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location Kassel, Germany
age 61
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seen Oct 9 at 13:03

Bin hier in German-Stackexchange als Liebhaber der feinen Nuancen in der deutschen Sprache. Ursprünglich extrem angeregt durch Karl Kraus, den ich als Sprachvirtuosen empfunden habe, bin ich vor allem über ihn zu anderen Autoren gekommen. Ich habe selbst kleine "literarische" Texte geschrieben und dabei die Bedeutung der genauen Überlegung, was ein Wort, was eine Wortkombination sagt - und assoziiert - kennengelernt: manchmal denke ich, daß ein Wort ungrammatikalisch sein kann wenn dadurch eine besondere Bedeutung, ein besonderer Fokus gesetzt werden kann.

Mal sehen, was/wem ich hier so begegnen werde...


Oct
4
comment Translation of “Let me tell you”
Oder möglicherweise einfach das aktuelle "ich sach mal".
Oct
4
comment Woher versus Woraus?
Ich kenne aus dem Münsterland noch so ein "ich komm von Auckland her". An der Küste dürfte man beides kennen: "Ich komme vom Meer her" und "ich komme aus dem Meer" (heraus).
Aug
20
comment Monk recommends: knock down women on sight
For me, "the first thing [I] normally think" (in the german sentence) was the meaning of "to look down". And I find this quite "normally"... What's going on in this country?
Dec
9
comment Difference between “weil” and “denn”
I second @em: if we have answers, which propose that two different expressions "are equal" and others, which try to work out the difference, then I like more the second. Why? The first type of answers reduce the expressivity of language down to a language taken automatically from a dictionary, while the second type tries to make aware, that there is a lot of things we want to express in an individual way - and historically we have a richness of expressivity because of the need of many speakers, writers, poets to make fine distinguishions and tones.
Oct
17
comment Unterschied “sich in unsere/unserer Zeitung einzubringen”
Für mich erscheint beides möglich. Ich würde sogar Schlüsse aus der je gewählten Version darauf ziehen, wie -möglicherweise- solch ein Engagement gesehen wird - für mich durchaus ein (feines) stilistisches Merkmal bezüglich des Selbstverständnisses dieser Zeitung/dieses Werbers ... (Ok, gerade noch rechtzeitig zum Nach-editieren fällt mir auf, daß Du das ja im Prinzip auch sagst: daß ein Unterschied existiert, sorry...)
Oct
2
comment How separate are “durchfallen” and “der Durchfall”?
what about the "durchfallquote"? - dependend on marks in a contest or on bacterias in different vegetables?
Sep
29
comment “Telefon” verhält sich zu “telefonisch” wie “E-Mail” zu …?
Schätze, dass man bezüglich email-Verkehr erst etwas finden muß, was beim telfonischen Kontakt dem "Telefon" entspricht. Das wäre dann eher der "Mailreader" oder z.B. "Thunderbird". Und dann wird's imho einfacher; man hätte dann passend "mailreaderisch", "thunderbirdisch" oder so. Ich könnte mir als (z.Zt. best) passendes Adjektiv auch "online" oder "digital" neben den schon genannten "elektronisch" (oder "elektrisch", wenn man einen Hauch von Ironie erlaubt) vorstellen.
Sep
27
comment When to use “spendieren” rather than “spenden”?
(cont) Umgekehrt kann man das auch mit dem RAM finden. Man würde erwarten "Ich muß jährlich meinem Rechner 1 GB RAM mehr spendieren" weil man diese lockere Sprechweise "so kennt". Wenn einer das mit spenden ausdrückt:"Ich muß jährlich meinem Rechner 1 GB RAM mehr spenden" - dann lese ich da eher heraus, daß er außerdem 'rüberbringen will, daß es ihn nicht leicht fällt. (Aber das ist hier völlig subjektives Stilempfinden)
Sep
27
comment When to use “spendieren” rather than “spenden”?
