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Und natürlich darf dieses berühmte Beispiel nicht fehlen (Hier erscheinen die Besitzverhältnisse innerhalb eines Gleichsetzungsnominativ):

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.
Std 1: Der Dativ ist des Genitivs Tod.
Std 2: Der Dativ ist der Tod des Genitivs.

Wie hinlänglich bekannt gibt es zwei Arten den Genitiv zu bilden, und die Variante, die in der Standardsprache deutlich häufiger verwendet wird ist jene, die ich als »Std 2« bezeichnet habe. Man sieht aber auch, das die Dativ-Version eher mit der seltener verwendeten Standard-Version (die ich mit »Std 1« bezeichnet habe) verwandt ist.

Wie hinlänglich bekannt gibt es zwei Arten den Genitiv zu bilden, und die Variante, die in der Standardsprache deutlich häufiger verwendet wird ist jene, die ich als »Std 2« bezeichnet habe. Man sieht aber auch, das die Dativ-Version eher mit der seltener verwendeten Standard-Version (die ich mit »Std 1« bezeichnet habe) verwandt ist.

Und natürlich darf dieses berühmte Beispiel nicht fehlen (Hier erscheinen die Besitzverhältnisse innerhalb eines Gleichsetzungsnominativ):

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.
Std 1: Der Dativ ist des Genitivs Tod.
Std 2: Der Dativ ist der Tod des Genitivs.

Wie hinlänglich bekannt gibt es zwei Arten den Genitiv zu bilden, und die Variante, die in der Standardsprache deutlich häufiger verwendet wird ist jene, die ich als »Std 2« bezeichnet habe. Man sieht aber auch, das die Dativ-Version eher mit der seltener verwendeten Standard-Version (die ich mit »Std 1« bezeichnet habe) verwandt ist.

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Der Dialekt jener Region in der ich aufgewachsen bin (Graz; Eltern aus der Oststeiermark), enthält keinen Genitiv, und das trifft auf viele Dialekte anderer Regionen ebenfalls zu. (Ich weiß leider nicht, wie weit verbreitet genitivlose Dialekte im deutschen Sprachraum verbreitet sind.)

Deutsch war und ist in Wahrheit ein Kontinuum aus fast ebensovielen Dialekten wie es Sprecher gibt. (Das ist natürlich übertrieben, kommt der Sache aber trotzdem näher als zu behaupten alle Deutschsprechenden würden genau dieselbe Sprache sprechen). Von einem Kontinuum spricht man deswegen, weil sich geographisch nahe beieinander lebende Menschen sehr gut miteinander verständigen können, während z.B. Menschen aus benachbarten AltentälernAlpentälern manchmal schon Probleme haben, einander zu verstehen.

Der Dialekt jener Region in der ich aufgewachsen bin (Graz; Eltern aus der Oststeiermark), enthält keinen Genitiv, und das trifft auf viele Dialekte anderer Regionen ebenfalls zu. (Ich weiß leider nicht, wie weit verbreitet genitivlose Dialekte im deutschen Sprachraum verbreitet sind.)

Deutsch war und ist in Wahrheit ein Kontinuum aus fast ebensovielen Dialekten wie es Sprecher gibt. (Das ist natürlich übertrieben, kommt der Sache aber trotzdem näher als zu behaupten alle Deutschsprechenden würden genau dieselbe Sprache sprechen). Von einem Kontinuum spricht man deswegen, weil sich geographisch nahe beieinander lebende Menschen sehr gut miteinander verständigen können, während z.B. Menschen aus benachbarten Altentälern manchmal schon Probleme haben, einander zu verstehen.

Der Dialekt jener Region in der ich aufgewachsen bin (Graz; Eltern aus der Oststeiermark), enthält keinen Genitiv, und das trifft auf viele Dialekte anderer Regionen ebenfalls zu. (Ich weiß leider nicht, wie weit verbreitet genitivlose Dialekte im deutschen Sprachraum sind.)

Deutsch war und ist in Wahrheit ein Kontinuum aus fast ebensovielen Dialekten wie es Sprecher gibt. (Das ist natürlich übertrieben, kommt der Sache aber trotzdem näher als zu behaupten alle Deutschsprechenden würden genau dieselbe Sprache sprechen). Von einem Kontinuum spricht man deswegen, weil sich geographisch nahe beieinander lebende Menschen sehr gut miteinander verständigen können, während z.B. Menschen aus benachbarten Alpentälern manchmal schon Probleme haben, einander zu verstehen.

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Der Dialekt jener Region in der ich aufgewachsen bin (Graz; Eltern aus der Oststeiermark), enthält keinen Genitiv, und das trifft auf viele Dialekte anderer Regionen ebenfalls zu. (Ich weiß leider nicht, wie weit verbreitet genitivlose Dialekte im deutschen Sprachraum verbreitet sind.)

