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Als Besitzer eines Umlauts (ü) im Namen lernt man recht schnell, dass dieses auf Dokumenten oder in Computersoftware oder auch nur im Kreuzworträtsel in ein ue gewandelt wird, gleichermaßen mit äund ö.

Nun ist mir bei einer finnisch-schwedischen Firma aufgefallen, dass der Username nicht auf diese Weise umgesetzt wurde, sondern einfach durch Weglassen der Punkte, also aus dem ü wurde ein u. Auf interessierte Nachfrage wurde mir gesagt, dass bei z.B. den schwedischen Usern dies genauso gemacht würde, also aus z.B. einem å ein a wird oder bei z.B. französischen Usern die Akzente entfernt würden.

War das einfach zufällig eine Sitte dieser Firma oder haben wir im Deutschen mit der Umschreibung mittels e eine Besonderheit bei den Nicht-Standard-Latein-Zeichen?

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    Diese Frage ist m. E. off-topic, da sie keiner Kenntnisse über die deutsche Sprache bedarf, sodern über andere Sprachen. – Wrzlprmft Sep 9 '14 at 22:36
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    (Vermutlich wäre die Frage aber gut auf Linguistics aufgehoben. Die Geschichte dieser Praxis im Deutschen hingegen wäre eine Frage für diese Seite.) Die Dekorationen von Standardbuchstaben nennt man übrigens diakritische Zeichen. – Wrzlprmft Sep 9 '14 at 22:38
  • Das Finnische verwendet doch gar kein "ü"? Dieses Weglassen der Dekoration ändert doch aber den Laut, damit das Wort und ggf. dessen Bedeutung. Von Vokalharmonie ganz zu schweigen ;) Davon abgesehen ist m.E. die Umschreibung mit dem "e", wie wir sie heute verwenden, der eigentliche historische Ursprung der Umlautpunkte. – Ghanima Sep 9 '14 at 23:39
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    Englische Wikipedia: In the Nordic countries, the vowel sound [æ] was originally written as "Æ" when Christianisation caused the former Vikings to replace the Runic alphabet with the Latin alphabet around A.D. 1100. The letter Ä arose in German and later in Swedish from originally writing the E in AE on top of the A, which with time became simplified as two dots. In the Icelandic, Faroese, Danish and Norwegian alphabets, "Æ" is still used instead of Ä. – user6191 Sep 10 '14 at 1:54
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    This question appears to be off-topic because it is about writing conventions of different languages. – user6191 Sep 10 '14 at 3:38
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Die Umschreibung mittels e ist eine Besonderheit. Tatsächlich sind ä, ö und ü völlig eigenständige Buchstaben. Sie entstanden früher aus den Digraphen ae, oe und ue, indem

  1. das e in gebrochener Schreibschrift geschrieben wurde

  2. das e diakritisch über den vorausgehenden Vokal geschrieben wurde

  3. das Gebrochene-Schreibschrift-e unsauber geschrieben wurde, sodass nur die vertikalen Striche übrig bleiben
  4. diese vertikalen Strich zu Punkten verkürzt wurden.

Da sie aber deutlich unterschiedliche Grapheme und Phoneme haben und bedeutungsrelevant sind, sind es von den Vokalen a, o und u unabhängige Buchstaben.

Es gibt also keinerlei Rechtfertigung, in nicht-EDV-Kontexten, also z. B. gedruckten Lexika, Telefonbüchern oder reinen Versalientexten die Umwandlung vorzunehmen. Eine Umwandlung äa, öo, üu wäre allerdings genauso ungerechtfertigt.

In EDV-Kontexten ist eine Umwandlung dann gerechtfertigt, wenn ein Text ASCII-kompatibel sein soll. In solchen Fällen sind aber auch wieder beide Umwandlungen nicht angebracht, weil sie nicht injektiv sind. Eine Umwandlung gemäß Unicode-Codepoints wie äu+00c4 wäre in den meisten Fällen angebrachter.

  • Das beantwortet irgendwie eine andere Frage als gestellt (aber anscheinend ist sich der Fragesteller selbst unsicher, was er eigentlich möchte). Außerdem solltest Du Sütterlin durch gebrochene Schreibschrift ersetzen, denn als die Sütterlin 1911 entstand, waren die Umlaute schon längst entstanden. – Wrzlprmft Sep 10 '14 at 14:22
  • @Wrzlprmft: Interessant, dass ich nicht sicher bin, was ich will ;-) – Alexander Rühl Sep 10 '14 at 17:58
  • Das Argument mit den eigenständigen Buchstaben ist in meinen Augen ein gutes, da es erklärt, warum wir nicht einfach die Punkte weglassen können. Interessant wäre noch, ob das eben für diakritische Zeichen anderer Sprachen auch gilt oder sie hier z.B. eher eine Ausschmückung oder Präzisierung darstellen, die man auch weglassen könnte - womit wiederum meine Frage beantwortet wäre, ob unsere Umlaute hier anders positioniert sind. – Alexander Rühl Sep 10 '14 at 18:00
  • @Geziefer Ich habe die Frage ausschließlich aus Sicht der deutschen Sprache beantwortet. Bezüglich anderer Sprachen müsstest do woanders fragen. – Toscho Sep 11 '14 at 10:53

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