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I have the impression that – unlike English (where you say Euler as Yuler, or better yet, bruschetta as [/brʊˈʃɛtə/]), European Spanish (where one pronounces Wi-Fi as guifi) or French (Bounty as buntý) and, for sure, unlike some other tongues – German tends to respect the original phonetics of foreign languages. At least, speakers of German try a very good approximation of it. So far, I’ve always heard nicely pronounced Gallicisms with good nasal sounds. The ending consonants of French words are also correctly omitted, when they should. If people don’t know how to say it in French, they “always” know how to pronounce independent loanwords. Needless to say English pronunciation is respected (though not always, as I’ve been just pointed out).

But, one easily finds counter-examples.

  1. Russian. So, I thought, it would be the same situation with Russian. As you might know, transliteration from Cyrillic to Roman doesnt take into account the irregularities in the pronunciation. For example for the vowel o becomes the radically different [ʌ] (where the latter is the IPA sign). Once I pronounced Dostojewski as in Russian in a German conversation. I wasn’t well understood and got even ”corrected”:

    Kumpel: Wer? Ach Dostojewski, meinst du! (all o as the o in Gott; i.e. false)

  2. Dutch. Once I heard somebody saying Gouda as it reads in German. The sounds weren’t approximated (only da coincides with the original Dutch) and I didn’t hear it in the supermarket (although the subject was, indeed, cheese).

This makes me suppose that there is a list of languages to be faithfully pronounced. Nobody would speak all languages, but sometimes one would care about the original sound and I don’t know if it’s worth the effort of looking for it or even counter-productive.

  • 2
    @Em1 Um es etwas plakativ zusammenzufassen: er wundert sich, warum die Deutschen z.B. den Vornamen von Präsident Mitterand i.d.R. korrekt aussprechen, den von Präsident Jelzin hingegen so, als wäre er ein bekannter deutscher Tennisspieler. – Matthias Mar 21 '15 at 19:43
  • 5
    (Großartige Frage!) Ich habe das Gefühl, es hat nichts mit der Bildung der Sprecher zu tun. Mir fällt sogar bei der Tagesschau auf, dass man sich bei z. B. spanischen Namen wenig Mühe gibt ("Barselona", auch wenn die Sprecher das englische "th" beherrschen, spa. "d" wird wie deutsches "d" ausgesprochen, also "Madritt", etc.); Griechisch wird eher wie Altgriechisch ausgesprochen, außer die Transkription gibt Hinweise (also "Warufakis" statt "Baru..."); bei Italienisch gibt sich die Tagesschau mehr Mühe ("Giglio" wurde weitgehend korrekt ausgesprochen); bei z. B. frz. "Hollande" auch. – Chris Mar 21 '15 at 21:14
  • 3
    Das Problem bei Niederländisch wird wohl eher sein, dass es vom Schriftbild zu nahe am Deutschen liegt. "Enschede" sieht z. B. wie ein deutscher Städtename aus; jemand ohne niederländische Kenntnisse wird nie auf die Idee kommen, das "sch" anders als ein deutsches "sch" auszusprechen. – Chris Mar 21 '15 at 21:26
  • 1
  • 3
    Meines Wissens gibt es in fast allen Sprachen eigene Wörter für fremde Orte. Der Deutsche sagt zurecht Paris statt Pari', und der Ami sagt Päriss - auch zurecht. – user unknown Mar 22 '15 at 23:05
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The pronunciation you heard for both Dostojewski and Gouda are the ones every German would reproduce.

I would blame school subjects, mostly. While everyone gets taught English and many people French, which also means that there is a critical mass of speakers of those languages that everyone will have heard the correct pronunciation, Russian and Dutch are hardly taught at school. Russian was taught a lot in the former GDR, but I have no idea if the East Germans are better at pronouncing Russian words.

If Dutch is taught at all, it will likely be close-ish to the Netherlands border and not systematically. Moreover, it looks so close to German, that nobody would think to pronounce it in a non-German way; the example given was Enschede (Germans use a sh sound for sch), but the Schiphol airport works equally.

