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Auf eine Entscheidungsfrage wie »Möchten Sie etwas trinken?« antworten manche Leute mit »Danke.« oder »Danke, danke.«.

Heißt das immer nein, also die Person möchte nichts trinken? Wäre das in diesem Fall also eine Kurzform von »Nein, danke.«?

Eine solche Antwort verunsichert mich meistens, oft frage ich nach. Ich könnte mir genauso gut vorstellen, dass es eine Kurzfrom von »Danke, dass Sie endlich fragen!« oder »Danke für dieses Angebot, das nehme ich gerne an.« sein könnte.

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Ich kann es so betonen, das es sowohl ablehnend als auch bejahend sein kann. Von daher: Tonfall, Mimik und meistens eine zugehörige Handgeste entscheiden in diesem Fall. –  nixda Nov 16 '13 at 15:35
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@nixda Was willst du denn in dem Satz „Danke.“ betonen? Da hast du theoretisch 2 Möglichkeiten für die betonte Silbe und 4 Möglichkeiten für die Länge der Silben. Praktisch reduziert es sich darauf, ob du die erste Silbe lang oder kurz aussprichst. Beides liefert keinen Hinweis auf die gestellt Frage. –  Toscho Nov 16 '13 at 19:52
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@Toscho Danke, natürlich kann man "Danke" verschieden betonen. Da gäbe es das herablassende Danke, dass einem Nein gleich käme, das ironische Danke, dass auch Nein bedeuten würde. Oder ein freudiges Danke, das ein Ja bedeuten würde. Und noch einige mehr, aber der Kommentar wird sonst zu lang. Die Feinheiten der deutschen Sprache lassen vieles zu. Es kommt einzig auf die Redegewandtheit des Sprechers an. –  nixda Nov 16 '13 at 21:15
    
@nixda Siehe de.wikipedia.org/wiki/Intonation_%28Phonetik%29 –  Toscho Nov 22 '13 at 9:09

4 Answers 4

Wie in einem Kommentar angemerkt, spielen hier noch einige weitere Faktoren mit. Das "Nein" wird in solchen Fällen üblicherweise mit Kopfschütteln oder durch eine 'abweisende' Handbewegung signalisiert. Auch der Gesichtsausdruck vermittelt häufig ein "Nein".

Ein "Danke, dass sie endlich fragen" wäre nicht angebracht. Das wäre aufs äußerste höhnisch. Außerdem, wenn man erwartet, dass man etwas zu trinken angeboten bekäme, könnte man ja auch einfach mal sich melden. Natürlich könnte es aber ein "Danke, dass sie mir etwas anbieten sein". Der Punkt ist aber: Möchte man etwas trinken, sollte man ja auch sagen, was man möchte. Nochmal darauf zu warten, dass nachgefragt wird, welcher Drink es denn sein soll, wäre mindestens merkwürdig.

Deswegen, achte auf die Gesichtsausdrücke, Kopf- und Handbewegung, wenn nur ein kurzes "Danke" kommt. Die signalisieren die Intention. Und in aller Regel, ist ein bloßes "Danke" immer "Nein".

Im Falle eines "Ja", würde man automatisch das gewünschte Getränk nennen, oder nachfragen, was denn angeboten wird. In jedem Fall fände ich es aber komisch sowas zu hören:

Danke. Eine Cola bitte.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ein bloßes "Danke" ist (im gegebenen Kontext) fast immer ein "Nein" und wird meistens durch Körpersprache signalisiert. Ist es mal nicht "Nein", sollte es in der gegebenen Situtation offensichtlich sein.

