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Was ist der Ursprung des Suffixes "-in" zur Feminisierung eines Nomens im Deutschen, und wie unterscheidet sich seine Geschichte im Vergleich zu anderen germanischen und indogermanisch europäischen Sprachen?

Zumindest Luther verwendete den Ausdruck 'Mannin' für 'Frau', das Suffix scheint also schon etwas älter zu sein. Viele germanische Sprachen, wie etwa das Englische oder das Norwegische, haben diese Suffix jedoch weitesgehend verloren.

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dass Luther den ausdruck "Mannin" verwendet ist falsch und richtig zugleich. Die "Mannin" ist ausschließlich Eva, denn sie wurde als das weibliche gegenstück zum Mann geschaffen, deswegen drückt diese Form ihre Position besser aus als "Frau". Im gegensatz dazu ist zum Beispiel Esra in der Bibel immer eine Frau gewesen. –  Vogel612 Nov 16 '13 at 16:28
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1 Answer

Offenbar ist der Ablaut "-in" zur Bildung weiblicher Nomen schon sehr alt. Schon im Althochdeutschen finden wir zahlreiche so feminisierte Wörter:

chuningin (Königin), hundynne (Hündin)

Damals kamen auch Endungen -inna und -inne vor.

Franz Bopp schreibt in seinem Werk "Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechischen, Lateinischen, Lithauischen, Gothischen und Deutschen" (Dümmler 1833 S. 1187 f.):

Im Althochdeutschen entspricht das Suffix inna, wahrscheinlich durch Assimilation aus inja für inia, so dass dem sanskritischen Feminincharakter ī sich noch der gewöhnliche Ausgang a (aus â, goth. ó) beigefügt hat. Beispiele sind: gut-inna Göttin, kuning-inna Königin, meistar-inna [...]. Im Nominativ und Akkusativ bestehen abgekürzte Formen auf in, wie gutin, kuningin (neben gutinna, kuninginna), worauf sich unsere neudeutschen Formen wie Göttin, Königin stützen.

Vermutlich stammt unser heutiges Ablaut -in als abgewandelter Form ursprünglich aus dem Sanskrit. Leider schreibt auch Bopp nur wenig zu der unterschiedlichen Entwicklung in den anderen indogermanischen Sprachen.

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