8

Gibt es einen Begriff, der das nach Luft schnappen bezeichnet, das man macht, wenn man aufgrund einer Schockstarre seinen eigentlichen Atemrhythmus unterbricht?
Mir fällt nur die Phrase "der Atem stockt" ein. Mir geht's aber eigentlich um die Beschreibung des Einatmens selbst, einschließlich des Sounds, den man dabei macht, und nicht um die Unterbrechung der Atmung.

Es gibt für so viele Varianten des Ein- oder Ausatmens Begriffe. Einige kommen diesem Atemreflex selbst auch schon nahe (Keuchen, Japsen, Schnaufen, Lechzen), treffen ihn aber meiner Meinung nicht ganz.

  • Meinst Du eher einen intensiven Glottisschlag mit anschließendem kurzen Ausatmen oder ein tiefes, rasches Einatmen? – Wrzlprmft Oct 13 '14 at 21:11
  • 1
    @Wrzlprmft Hatte gedacht, die Phrase "der Atem stockt" würde es auf den Punkt bringen. Aber wahrscheinlich gibt es tatsächlich verschieden Formen der Reaktion, wenn einem der Atem stockt. – Ich glaube, "tiefes, rasches Einatmen" triffts schon gut. Man öffnet den Mund sehr weit, nicht ganz so extrem wie beim Gähnen, und atmet durch diesen ein. Lässt ihn dann für die Weile der Schockstarre geöffnet, atmen aber nicht weiter ein, sondern hält den Atem an. – Em1 Oct 13 '14 at 21:28
  • 1
    Prima Frage! Ich vermute, Du wünschst Dir eine deutsche Entsprechung für "gasp" - glaube aber, dass es da nichts derart Prägnantes gibt... Zu "lechzen": Das klingt zwar lautmalerisch, beschreibt aber eigentlich keinen physischen, sondern einen mentalen Vorgang, der nicht unbedingt mit einem Geräusch verbunden ist, oder? – Mac Oct 15 '14 at 8:24
  • 1
    Der Liste der nicht so ganz passenden Wörter hätte ich noch Ächzen bzw. Ächzer hinzuzufügen. – Wrzlprmft Oct 15 '14 at 10:38
  • 2
    Möchtest du diese Zeichnung übersetzen? – lejonet Oct 16 '14 at 0:17
4

Ein einziges prägnantes Wort für das Einatmen in der Schrecksekunde ist mir nicht geläufig. Vermutlich subsumieren wir diese unwillkürliche Reaktion neben allen anderen Schreckreaktionen bereits in der Bezeichnung Schreck.

Um das Luftholen vor dem Stocken des Atems zu umschreiben, fallen mir folgende Formulierungen ein, die man zur Präzisierung noch mit "vor Schreck" ergänzen kann:

  • (Vor Schreck) nach Luft holen/schnappen/ringen
  • tiefes Luftholen (vor Schreck)

Ein sehr schönes, vom Aussterben bedrohtes Adjektiv, das in diesem Zusammenhang gut passt, ist jäh:

  • Er holte jäh nach Luft, als der wütende Hund um die Ecke schoss.
|improve this answer|||||
  • An "vor Schreck nach Luft holen/schnappen" hatte ich auch gedacht, nicht zuletzt hatte ich die Phrase "nach Luft schnappen" auch in meiner Frage verwendet. Ich hatte nur gehofft, dass es sozusagen einen Begriff gibt, der genau das zusammenfasst. Die Idee mit "jäh" find ich nicht schlecht. Auf jeden Fall +1 :) – Em1 Oct 15 '14 at 8:26
  • @Em1: wäre mir das nicht jäh eingefallen, hätte ich keine Antwort gewagt ;) – Takkat Oct 15 '14 at 8:29
2

Umgangssprachlich kann man "Schnappatmung" verwenden, auch wenn der Begriff medizinisch etwas anderes meint.

|improve this answer|||||
2

Als Erstes würde mir da Folgendes einfallen:

"Huch!"

(Nachweis)

|improve this answer|||||

Your Answer

By clicking “Post Your Answer”, you agree to our terms of service, privacy policy and cookie policy

Not the answer you're looking for? Browse other questions tagged or ask your own question.