Ich glaube fast, der Unterschied zwischen den Wörten intendiert eher den Unterschied der Situation beim Spender/Spendierer. Es induziert ein anderes Bild wenn ich schreibe "Der Milliardär Bill Gates spendete der Welthungerhilfe 50 Millionen" als wenn ich schreibe: "Der Milliardär Bill Gates spendierte der Welthungerhilfe 50 Millionen" - das zweite drückt eher eine Art Amüsiertheit beim edlen Spender aus... (cont)
Jul
13
comment Füllwort “traun” - Wo kommt das Wort her und was bedeutet es genau?
Ja, das klingt alles sehr gut. Herzlichen Dank. Ich mache mal das "akzeptieren-Häkchen
Jul
13
comment Füllwort “traun” - Wo kommt das Wort her und was bedeutet es genau?
Ah, danke! Das liest sich überzeugend. In den heutigen Sprachgebrauch übertragen also z.B. "Echt!(...)" oder so...
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
(...cont...) Aber mir scheint, das geht wohl etwas zu weit für german.stackexchange. Vielleicht kommt noch etwas überzeugendes, was ich bisher simpel übersehen habe, ansonsten müßte ich wohl eine von den vorhandenen Antworten auf "akzeptiert" setzen...
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
Hmm, "pathologisieren" hatte ich ja schon angesprochen. Nochmal kurz zur "Über-diagnostik". Vielleicht wird mein Einwand hierzu klarer wenn man sich die gelegentliche Situation ausmalt, wie die junge Mama/der junge Papa das Baby im Arm hat und bei einem ihnen neuen Ereignis nach dem Arzt/nach der Schwester suchen - und die Oma ihnen erklärt, daß es ganz normal für Babies ist, nach dem Essen ein Bäuerchen herauszulassen. Hier -so meine ich- ist nicht mehr oder weniger medizinische Diagnostik angebracht, sondern ich finde "Diagnose"-Denken hier als unangebracht: "als solches". (...cont...)
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
@Em1 : nicht schlecht, habe ich mittlerweile auch schon erwogen. Was mir daran gefällt ist, daß es den geistigen Habitus, der als Grundlage des kritisierten Denkens/Redens/Handelns angenommen werden kann, in den Blick nimmt, was mir selbst und meinen Intentionen auch eher entspricht. Aber hier geht es noch ein bißchen weiter - für mich schwingt da noch so etwas wie ein "sich-ausliefern an Über-ich-mäßige Autoritäten" (also den allgegenwärtigen $Arzt/Iatros oder überhaupt den medizinisch-technischen Diskurs) - aber diese Diskussion führte jetzt wohl zu weit weg...
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
Hi @Em1, alles im grünen Bereich, danke für die Mühe. Ich hab auch noch ein bißchen gebürstet. Immerhin scheine ich durch diese Nacharbeiten der Sache sprachlich ein bißchen näher zu kommen...
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
Nein, das wäre nicht das worauf ich hinaus will. Ich möchte einen Ausdruck, um die Geneigtheit dazu zu bezeichnen, jemanden eine (offizielle) Krankheitsdiagnose anzuheften wogegen man mit Alltagsbegriffen/Alltagsvorstellungen noch auskommen könnte/sollte. Nicht eine Überdiagnostizierung meine ich, sondern die Bereitschaft, sich überhaupt schon in das Gebiet der Krankheitenklassifizierung ("Diagnosen stellen") zu begeben während ein Opponent (hier also ich) der Meinung ist, daß das als solches noch gar nicht angemessen ist.
May
3
comment Analogon zu “hospitalisieren”
au wei :). Ok, ich sehe zu, den Text leserlicher zu machen. Je weniger bei einer Frage mein Gedanke bereits sortiert ist, desto schlechter/verworrener auch mein schriftlicher Ausdruck...- sorry....
Jun
8
comment Wie nennt man eine Person, mit der man häufiger mal Sex (eine Romanze) hat?
@Felix: "Gespielin" (w) - männliche Version fehlt; "G'spusi" - geschlechtsneutral. War sehr lange zurück nicht "Buhle" das betreffende Wort (bis es qua Kirche negativ und dann unmöglich geworden war). Vielleict könnte man "Lustfreund/in" erfinden?