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Es klang zwar in der Frage und in manchen Kommentaren schon an, aber eben auch nicht mehr: zumindest was den Sprachgebrauch der Berliner Politik (und der darüber berichtenden Medien) betrifft, geht das Muster auf Franz Müntefering zurück. Dieser sagte in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" im April 2006 über den damaligen SPD-Vorsitzenden Kurt Beck: ...


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In älterem Deutsch stehen Zeitangaben oft im Genitiv; es ist also keine Ausnahme, sondern altertümlich. Ein anderes Beispiel ist "eines Tages". Der Wechsel auf den Akkusativ erklärt sich vermutlich dadurch, dass der Genitiv in modernem Deutsch generell aus der Mode kommt.


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"Also" war früher gebräuchlich, um ein einfaches "so" nachhaltig zu verstärken.(1) Die Bedeutung von "Na also!" kann man sich heutzutage deswegen besser vorstellen, wenn man es sich als "Na (genau) so!" vorstellt. Es handelt sich also (!) um eine Bestätigung zum vorher bereits Behaupteten.


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Ich habe nie in der Gastronomie gearbeitet, aber die breit gestreuten Google-Treffer inkl. einiger recht "offiziell" aussehender Lehrbücher und Glossare scheinen mir auf einen gängigen Fachbegriff hinzudeuten. Außerhalb dieser Domäne ist mir das Verb in dieser Bedeutung aber noch nirgendwo untergekommen (aber ich bin auch noch nicht überall gewesen). ...


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Die englische Wikipedia liefert noch einen interessanten Verweis: Es gab teilweise getrennte Schlaf- und Aufenthaltszimmer für Kinder, und im "Aufenthaltszimmer" wurde tagsüber gespielt, gegessen und vermutlich auch gelernt/erzogen. Da dieses wohl beheizt war, wäre für die deutsche Sprache – falls es hier auch so war – die "Kinderstube" als analoges Wort zu ...


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Historisch betrachtet gab es die Kinderstube (samt hauseigenem Personal wie Kindermädchen und evtl. Hauslehrern) nur in bessergestellten Familien, in einfachen Familien lebten alle zusammen in einem oder wenigen Räumen. Der Hinweis auf die Kinderstube ist eigentlich/ursprünglich ein Hinweis auf privilegierte Herkunft und die Erwartung, daß Menschen "mit ...


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Grimms Wörterbuch erklärt, "umgehend" habe sich in der Bedeutung "sofort" vom Verb gelöst, und die Herkunft komme von dem Ausdruck "mit umgehender Post": Also mit der zurückgehenden Post, d.h. direkt im Anschluss an den Empfang eines Briefes.


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Der Ausdruck „umgehend“ (sofort, so schnell wie möglich, ohne jede Verzögerung erfolgend) ist eine Verkürzung der Fügung „mit umgehender Post“ im Briefverkehr. (Laut Etymologisches Wörterbuch des Deutschen von dtv stammt die Fügung aus dem 18. Jahrhundert.) Das Verb „umgehen“ bedeutet hier „umkehren“. Wenn man also beispielsweise eine Antwort „mit umgehender ...


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Duden.de listet folgende Bedeutungen für "umgehen" auf: aus dem Weg gehen ausweichen fernhalten vermeiden meiden Hierbei ist das Subjekt der Handlung des Umgehens die Ablenkung / Aufhaltung, die einen von der sofortigkeit einer Reaktion / Handlung abhält. Mein Vater ist ins Spital gebracht worden. Ich reagiere umgehend (fahre zu ihm ins Spital). Ich ...


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Wie @splattne schon richtig geschrieben hat, lautet das Zitat vollständig Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint. Neben Brecht und Tucholsky wird manchmal auch Erich Kästner (1899 - 1974) als Urheber genannt und häufiger Karl Kraus (1874 - 1936). Nirgendwo habe ich aber eine genaue Quellenangabe dazu gefunden. Bei Kästner würde ich ...


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Nur mal kurz meine Gedanken dazu: Wenn ich dich richtig verstehe, das was dich an den Kommentaren und Antworten stört, ist, dass der Zoowärter danach nicht mehr an der Wand klebt und somit ja nicht an die Wand geschmiert wurde. Nun gut, der Vergleich hinkt vielleicht ein wenig, aber wenn du Kreide an die Wand schmierst, bleibt ja auch nicht gleich die ganze ...


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regelrecht - der Regel entsprechend, richtig Es gibt eine ganze Reihe gleichfalls umgangssprachlich verstärkend eingesetzter Wörter mit einer ganz ähnlichen Grundbedeutung: Sie findet dich richtig lieb. Er ist ordentlich erkältet. Das ist echt fies von dir! Wir sind tatsächlich pünktlich gekommen. Allen und auch dem vielleicht etwas vornehmer ...


