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In der Bedeutung des Gegenteils von nein ist meines Erachtens ja durch schon ersetzbar. (Die stillschweigende 0. Frage wäre, das zu bestätigen.) Das ist total nachvollziehbar, wenn man sich einen Ursprung dafür ausdenkt. Etwa folgenden:

– Lukas, hast du deine Hausaufgaben gemacht?
– Schon [gemacht] (= Kurze Form für „Ja, ich habe die schon gemacht“.)

Die erste Frage ist genau zu erklären, ob dieser Ursprung richtig ist. Die zweite Frage ist vielleicht trivialer, aber nutzbarer.

Irgendwie fühle ich mich komisch, wenn ich schon als ja nutze in Zukunft. Denn: Schon bezieht sich auf eine – vielleicht implizite – Vergangenheit. Die zweite Frage ist, ob man schon als ja für nicht-Vergangenheit Tempora verwenden kann. Zum Beispiel:

  1. Kommst du morgen Abend? Hoffentlich schon, aber (…).
  2. – Wirst du versuchen das Rauchen aufzuhören?
    – Schon.
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Danke @Em1 für das Edit, aber im ersten Beispiel ist die Person, die die Frage stellt, diejenige die Hoffentlich schon sagt. Etwa wie ich hoffe, dass du morgen kommst. –  c.p. Dec 11 '13 at 10:56
    
Verstehe. Klingt aber merkwürdig so. Daher hatte ich es als Antwort interpretiert (was übrigens wiederum ein "aber" mit sich ziehen würde: Hoffentlich schon, aber ich weiß es noch nicht genau) –  Em1 Dec 11 '13 at 11:10

3 Answers 3

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Das Wort schon kommt von schön. Als Partikel (und nur darum geht es im Folgenden) wird es oft als "einschränkende" Zustimmung beschrieben. Ich halte das "einschränkend" für falsch, da schon auch voll zustimmend verwendet werden kann

Das schaffst du schon.

Es ist aber kein Synonym für ja. Ja ist eine Antwortpartikel, schon ist eher ein Adverb Schon (im Sinne von ja) ist das Gegenteil von nicht. Da wo nicht verneint, bejaht schon. Ja ist das Gegenteil von nein. Genauso wenig wie man nein durch nicht ersetzen kann, kann man ja durch schon ersetzen.

Hast du die Hausaufgaben gemacht?

Nicht/schon... funktioniert nicht.

Ja/nein..... funktioniert

Wenn man hier schon sagt, dann ist es eine verkürzte Form eines Satzes mit schon als Adverb das durch nicht ersetzbar ist.

Ich habe sie schon/nicht gemacht.

Die Tatsache, dass man ein das Positivum schon hinzunimmt obschon die Antwort alleine ebenfalls affirmativ ist, impliziert, dass da noch mehr ist. Das ist dann der skeptische Charakter von schon... dieses (nicht immer vohandene) Andeuten eines abers.

Ja, (ich habe sie ) schon (gemacht), (aber ich bin nicht zufrieden).

Eine (deutlich) detailliertere Darstellung ist in diesem Artikel auf meinem Blog. Da sind insbesondere die Kommentare interessant.

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Gut zu wissen. Ich dachte schon wäre die Verneigung von noch nicht. –  c.p. Dec 11 '13 at 14:13
    
Das ist dann das zeitliche "schon" (already). Darüber hab' ich hier nix gesagt. –  Emanuel Dec 11 '13 at 14:16
    
@c.p. Im Hausaufgaben-Beispiel ist "schon" das Gegenstück zu "noch nicht" und "nicht". Verwendest du hier nur "nicht", kann das heißen, dass du sie nicht mehr machen wirst. –  Em1 Dec 11 '13 at 14:18
    
Gut zu wissen auch das (@ beiden). –  c.p. Dec 11 '13 at 14:20

Schon heißt mE nicht einfach "ja". Wenn schon, dann "Ja, aber ..." (=yes, but ...) If I'd ask you a yes/no question and you replied with "schon", I'd immediately ask "aber ... ?"

"Hoffentlich schon" works as a positive reply in your example, but there are many more possibilities. It does not mean that you can simply use "schon" to mean "yes".

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Sehe ich ähnlich. Schon kann manchmal als "zögerliches Ja" verwendet werden. –  Armunin Dec 11 '13 at 9:57
    
Dies lässt jedoch regionale Unterschiede außen vor. Hier (südost-bayern, d.h. bayerische und schwäbische Gegend) ist die Antwort "Schon.", ggf. auch als Ausruf "Schon!" oder bei Redseligkeit, "Ja schon!" (ohne pausierendes Komma), eine sehr sichere Antwort, also im Sinne von "Ja/Aber sicher!" -- es ist hier also nichts zögerliches vorhanden. –  Nevik Rehnel Dec 11 '13 at 10:13
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Um das ganze mit einem Link zu bekräftigen: "Antwort, die Zustimmung ausdrückt, aber meist einen Einwand einleitet" –  Em1 Dec 11 '13 at 10:15
    
In einigen Dialekten in Österreich wird "schon?" als Ersatz für "wirklich?" bzw. "tatsächlich?" verwendet. –  schlingel Dec 11 '13 at 10:46
    
Thanks Ingmar, but hoffentlich schon is no reply (the question was edited and that was changed). Now it's ok. –  c.p. Dec 11 '13 at 10:57

Im Dialekt (ich denke da an Baden und Südbayern) wird "Schon" oder "Scho" (ähnlich wie "Freilich") im Sinne von "Aber sicher" verwendet. Das hat dann keinen zeitlichen Aspekt, wie in "Habe ich schon gemacht", sondern einen mit Nachdruck bestätigenden Anklang.

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Manchmal auch verwendet als "Ja, aber was zum Teufel geht dich das an?" –  Ingo May 9 at 12:51

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