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Aus dem Süddeutschen Zeitung:

Die Bundeswehr braucht junge Leute. Drum hat sie jetzt einen "Showroom" in Berlin. Noch kann man nicht sagen, dass die Bevölkerung hier Schlange stünde.

Wie formell klingt das Wörtchen "drum"? Ist es tatsächlich eine gute Idee, dieses Wort in einem Zeitungsartikel zu verwenden?

  • Da werde ich mal close-voten weil das eine Frage des persönlichen Geschmack ist :)... besonders formell klingt es nicht, aber "whatever". – Emanuel Feb 10 '15 at 22:19
  • @Emanuel Ich habe gedacht, dass alle sagen würden, es ist zu informell. Wenn auch andere Leute empfinden, dass diese Frage zu subjektiv ist, dann habe ich kein Problem damit, sie schließen zu lassen. – boaten Feb 10 '15 at 22:24
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    Naja, sagen wir mal so... im gleichen Satz wird das Wort "Showroom" verwendet. Das "drum" ist sozusagen Teil des mit stilistischen Mitteln ausgedrückten ironischen Seitenhiebs auf die Möchte-Gern-Coole-Werbekampagne der Bundeswehr. – Emanuel Feb 10 '15 at 23:13
  • Jo, @Emanuel, mach draus mal ne Antwort. – Carsten S Feb 11 '15 at 0:55
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Ich finde es nicht besonders formell, deshalb würde man es z.B. in einer Doktorarbeit sicher nicht verwenden. Aber die Süddeutsche ist ein Journal und gibt Nachrichten, im einordnenden Sinne, wertend wieder. Genau das ist häufig, im Gegensatz zu reinen informativen Nachrichten, mit einer gewissen stilistischen Freiheit verbunden.

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  • Und in welchem Fach schwebt Dir solch eine Doktorarbeit vor, oder würdest Du in keinem Fach "drum" verwenden? P.S.: Sich auf einen Kommentar zu beziehen in der Antwort ist heikel, denn die werden häufiger mal gelöscht, aka aufgeräumt oder soll ich sagen: Gesäubert. – user unknown Feb 10 '15 at 22:37
  • Das war bloß ein Beispiel dafür, dass man drum vielleicht nicht unbedingt verwenden sollte, wenn etwas sachlich gehalten werden muss. – Benjoyo Feb 10 '15 at 22:39
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    @userunknown.. auf die Gefahr hin, wie ein Idiot (he)rüberzukommen aber willst du mit den Kommentaren andeuten, dass "drum" in einer Doktorarbeit vorkommen könnte? Ich habe in einer Ingeneurswissenschaft meine Magisterarbeit geschrieben und ich musste mir für deutliche formalere Sachen sagen lassen, mein Stil wäre "journalistisch". Ergo... ich kann Benjoyo in der Hinsicht nur zustimmen. Allerdings bin ich verwirrt, dass die Süddeutsche ein Journal ist. Für mich ist es eine Zeitung, wenngleich der Hipsterfaktor ziemlich hoch ist. – Emanuel Feb 10 '15 at 23:09
  • @Emanuel Darüber lässt sich sicher streiten, aber für mich sind Süddeutsche, FAZ und Co. Journale. – Benjoyo Feb 10 '15 at 23:17
  • Was ist denn für dich dann eine Zeitung? – Emanuel Feb 10 '15 at 23:57
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Die Kontraktion "drum" hat eindeutig das Flair lässig gesprochener Umgangsprache. Zusammen mit dem Konjunktiv "stünde" wirken die beiden Stilebenen nicht gerade sehr stilistisch. Ich meine das "drum ist hier eigentlich fehl am Platz. Aber ein Journalist kann schreiben wie er will, manchmal merkt man aber, dass das Stilempfinden nicht besonders ausgeprägt ist. Dürfte aber auch mit Zeitdruck und Hektik im Pressewesen zusammenhängen. Und wir wissen natürlich nicht, unter welchem Zeitdruck manche Artikel geschrieben wurden.

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Neben drum gibt es noch weitere analog verkürzte Adverbien:

Laut Duden gehören alle zur Umgangssprache und nicht zur geschrieben Form des Hochdeutsch.

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