Es scheint, dass man (in einem nicht-akademischen Kontext) nur kleine Zahlen mit Buchstaben ausschreibt. Wo liegt die Grenze? Hängt es vom Kontext ab?
Ich habe drei Hunde und 24 Spinnen.
|
Die Regel, dass man Zahlen bis zwölf ausschreibt, ist eine alte Buchdruckerregel, die heute zwar nicht mehr gilt, die man aber ruhigen Gewissens als Faustregel weiterhin befolgen kann. Man kann aber auch unproblematisch größere Zahlen ausschreiben, was insbesondere in erzählenden Texten wie Romanen geschieht. Als klassisches Beispiel sei hier der einundelfzigste Geburtstag von Bilbo Beutlin genannt. Hier ist eine gewisse Subjektivität relevant: Die Zahl sollte ausgeschrieben noch einigermaßen übersichtlich sein. Bei Gedichten (oder Musik) wird häufig ausgeschrieben, weil man dann am Text die Silben, die relevant für das Versmaß sind, erkennen kann. Zahlen bis zwölf schreibt man aber mitunter auch als Ziffern, wenn man die Zahl betonen will, zum Beispiel in einem technischen Kontext. Maßangaben werden grundsätzlich als Ziffern geschrieben, sofern als Einheit ein Symbol bzw. eine Abkürzung verwendet wird - bei ausgeschriebenen Maßangaben kann man wiederum ausschreiben (z. B: 2/zwei Euro, aber: 2 EUR). |
|||||||||||||
|
|
Um mich den Vorrednern anzuschließen, die Schreibweise von Zahlen ist insofern vom Kontext abhängig, als dass ihre Schreibweise die Bedeutung stützen soll. Wird eine Zahl also zur Verdeutlichung statistischer oder mathematischer Umstände gebraucht, so ist die Schreibweise als Zahl vorzuziehen. Andernfalls darf freimütig ausgeschrieben werden. Ich verweise auf den entsprechenden Duden-Artikel: http://www.duden.de/sprachratgeber/schreibung-von-zahlen |
|||||||||
|
|
Ich habe zwanzig 5-Euro-Münzen zusammengerollt, und dem Zuhälter damit eine über seine Jacketkronen gezogen.
Die 20 als größere Zahl dürfte verzahlt werden, währed die 5 als kl. Zahl geschrieben werden könnte, aber die Einheit gebietet eher eine Verzifferung der Fünf, so dass die 20 5 schlecht lesbar wäre, was dann dazu führt, dass man die 20 lieber ausschreibt. Notiz am Rande: Da der standardisierte Europäer als Tausender-Trennzeichen den Punkt (18.000,00 €) verwendet, und der Ami und Brite das Komma (20,000.00 $), entwickelte sich als Kompromiß eine Leerstelle als Atlantikübergreifende Konvention: 19 000. Dies bringt aber das neue Problem mit sich, dass man dort einen Zeilenumbruch sich ungewollt einhandeln kann, so man einfache Blanks verwendet. Wenn ich nun von 13 200-Euronoten spreche, so ist oben konstruiertes Problem perfekt. Dreizehn 200-Euronoten dagegen lassen sich gut lesen. Bei 17 500 Noten dieser Stückelung, in Worten: Siebzehntausend-funfhundert 200-Euronoten, wird es langsam lästig, aber da kann man sich ja eine Sekretärin leisten, die 350 Anschläge die Minute schafft. Elf Euro Neunundneunzig ist übrigens weniger als 12, darf aber dennoch als 11,99 Euro geschrieben werden. Die 24 dagegen kann - je nach Kontext - auch als zwo Dutzend paraphrasiert werden. |
|||
|
|
Als Zusatz zu den Antworten von @OregonGhost und @TheBlastOne: In einem eher erzählenden Prosa- oder Gedichtkontext kann es in Ordnung sein, auch größere Zahlen auszuschreiben. Man könnte in einem Gedicht, einem Liedtext oder einem Kinderbuch durchaus folgende Formulierungen antreffen:
oder
oder
allzu komplexe Ausschreibungen wie "dreihundertvierundachtzig", die nicht mehr vernünftig lesbar sind, werden aber nur als spezielles künstlerisches Stilmittel verwendet. Blind ergoogeltes Beispiel:
|
|||||||||||||
|
|
Als Mathematiker schreibe ich Zahlen selten aus. Ich würde
schreiben, da das teilweise Ausschreiben auf mich völlig unlogisch wirkt. In fortlaufendem Text, schreibe ich einzelne Zahlen bis zehn schon mal aus. |
|||||
|
|
In der Schule habe ich gelernt, dass Zahlen bis zwölf auszuschreiben sind, und ab 13 nicht mehr. Anscheinend kontextunabhängig. |
|||||
|
Zahlen!<- ausgeschrieben. :) – user unknown Jun 3 '11 at 1:48