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Heiopei bezeichnet zumindest in einigen Regionen Deutschlands umgangssprachlich eine unzuverlässige, verplante, unfähige oder dumme Person.

Zur Herkunft habe ich bisher nur einige spekulativ wirkende Quellen gefunden, die es auf eiapopeia, was wiederum teilweise auf Onomatopoesie, teilweise aufs Altgriechische zurückgeführt wird. Deswegen ist meine erste Frage: Hat jemand eine zuverlässige Quelle zur Herkunft dieses Wortes?

Verwandt damit ist die zweite Frage: Gibt es eine etymologisch sinnvolle Schreibung dieses Wortes und falls ja, wie lautet sie? Denkbar wären z. B. Heiopei, Haiopei, Hajopei, usw. (Ich habe das Wort bisher noch nicht in einem Rechtschreibwörterbuch gefunden.)

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    »Heiopei« habe ich noch nie gehört (aufgewachsen in Graz, seit 20 Jahren in Wien). Ich kenne nur »Eia Popeia« z.B. im Kinderlied »Eia Popeia, was raschelt im Stroh«. »Eia Popeia« ist aber nichts weiter als ein bedeutungsloses Klangwort, das hauptsächlich im Umgang mit Kindern (und daher auch von Kindern) benutzt wird) – Hubert Schölnast Nov 30 '14 at 9:25
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    Der Begriff ist vor allem im Rheinland gebräuchlich. Zur Herkunft kenne ich allerdings keine belastbaren Quellen. – Ansgar Wiechers Nov 30 '14 at 21:41
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Mich hat dieses Wort sofort an das Schweizerdeutsche Heie poppeie erinnert.

Im schweizerischen Idiotikon ist dieser Begriff in diversen Varianten aufgeführt. Allerdings dienen alle Varianten dem Ausdruck von, zumeist positiven, Gefühlen, der Ermutigung oder anderen lautmalerischen Unterstützungen von Situationen. Als Bezeichnung für irgendwelche Personengruppen wird es dort nicht verwendet.

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Die beiden Ausdrücke scheinen nichts miteinander zu tun zu haben. Heia popeia ist ein Überbleibsel einer byzantinischen Prinzessin, die einen Österreicher heiratete. Aus Wikipedia:

Theodora Angela Prinzessin von Byzanz, Herzogin von Österreich (* zwischen 1180 und 1185, † 22./23. Juni 1246 in Kahlenberg) war als Gemahlin von Leopold VI. dem Glorreichen von Österreich Herzogin von Österreich und Steiermark, wurde als Witwe Zisterzienserin im Stift Lilienfeld.

[…]

Anzunehmen ist auch, das etwas von der griechischen Lebensart und Kultur am Wiener Hof Eingang gefunden hat und sie vielleicht sogar einen Beitrag zur deutschen Folklore geleistet hat, da vermutlich der Refrain des populären Kinderliedes „Heia popeia“ auf Theodora zurückgeht. Laut kommt es von altgriechisch 'Hoide o paide' = 'schlaf, o Kind', das umgangssprachlich abgeschliffen wurde.

Zu Herkunft von Heiopei sei laut Redensarten-Index nichts bekannt

  • Erstaunlich! Von 'Hoide o paide' kommt nämlich auf jeden Fall "Heidschi Bumbeidschi", ein ganz anderes Kinderlied. (Und viel näher an der tatsächlichen mittel- (nicht alt-)griechischen Aussprache von 'Hoide mou paide'.) Ich kann in der auf Wikipedia angegebenen Quelle auch nichts zu "Heia Popeia" finden. – sgf May 14 at 9:07
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Ich bin in meinem Russischkurs auf das Wort gestoßen. Das russische Wort "schalopai" (шалопай) heißt umgangssprachlich Taugenichts. Und das erinnerte mich sehr an das mir aus dem Ruhrpott/Westfälischen bekannte Heiopei.

  • Das bringt uns bei der Suche nach zuverlässigen Quellen nicht wirklich weiter; es ist kaum mehr als ein Kommentar. – Jan Jan 30 '17 at 22:40
  • @Jan Die Herkunft aus anderen Sprachen ist ein wichtiger Hinweis, auch wenn vlt. nicht als Antwort geeignet, aber es kann sehr wichtig sein, dein Ton ist etwas arg hier. ;-) – Thomas May 17 at 7:22
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Aus einem anderen Artikel kopiert, hört sich für mich plausibel an: "Das wort heiopei stammt ursprünglich von dem Großfürsten Hans Joachim Pei, kurz Hajo Pei. Dieser war nicht der hellste und schnellste. Im Laufe der Jahre hat sich die Schreibweise von Hajo Pei zu Heiopei bzw Haiopei geändert."

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    Hi Stefan, willkommen beim deutschsprachigen StackExchange. Vielen Dank für Deine Antwort. Kannst Du bitte die Quelle verlinken, von der Du den Abschnitt kopiert hast? Besten Dank :) Für mehr Informationen über diese Seite kannst Du, wenn Du magst, die tour nehmen oder einen Blick ins help center werfen. Schönen Tag noch – hiergiltdiestfu Jan 28 '16 at 12:40
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    Offenbar von hier: mitmachwoerterbuch.lvr.de/… Kein weiterer Beleg. Auch Großfürst Pei ist bei einer Google-Suche nicht zu finden. – chirlu Jan 28 '16 at 13:53
  • Laut dieser Seite: Die Deutung, der Begriff stamme von Hans-Joachim (kurz: Hajo) Pei ab, ist Unsinn. Der früheste gefundene schriftliche Beleg stammt aus der Zeitschrift "emma" aus dem Jahr 1983 in einem Artikel über das Ruhrgebiet, ist aber wahrscheinlich älter. – Lischi May 14 at 5:33
  • Die Wiki-Seite zum Thema Großfürst listet genau zwei Großfürstentitel auf, für die ein Großfürst mit Namen "Hans Joachim" auch nur irgendwie in Frage kommt: Die Großfürsten von Litauen (in Personalunion mit Polen immer wieder von Deutschen beherrscht) und die Großfürsten von Siebenbürgen (immer in Personalunion mit den Königen von Ungarn, also den Habsburgern). Kein Habsburger hat je Hans Joachim geheißen. Litauische Großfürsten, die in Frage kommen, sind ein Jogaila, ein Johann, und ein Johann Kasimir. Kein einziger Hajo also. – sgf May 15 at 14:03

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