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Es bedeutet nicht "gleichsam", "gewissermaßen" oder "quasi". Nach dem Eintrag im Duden ist die erste Bedeutung "vorschriftsgemäß", "gemäß der Regel", und die zweite Bedeutung (um die es in der Frage geht) ausgesprochen, buchstäblich, direkt, echt, förmlich, geradezu, im wahrsten Sinne [des Wortes], praktisch, rein, richtig[gehend], wahrhaft, waschecht; ...


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Ich möchte auf den Artikel Fugenlaut in de.wikipedia hinweisen. Die Grenze zwischen Wortbildungselementen wird im Deutschen oft durch Fugenlaute gekennzeichnet, was wohl nicht nur dazu dient die Wortgrenze zu kennzeichnen, sondern auch die Sprechbarkeit zu erleichtern. Neben dem Fugen-s führt Wikipedia noch eine ganze Reihe von Fugenlauten auf, besonders n ...


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Im Seemannsvokabular ist ein Törn vor allem eine Schlaufe im Seil und Grundlage der meisten Knoten. Diese "Umdrehung" des Seils haben die norddeutschen Seefahrer sicherlich dem Englischen oder Holländischen entlehnt. Ein Segeltörn ist meinem Verständnis nach eine Bootsfahrt, bei der man wieder in den selben Hafen zurückkehrt, also eine "Runde gedreht" hat. ...


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Der erste Teil eines Kompositums kann im Deutschen morphologisch in diverse Fälle und Numeri gesetzt werden, ohne dass dies eine inhaltliche Auswirkung zu haben braucht. Es gibt keine einheitlichen Regeln was gewählt wird. Das wichtigste scheint mir zu sein, dass sich das Resultat flüssig aussprechen lässt, aber auch das gilt nicht immer. Ein paar ...


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Da die Beispiele bereits in Kommentaren genannt wurden versuche ich mich nun an einer Erklärung: Während bei den Wörtern Kern und Raum der Plural jeweils ein e am Ende hat: Kerne, Räume - haben der Plural von Partei und auch Person ein en am Ende: Parteien, Personen.


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Many German last names come from job descriptions (e.g., Müller (miller) or Becker (baker)) or locations (i.e., +er).


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Um das Ganze von einer anderen Perspektive aufzuziehen: Sprechen wird [ʃpʀɛçn̩] gesprochen. Der Laut, um den es hier geht, ist also das kurze [ɛ]. § 1 der offiziellen Rechtschreibregeln ordnet diesen Laut dem Buchstaben e zu. § 13 besagt dann: Für kurzes [ɛ] schreibt man ä statt e, wenn es eine Grundform mit a gibt. Zwar wird nicht genau definiert, ...


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Man könnte sagen, wir sprechen ein e und kein ä, also ist es logisch auch e zu schreiben. So war es zumindest bis zu Rechtsschreibreform, bei der einige e-Schreibungen zu ä wurden. Ob das eine Vereinfachung oder Unsinn ist, sollte jeder für sich selbst beantworten. "sprächen" ist außerdem die Konjunktivform zu "sprachen". Könnte sein, daß eine Schreibung ...


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Es handelt sich dabei nicht um eine Ausnahme, vielmehr sind die beiden Phänomene Umlaut und Ablaut voneinander zu unterscheiden. Ablaut ist ein sehr altes Phänomen und wird schon seit indogermanischer Zeit benutzt, um Wörter und Wortformen voneinander abzuleiten. Das Standardbeispiel für den Ablaut ist die Konjugation starker Verben in Präsens, Präteritum ...


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Das Adverb heuer bedeutet "dieses Jahr / in diesem Jahr". Zur Herkunft schreibt der Duden mittelhochdeutsch hiure, althochdeutsch hiuru, zusammengezogen aus: hiu jāru = in diesem Jahr (Vergleiche mittelhochdeutsch hiute, althochdeutsch hiut(u), zusammengezogen aus: hiu tagu = an diesem Tage für heute) Der Duden beschreibt die Verbreitung des ...


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I believe this refers to the cast (Gips) and splints (Schienen) increasing your volume in such a manner that no jacket size can cope with it.


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I'd interpret it along the lines of Walter Tross's comment and say it means to beat them up so that the swelling makes them too big to fit in their jackets. Maybe even break their arms - casts and most jacekts don't go together well. If you google the phrase, you invariably end up with a reference to Dickel's statement, so I guess it is a very regional ...


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It’s an uncommon expression for beating somebody up very hard; but I didn’t hear it before, either. (I’m from Bavaria.)



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