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Glücklich, wieder Fußball spielen zu können!

Ich freue mich, heute hier sprechen zu dürfen.

Je länger man es schafft, die Figur rennen zu lassen, desto mehr Punkte erhält man.

Die Form mit zu und nur einem Infinitiv kenne ich schon. Die Bedeutungen dieser Sätze sind mir klar, aber ich kann keine Erklärung dazu finden. Ich habe festgestellt, dass das zweite Verb nach zu immer ein Modalverb oder lassen ist. Wie heißt diese Form und wo kann ich weitere Information finden?

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    Diese "Form" hat keine besonderen Namen. Man kann ja Sätze bilden wie "Ich kann spielen." (Modalverb+Infinitiv) und "Ich bin glücklich, wieder Fußball zu spielen." (zu+Infinitiv). Der Satz "Ich bin glücklich, wieder Fußball spielen zu können." kombiniert einfach nur beide Konstruktionen, spielen zu können ist aber keine eigene besondere Form. – Chris Oct 3 '14 at 20:47
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    Es wäre schön, dieser Kommentar als Antwort zu haben! – Ubik Oct 6 '14 at 6:41
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Diese Form hat meines Wissens keinen besonderen Namen.

Es gibt die Konstruktion Modalverb + Infinitiv, mit der man Sätze bildet wie:

Ich kann spielen.

In die Figur rennen zu lassen liegt kein Modalverb(+Infinitiv) im konventionellen Sinne vor. "lassen" verlangt eine ähnliche Konstruktion, die AcI (accusativus cum infinitivo) genannt wird. Das spielt für alles Weitere aber keine Rolle.

Und es gibt die Konstruktion "zu" + Infinitiv wie in der Infinitivgruppe im folgenden Satz:

Ich bin glücklich, wieder Fußball zu spielen.

Dabei rückt der Infinitiv des vormals finiten Verbs (Ich spiele.) ans Ende der Infinitivgruppe.

Der Satz

Ich bin glücklich, wieder Fußball spielen zu können.

kombiniert einfach nur die beiden Konstruktionen Modalverb + Infinitiv und "zu" + Infinitiv. Im Satz Ich kann spielen ist können das finite Verb, deshalb rückt es in der Infinitivgruppe ans Ende (spielen zu können).


Es gibt auch Verben, die vor einem Infinitiv ein zu verlangen; ein Beispielsatz für solch ein Verb + "zu" + Infinitiv ist:

Ich habe nichts zu sagen. (I'm not in a commanding position.)

Eine Infinitivgruppe, die auf einer solchen Konstruktion basiert, braucht also zweimal das Wörtchen zu:

Ich bin froh, nichts zu sagen zu haben. (I'm glad not to be in a commanding position.)

Das zu vor sagen gehört zur Konstruktion (Verb +) "zu" + Infinitiv; das zu vor haben gehört zur Infinitivgruppe. Wieder rückt das vormals finite Verb (haben) als Infinitiv ans Satzende.

  • Tolle Erklärung... wie viele "zu"s sind möglich? Ich habe das folgende Sats gefunden: „Er schafft es, dir immer wieder Geld für neue Vorhaben rauszuleiern, egal, wie oft du geschworen hast, nie wieder etwas mit ihm zu tun zu haben zu wollen. Ein Phänomen!“ :) – Ubik Oct 6 '14 at 14:34
  • @Ubik: zu tun zu haben zu wollen enthält - wenn ich mich nicht total täusche - ein zu zu viel: Es heißt Ich habe mit ihm zu tun, also ist das zu vor tun richtig. Aber es heißt Ich will haben, also stimmt das zu vor haben nicht! Das zu vor wollen ist wiederum korrekt und kommt von der Infinitivgruppenkonstruktion. Aber wenn man ein anderes Verb statt wollen benutzt, das ein zu vor dem Infinitiv verlangt, dann sind drei (und mehr) zu s möglich: zu tun zu haben zu scheinen, beispielsweise. – Chris Oct 6 '14 at 14:44
  • Worte wie zu tun oder zu sagen als reguläre zu-infinitiv Konstruktion abzutun, empfinde ich nicht als richtig; Zudem ist zu-sagen polysem. Denn hässlich wird es, wenn um etwas dazu zu tun mit dar zu tun, darlegen verglichen wird. Ein anderes Beispiel fällt mir grad nicht ein. – vectory Aug 29 at 19:58
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Das mit dem Modalverb stimmt nicht. Ob nach einem Verb überhaupt ein Infinitiv, und welcher, kommen kann, hängt schlicht vom Verb ab:

Ich meine ihn zu hören.
Ich habe zu arbeiten
Ich muss arbeiten
Ich brauche nicht (zu) arbeiten
Ich gehe die Schwäne füttern.
*Ich muss zu arbeiten (Modalverb verlangt Infinitiv ohne zu)
*Ich esse Pizza gehen (essen kann keinen Infinitiv regieren)
*Ich meine ihn hören (meinen verlangt zu-Infinitiv)

Zu einem Deiner Beispiele:

Ich freue mich
Ich freue mich zu sprechen
Ich freue mich sprechen zu dürfen.

Dies ist dann der Weg, wie das Modalverb in der Konstruktion untergebracht wird.

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Laut Duden gibt es die Möglichkeit, eine Aufforderung auszudrücken durch: Modaler Infinitiv mit zu + haben/sein.

Beispiel:

Die Tür ist zu öffnen!

Gleichbedeutend mit dem Imperativ:

Öffne die Tür!

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    Das ist nur tangential eine Antwort auf die Frage. – Jan Jul 2 '16 at 21:52

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