 '13 at 6:46

4 Answers 4

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Die Butter

Hier handelt es sich um ein Lehwort aus dem griechischen βούτυρον, bzw. dem lateinischen butyrum. Vielleicht war daher das Geschlecht des Wortes nie ganz klar. Siehe dazu auch folgende Fragen hier:

In unterschiedlichen Regionen Deutschlands wurde zum Teil wie im Latein ein Neutrum gebildet, aber es gab auch das Maskulinum. Heute hat sich das Femininum durchgesetzt. Die anderen Varianten blieben aber in den Dialekten erhalten. Über die unterschiedlichen Genus schreiben die Grimms in ihrem Wörterbuch:

Die deutschen stämme, welche das wort annahmen, schwanken in genus und flexion. ags. butere, gen. buteran f., fries butere, gen. butera, engl. butter, nnl. boter, nhd. butter, unveränderlich. ahd. aber kann in landstrichen, wo mhd. butter, gen. butteren, nhd. butter, gen. buttern m. vorkommt, auch ein männliches putiro, putirin gesetzt werden. Man spricht noch heute in Östreich, Baiern, Tirol, in der Schweiz, selbst in der Pfalz und in Franken der butter, der buttern

Auch im schwäbischen Dialekt ist Butter ein Maskulinum.

Man kann nun spekulieren, dass vielleicht das Geschlecht des ursprünglich für Butter verwendeten Wortes übernommen wurde: der Anke, das Schmalz. Dafür habe ich aber keine Belege finden können.

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In der P'alz oder in Zürich hab' ich der Butter nie gehört. Zumindest ist's mir nicht erinnerlich... –  divby0 Oct 14 '13 at 14:35
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Das kann durchaus mittlerweile verloren gegangen sein. Im Schwabenland z.B. hört man es nur noch von Äteren auf dem Land. In der Schweizer Mundart höre ich das aber durchaus noch heute (wobei der Unterschied zwischen 'd'Butter f.' und 'de Butter m.' für ungeübte Ohren doch recht klein ist). –  Takkat Oct 14 '13 at 14:50

Zum Genus von „Butter“ gibt es eine Karte im Atlas zur deutschen Alltagssprache:

Atlas zur deutschen Alltagssprache

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In meinem Schwabenland sagt man "die Butter". "Der Butter" sagt auf der Ostalb kein Mensch. Und wenn man es schwäbisch sagt, dann gibt es kein der oder die, es heißt z.B. "Gib mer mol da Butter" oder "Gib mer mol d'Butter". Hin und wieder gefolgt von einem "..., bitte".

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Also ich arbeite seit 1,5 Jahren in einem Kindergarten in Ravensburg und dort gibt es etliche Leute die "der Butter" sagen, aber in Niedersachsen, wo ich bis vor kurzem lebte, habe ich noch nie einen Menschen "der Butter " sagen hören.

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