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Aus dem Spiegel-Magazin:

Von außen betrachtet, wirkt Jolies Leben jedenfalls gehetzt. Als versuchte sie wettzumachen, was sie in jungen Jahren versäumt hat, und als wäre sie des Tempos dann irgendwann nicht mehr Herr geworden.

Ich glaube, der fette Teil ist äquivalent zu

als wäre sie dann irgendwann nicht mehr Herr des Tempos geworden.

Aber warum kann man des Tempos weit nach vorne stellen? Was ist hier die Regel?

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Das liegt daran, dass "einer Sache Herr werden" (und in der Tat nicht "Herr einer Sache werden") zu einer feststehenden Wendung geworden ist. Für mich persönlich fühlt sich das "Herr" dabei gar nicht mehr wie ein Substantiv an, sondern das gesamte Konstrukti wie "einer Sache müde werden", obwohl der grammatische Ursprung ein anderer ist. (Zuerst hatte ich hier "gerecht" statt "müde", aber boaten hat richtig darauf hingewiesen, dass dann "einer Sache" Dativ statt Genitiv ist.)

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    Danke für die Erklärung. Ich möchte noch bemerken, dass "einer Sache" in "einer Sache Herr werden" Genitiv ist, in "einer Sache gerecht werden" aber Dativ ist. Ist das richtig? – boaten Jan 29 '15 at 19:21
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    Hoppla, das war mir gar nicht aufgefallen. Dann ist das vielleicht ein schlechter Vergleich... – Carsten S Jan 29 '15 at 19:28
  • Trotzdem sehr interessant. Lassen wir uns sehen, was die anderen zu sagen haben. :) – boaten Jan 29 '15 at 19:32
  • @boaten... off topic: für "Let's do xy" sprichst du normalerweise deinen Dialogpartner an. Also 2. Person singular imperative "Lass uns....". Wenn du mehrere Leute ansprechen willst, so gruppenmässig, dann benutzt man Plural Imperativ "Lasst und ..." Aber nie mit "wir". Es gibt ja schließlich in einer Aufforderung kein Subjekt. – Emanuel Jan 30 '15 at 10:39
  • @Emanuel Danke ;) – boaten Jan 30 '15 at 15:10

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