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Die Wendung "ich sage" ist hier ein rhetorisches Stilmittel, um stark zu betonen und die eigene Meinung auszudrücken. Beide Bedeutungen, die Du nennst, treffen also zu. Auch drückt "ich sage" aus, das andere möglicherweise das anders sehen, und die Rednerin den Zuhörern nahelegt, daß sie und nicht diese anderen recht hat.


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Je nach Kontext geht vielleicht noch "aktuell", aber wenn's wirklich kein bisschen gebildet klingen darf - "derzeitig" hat schon Abitur - würde man einen Nebensatz nehmen. Ich mag das Büro, wo ich grad arbeite.


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derzeitig ist überhaupt nicht zu formell. Ich würde es nicht einmal als formell einstufen, wobei viele wahrscheinlich zu einer Umschreibung mit "jetzt" oder "gerade" greifen würden, wie zB in Das Büro, in dem ich jetzt bin, gefällt mir sehr. Mit jetzig sieht es ähnlich aus (wäre übringens meine Wahl) und "aktuell" ist lediglich ein ...


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Die eigene Entwicklung aus der Betrachterperspektive wahrzunehmen, drückt man völlig legitim mit "an sich (selbst) erleben" aus. Das beschreibt den beobachteten Verlauf der eigenen Veränderung. Es wird damit indirekt auf einen bisher eher unbewusst passierten Vorgang hingewiesen, der einem erst jetzt oder nur gelegentlich bewusst wird. Im Englischen würde ...


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Der Grund für den Irrealis ist, dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass jemand, der sich eine politischere Jugend wünscht, überhaupt jemanden kritisieren möchte. Es wird gewissermaßen die hypothetische Situation behandelt, dass jemand sich eine politischere Jugend wünscht und deswegen jemanden kritisieren möchte. Über diesen hypothetischen Fall sagt ...


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Der Autor nimmt nicht an (kann nicht annehmen!), dass jemand, "der sich eine politischere Jugend wünscht", in jedem Fall auch Kritik an der Bundeskanzlerin oder an der Jugend üben wird. Er will zum Ausdruck bringen, an wen die Kritik gerichtet sein müsste, wenn sie denn geäußert wird, aber er weiß nicht, ob sie geäußert wird. Deshalb der Konjunktiv. Man kann ...


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Der Konjunktiv kann hier schon angebracht sein, und zwar weil eben niemand die Bundeskanzlerin (für ihre mangelhafte Jugendarbeit?) kritisiert, sondern die Jugend wegen ihres politischen Desinteresses kritisiert wird. Ohne Konjunktiv geht das zwar auch, in dieser Form bringt aber der Schreiber deutlicher zum Ausdruck, dass er es für unwahrscheinlich hält, ...


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Das Wort „worauf“ kann verschiedene Bedeutungen haben. In Duden Band 10 – Bedeutungswörterbuch findet man die folgende Auflistung: worauf <Pronominaladverb>: <interrogativ> a) auf welche Sache?: worauf kommt es hier an? sinnv.: auf was. b) auf welcher Sache?: worauf liegst du? sinnv.: auf was. <relativisch> a) ...


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Bei "zufrieden" ist ein Erwartungswert ausreichend erfüllt. "Froh" bedeutete früher "positiv gestimmt" (siehe: 'Lasst uns froh und munter sein', 'frohgemut' oder 'Frohsinn'), ist in dieser Bedeutung aber veraltet; es bedeutet heute viel eher bewusste Freude über erhaschtes Glück. "Glücklich" ist ein allgemeiner Zustand starker positiver Gefühle. ...


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Wenn man es ganz genau nimmt, steht in diesem Duden-Eintrag: Wendungen, Redensarten, Sprichwörter jemandem etwas zugutehalten (gehoben: etwas zu jemandes Entschuldigung berücksichtigen: man muss ihm seine Unerfahrenheit zugutehalten) sich <Dativ> etwas auf etwas zugutehalten (gehoben: auf etwas stolz sein; sich etwas auf etwas einbilden: ...


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In die / zur Schule bezieht sich eher auf die tatsächliche Handlung: Tasche packen und los... In die / auf die Schule bezieht sich auf die Zugehörigkeit zur Schule, welche Schule er regelmäßig besucht, wo er angemeldet ist. Konstruiertes Beispiel (nicht besonders schön): Ich gehe auf die Karl-Maier-Schule, aber montags in der 6. Stunde gehen wir zur ...


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In Duden – Das Stilwörterbuch werden die entsprechenden Formulierungen mit „in“ und „auf“ gleichwertig nebeneinander genannt: in/auf die höhere Schule gehen seine Kinder in/auf eine exklusive Schule schicken


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Den Unterschied zwischen "zufrieden" (am ehesten: "content, satisfied") und "froh" (am ehesten: "glad") hast Du gut wiedergegeben. Die Beschreibung von "glücklich" stimmt aber nicht ganz. Es gibt einen Unterschied zwischen "glücklich sein" und "Glück haben". Deine Interpretation entspricht mehr der Form "Glück haben". Ich versuche einmal, das hier an zwei ...


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Standardsprachlich werden die mit da zusammengesetzten Pronominaladverbien nicht durch andere Wörter voneinander getrennt. Die Trennung kommt allerdings umgangssprachlich, insbesondere in Norddeutschland, vor: da ist doch nichts bei da bin ich nicht für da hab ich was gegen ach, da kommt das her! da habe ich nicht mit gerechnet da richtet er ...