Trotzdem braucht man auch in diesen Dialekten eine Möglichkeit, Besitzverhältnisse sprachlich auszudrücken. Und zumindest in jenen genitivlosen Varianten der deutschen Sprache die ich kenne, wird das wie folgt gemacht:

Der Besitzer wird im Dativ verwendet, und mit einem Possesivpronomen mit der besessenen Sache verbunden:

Meinem Vater sein Auto ist rot.
Standard 1: Meines Vaters Auto ist rot.
Std 2: Das Auto meines Vaters ist rot.

Dem Kalb sein Fell glänzt.
Std 1: Des Kalbs Fell glänzt.
Std 2: Das Fell des Kalbes glänzt.

Der Schwester ihr Kleid hat Falten.
Std 1: Der Schwester Kleid hat Falten.
Std 2: Das Kleid der Schwester hat Falten.

Der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass natürlich im Dialekt andere Vokabel verwendet werden. Z.B. erstes Beispiel, wie man es in der Oststeiermark tatsächlich verwenden würde:

Mein Foda sei Auto is rot.

Das waren jetzt Beispiele in denen der Genitiv als Teil einer Nominalgruppe auftritt, die wiederum das Subjekt des Satzes ist.

Aber es geht auch anders:

Ich sehe dem Vater sein Auto.
Std 1: Ich sehe meines Vaters Auto.
Std 2: Ich sehe das Auto meines Vaters.

Das Kleid gehört dem Lehrer seiner Schwester.
Std 1: Das Kleid gehört des Lehrers Schwester.
Std 2: Das Kleid gehört der Schwester des Lehrers.

Wie hinlänglich bekannt gibt es zwei Arten den Genitiv zu bilden, und die Variante, die in der Standardsprache deutlich häufiger verwendet wird ist jene, die ich als »Std 2« bezeichnet habe. Man sieht aber auch, das die Dativ-Version eher mit der seltener verwendeten Standard-Version (die ich mit »Std 1« bezeichnet habe) verwandt ist.


Kommen wird zu dem Satz aus der Frage:

Dem Autor seine Realität ist verzerrt.

Hier tritt der Autor innerhalb jener Nominalgruppe auf, die des Satzes Subjekt ist. Daher muss er auch in der standarddeutschen Version irgendwo im Subjekt auftreten, und das geht nur im Genitiv, wofür es zwei Möglichkeiten gibt:

a) Des Autors Realität ist verzerrt.
b) Die Realität des Autors ist verzerrt.

Wenn der Autor aber schon in einem vorausgehendem Satz genannt wurde, also schon im Kontext existiert, kann man auf ihn durch ein maskulines Possessivpronomen der 3. Person Singular, also »sein« verweisen:

(Der Autor wird erwähnt.) Seine Realität ist verzerrt.

Diese Konstruktion hat aber nichts mit dem oben beschriebenen besitzanzeigenden Dativ zu tun.


Addendum:

Deutsch ist eine plurizentrische Sprache, das heißt, dass es kein einheitliches Deutsch gibt. Es gab auch in der Vergangenheit noch nie ein einheitliches Deutsch.

Deutsch war und ist in Wahrheit ein Kontinuum aus fast ebensovielen Dialekten wie es Sprecher gibt. (Das ist natürlich übertrieben, kommt der Sache aber trotzdem näher als zu behaupten alle Deutschsprechenden würden genau dieselbe Sprache sprechen). Von einem Kontinuum spricht man deswegen, weil sich geographisch nahe beieinander lebende Menschen sehr gut miteinander verständigen können, während z.B. Menschen aus benachbarten Altentälern manchmal schon Probleme haben, einander zu verstehen.

Daher gibt es schon seit Jahrhunderten immer wieder Versuche, ein einheitliches Deutsch zu schaffen, doch will ich hier nicht alle derartigen Unternehmungen aufzählen. Der bei weitem erfolgreichste Versuch ist ein unabsichtlicher Versuch, und er läuft gerade jetzt: Es handelt sich um Kabel- und Satelitenfernsehen in Kombination mit ausgebildeten Sprechern (Schauspieler und Nachrichtensprecher), die ein einheitliches Deutsch über den gesamten deutschen Sprachraum (Deutschland, Österreich, Schweiz und angrenzende deutschsprachige Gebiete) verteilen.

Aber dieser Versuch ist noch lange nicht zu Ende. Es wird noch zwei oder drei Generationen dauern, bis die Menschen zuhause, am Arbeitsplatz und abends in der Kneipe wirklich so sprechen, wie sie es in den Medien hören. Und solange das nicht der Fall ist, wird es weiterhin sowohl im Wortschatz als auch in der Grammatik zum Teil erhebliche Abweichungen geben, und auch die Standardsprache wird sich noch weiter verändern.