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Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Un­gemein­schaft­lich­keit das längste deutsche Wort sei, wenn man die Kriterien hierfür so wähle, dass beliebig lange Wörter unzulässig seien.

Wie genau diese Kriterien aussehen, weiß ich nicht mehr, aber es liegt nahe, dass:

  • Wortkomposition ausgeschlossen ist (sonst wären beliebig lange Wörter zulässig und bereits Fuß­ball­welt­meister­schaft schlüge Un­gemein­schaft­lich­keit).
  • Eine willkürliche Anhäufung von Prä- und Suffixen ist ausgeschlossen ist (z. B. in Anti­un­gemein­schaft­lich­keit), z. B. durch die Forderung, dass das Wort in einem Wörterbuch stehen müsse.
  • Eigennamen ausgeschlossen sind, sonst wäre z. B. Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llan­tysilio­gogogoch klar länger.

Aber dann gibt es immer noch Wörter wie Tran­subs­tan­tia­tio­na­list, das einen Buchstaben länger ist und bei dem mir nur ein radikaler Ausschluss von Fremdwörtern einfiele, um es aus der Konkurrenz zu nehmen.

Meine Fragen lautet daher: Gibt es irgendeine sinnvolle Definition des längsten deutschen Wortes, nach der Un­gemein­schaft­lich­keit gewinnt?

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    Auch da scheint mir das Wort konstruiert - also ohne (etablierte) Bedeutung. – user6191 Nov 8 '14 at 19:21
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    Siehst Du eine Chance, eine Kriterienmenge zu definieren, die Ungemeinschaftlichkeit zuläßt, aber _Zusammenhangslosigkeit ausschließt? Andernfalls wäre U. jedenfalls nicht das alleinige längste Wort. – Matthias Nov 10 '14 at 10:11
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    @Matthias... Zwischenmenschlichkeit auch – Emanuel Nov 10 '14 at 14:05
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    Mit "Überdurchschnittlichkeit" dürfte die Theorie dann widerlegt sein. – Emanuel Nov 10 '14 at 14:43
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    Ich meine natürlich "Unterdurchschnittlichkeit" (25) – Emanuel Nov 10 '14 at 14:44
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Die einzige Möglichkeit wäre zu sagen, dass nur genau 1 Teil des Wortes nicht allein stehen können darf. Ungemeinschaftlichkeit besteht nur aus „gemein“, kombiniert mit einer Reihe von Vor- und Nachsilben. Und es muss Teil des generellen Sprachschatzes sein. Da kann man dann natürlich wunderbar streiten, doch ich denke, dass man „Transblahblah“ so schon ausschließen kann. (Ich würde mal sagen 90 % der Deutschmuttersprachler kennen dieses Wort nicht.) Wörter wie „Zusammenhangslosigkeit“ oder „Unterdurchschnittlichkeit“ haben mindestens zwei Teile, die allein stehen können. Allerdings halte ich eine solche Definition für wenig hilfreich und sinnvoll, da die Randbedingungen immer dazuerklärt werden müssen. Eine Definition wie „längstes Wort ohne ‚e‘“ ist auch technisch gesehen sinnvoll. In der Praxis allerdings nicht.

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