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(a) ist meines Wissens nach 100%ig korrekt und kann auch in der Schriftsprache verwendet werden. (b) hingegen wird rein umgangssprachlich gebraucht und klingt unsauber. Es ist durchaus weit verbreitet und ich würde darüber auch nicht stolpern, aber wenn ich mich bemühen würde, klar und deutlich zu sprechen (Vortrag, etc.), würde ich es wahrscheinlich nicht ...


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Ich liebe dich serious, true love (husband to wife, boyfriend to girlfriend), also used in strongly connected families Ich hab dich lieb Medium, not too definitive love or strong, but not yet too settled and meaningful connection, also amongst family members Ich mag dich / Ich hab dich gern good friendship, amongst closer relatives, ...


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Actually this is a pretty interesting question. I think I would say "Ich mag dich" to a friend as "Ich habe dich gern" would sound a little odd, where I come from (Austria), the latter one is used more frequently for expressing love.


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Du hast Recht – beide Formen sind richtig. Die Variante mit "der" betont aber das Subjekt stärker, und da sie am Ende des Abschnitts eingesetzt wird, ergibt das eine (gewollte) Steigerung für die ganze Gedankenkette. Würde man auch an der ersten Stelle schon "der wurde" schreiben, entfiele diese Steigerung. Außerdem würde man die Wiederholung der gleichen ...


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In diesem Fall dient das Wort „so“ hauptsächlich der Betonung oder Intensivierung. so ein schönes Lied! (das ist wirklich ein sehr schönes Lied) so ein Pech! (das ist wirklich ein großes Pech) so ein Zufall! (das ist wirklich ein großer Zufall) die Frau, die so vieles bestimmt (die Frau, die wirklich sehr viel bestimmt) Im Gegensatz zu einigen ...


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Ja, in diesem Fall ist "vieles" ein Indefinitpronomen (hier in der Funktion eines direkten Objekts). Es bedeutet, dass Angie viele verschiedene Sachen bestimmt. Das "so" wirkt verstärkend. "So viel" wird oft synonym verwendet, kann aber genaugenommen auch als Adverb verstanden werden (zB dass sie oft bestimmt). Bei substantivisch gebrauchten Adjektiven ...


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As I understand it, there are two common uses of "allerdings" 1) It can be used in as a pointed confirmatory exclamation similar to the use of "of course" "indeed" or "certainly" in English. According to native German speakers I have conversed with, "allerdings" is employed most frequentely, though not exclusively, to convey a negative sentiment. “Das ...


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Generell gilt: Sehr bemisst die Intensität. Englisch: very. Viel bemisst die Menge. Englisch: much. Viele/vieler/vieles bemessen die Anzahl. Englisch: many. Daraus folgt, dass man in vielen Fällen sowieso nur eines der beiden nutzen kann, zum Beispiel: Ich habe zu viel gegessen. Es ist zu viel passiert (als dass ich Dir alles erzählen könnte). ...


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It also depends on the location you are in. In South Germany, they say gradeaus, but in the north, they say greadeaus.


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There's a difference in meaning. "viel zu früh" is just a stronger version of "zu früh" (too early). There is a clear threshold defining what level of "early" is still acceptable. "viel zu früh" is far beyond that. Im 7 ist zu früh.Um 5 ist viel zu früh. "Allzu früh" usually doesn't imply such a threshold, and it is not necessarily expressing that ...


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The standard expression is viel zu früh. Allzu is not technically wrong, but definitely outdated / poetic. Also, it only really works in general expressions: Allzu früh verschied der Dichter ... the poet died far too early In a normal sentence it would sound incredibly stilted: Wir kamen viel zu früh (not: allzu früh) zur Party.


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Nein, das ist nur ein stilistischer Unterschied. Die Konstruktion ohne Wiederholung des Artikels ist wahrscheinlich sogar häufiger, jedenfalls aber nicht falsch.


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"Kehren" and "fegen" both refer to "sweep" although they have somewhat different connotations. "Kehren" means "to turn around," which is something that you do when you are "sweeping." But I've also seen kehren used in other contexts, such as "dancing." "Fegen has more of the connotation of "cleaning." Sweeping is one form of cleaning, specifically of ...


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"ff" means "[und] folgende", usually in references to pages, when you want to say "don't just look at that page but also a few pages after that": "Seite 300ff" can be pages 300 to 305. Without knowing the whole article, I would assume "Männer" refers to another section in that article (titled "Männer"), and "Männer ff" refers to that section and the next ...


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There's no difference whatsoever. Vorhersagen is a little more common than voraussagen, not least because the weather forecast is usually Wettervorhersage. It's possible that there are further common collocations, but I wouldn't come up with any off the top of my head.


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"voraussagen" is forecasting. A forecast tries to predict the future by extrapolating current data. "vorhersagen" is foretelling. Foretelling means telling someone the future without having clear data, or otherwise having obtained information by somewhat "occult" means. Basically the difference between "voraussagen" and "vorhersagen", is the difference ...


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"Voraussagen" is a little bit more metaphysical than "vorhersagen". Similar to "prophecy" vs "prediction". You would "voraussagen" the future but you would "vorhersagen" the weather.



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