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Klingt logisch, aber überzeugt mich nicht ganz. Die Alternativen Bedeutungen von „Danke.“ sind einfach zu vielfältig, als dass man hier Annahmen tätigen könnte. Auf jeden Fall nachfragen. –  Toscho Nov 16 '13 at 19:56
    
Ich bin neu hier und habe eine Verständnisfrage: Ist es üblich, dass man hier nicht nur sprachbezogen, sondern wie in diesem Fall auch soziologisch auf eine Frage antwortet, wenn dies nicht sprachimmanent ist? –  Polyhistor Nov 17 '13 at 13:52
    
@Polyhistor Ich weiß zwar nicht was "immanant" bedeutet... Aber im Bezug auf die Frage muss man halt mal etwas weiter ausholen. Das Wort "Danke" allein hat nämlich keine weitere Konnotation, als das was es halt eigentlich ausdrückt. –  Em1 Nov 17 '13 at 14:55
    
»Im Falle eines "Ja", würde man automatisch das gewünschte Getränk nennen« - Das hängt doch von der Fragestellung ab! „Kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“ - „Danke!” „Möchtest Du ein Glas Wasser?“ - „Danke!“ ... Nicht zu erwähnen all die anderen Entscheidungsfragen, die mit Trinken überhaupt nichts zu tun haben, aber trotzdem mit „Danke“ beantwortet werden können... –  cgnieder Nov 21 '13 at 19:31

Wer über ein ausgeprägtes Sprachverständnis/-gefühl verfügt, kann einem "Danke!" ein "Nein." entnehmen, denn es heißt korrekterweise "Nein, danke!" und "Ja, bitte!"

Allerdings verlasse ich mich nicht darauf, dass ein derart Sprechfauler es mit dieser Absicht formuliert und werde in einer solchen Situation auch künftig nachfragen.

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Wie du selbst es tust, sollte man sich nicht darauf verlassen. In Umgebungen, in den hohe Register zu erwarten sind, sollte man auch ein komplettes „Nein, danke.“ erwarten und folglich selbiges nicht in ein „Danke.“ hineininterpretieren. In anderen Umgebungen kann das „Danke.“ so ziemlich alles bedeuten. –  Toscho Nov 16 '13 at 19:54
    
Wieso sollte denn „Ja. Danke!“ unkorrekt sein? Mein „Ja“ ist abgeschlossen und ich schiebe noch ein „Danke“ hinterher, weil ich nett bin. Gleichzeitig bin ich aber wortfaul, und lasse deshalb das „Ja“ weg, nicke dafür aber freundlich... Abgesehen davon, dass es Unmengen von Menschen ohne ausgeprägtes Sprachgefühl gibt, die einfach so Deutsch sprechen, ohne sich dabei um korrekt/inkorrekt zu scheren :) –  cgnieder Nov 21 '13 at 19:41
    
Wie ich bereits in einem Kommentar erwähnte, hat das etwas mit der Etikette zu tun (nicht mit der Grammatik). Wer weder Etikette, noch grammatikalische Regeln lernen will, kann sein Sprachgefühl durch das Lesen klassischer Literatur bilden. Deinen letzten Satz kann ich nicht nachvollziehen. Willst du damit sagen, dass der willkürliche Sprachgebrauch der Menge richtiges Deutsch überflüssig mache? –  Polyhistor Dec 1 '13 at 11:49

Die Antwort hat auch eine regionale Komponente. In Süddeutschland und in Teilen der Schweiz (Österreich weiss ich nicht), kann nur "Danke" auch ja bedeuten.

Eine beispielhafte Gesprächssituation: An einem Tisch mit mehreren Personen unterhalten sich A und B. Eine dritte Person C spricht A an: "Kaffee?". A könnte hier antworten "Danke" und sofort die Unterhaltung mit B fortsetzen. Damit wäre dann "Ja" gemeint und der Dank für das (noch folgende) Einschenken gleich mit abgedeckt.

Zusammengenommen würde ich sagen, die Antwort auf die Frage ist immer situationsabhängig und kann sehr subtil von der Mimik und Gestik abhängen.

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Hier würde ich immer auf Nummer sicher gehen und nachfragen. „Danke.“ kann vieles meinen, gerade eben weil es keine sinnvolle Antwort auf die Frage ist und auch nicht das standardisierte „Nein, danke.“ ist.

Körpersprache kann einen Hinweis geben, muss sie aber nicht.

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