The Portuguese word maracujá, imported to mean passion fruit, is also pronounced as if it were genuinely German (j as [j], stressed on the third syllable); the Spanish-derived Vanille ends in -ille or -illje here; and Mezzosopran is rendered with an unvoiced tz sound in Mezzo. Spanish is taught, but it’s usually third or voluntary language if at all. Same goes for Italian.

So basically, if the language isn’t English or French, the first general rule is to pronounce the word as if it were German. If a word is recognised to be from a specific language, sometimes language-specific pronounciation of uncommon letters is retained (Cappuccino, Stracciatella) or at least imitated somewhat (Junta, generally pronounced ch-unta for German ears). Stress patterns of the original language are usually ignored.

  • Well, Vanille ends either in -ille or in -illje when pronounced by Germans. – O. R. Mapper Mar 21 '15 at 22:29
  • 1
    I agree with respect to the "uncommon letters", and it even leads to some hypercorrection, such as when gnocchi become "gno-tschi" instead of "(g)no-kki". – O. R. Mapper Mar 21 '15 at 22:31
  • @O.R.Mapper Oh yes, I totally forgot about -illje. Gnocchi is also a nice example of how it doesn't work (and how many Italians one knows xD) – Jan Mar 21 '15 at 22:35
  • My parents, who had to endure 7 years of obligatory Russian in school in the GDR, also do the Russian loanwords wrong. Boris Jelzin as in Boris Becker, for example. – hiergiltdiestfu Aug 23 '15 at 13:02
  • 1
    Enschede is a typical trapword because the hyphenation when pronouncing it is Ens-che-de not En-sche-de. Archaic, like many location names. Gorinchem (pronounced as you would Gorkum) is another one. – Marco van de Voort Nov 4 '15 at 15:04
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Ich hoffe, dass es in Ordnung ist wenn ich auf Deutsch antworte. Es ist meine Muttersprache, und darin kann ich mich besser ausdrücken als auf Englisch. Auf Anfrage übersetzte ich meine Antwort jedoch auch gerne ins Englische.

Die Beobachtung, dass Deutschsprachige generell dazu tendieren, Wörter bestimmter Sprachen (Englisch, Französisch) wie in der Ursprungssprache auszusprechen, trifft nicht ganz zu.

Michelin
Der Markenname Michelin ist ein französisches Wort, und es wird in meiner Heimat Österreich auch französisch ausgesprochen: [miˈʃlɛ̃]. Als ich das erste Mal Fernsehwerbung aus Deutschland sah, wunderte ich mich sehr über die dort verwendete deutsche Aussprache [mɪçəˈlin]. In diesem Fall ist es also keineswegs so, dass es im gesamten deutschen Sprachraum dieselbe Aussprache für dasselbe Wort gibt.

Colgate
Dasselbe Phänomen erlebte ich beim Markennamen Colgate. Bei uns in Österreich hört man nur die originale englische Aussprache, während in Deutschland das Wort so ausgesprochen wird, als würde es sich auf Beate reimen.

Puzzle
Auch das ist ein englisches Wort, das in Österreich meist (jedoch nicht immer) wie »passl« (also englisch) ausgesprochen wird. In mehreren deutschen Fernsehshows hörte ich aber sowohl vom jeweiligen Moderator, als auch von Spielteilnehmern die Aussprache »putsle«, also eine deutsche Aussprache, und diese Variante wurde von niemandem korrigiert, scheint also in Deutschlang gängig zu sein.

Donald Duck
Hier ist es umgekehrt. Das englische Wort für Ente, duck wird natürlich mit einem spitzen a ausgesprochen: [dʌk]. Der Nachname der Comic-Figur Donald Duck wird aber in Österreich, vor allem von älteren Personen, wie der Imperativ von »ducken«, also mit u ausgesprochen: [duk]

Tupperware
Hier weiß ich nicht wie die Situation in Deutschland ist, aber in Österreich gibt es zwei Lager, die versuchen dem jeweils anderen Lagen die selbst für richtig gehaltene Aussprache beizubringen. Im Umlauf sind die deutsche Version [tʊpɐvaʁə] und die englische [tʌpəwæɹ]. Ich habe den Eindruck, dass beide Lager etwa gleich viele Anhänger haben.

Douglas
Auch der Name der Parfümerie-Kette Douglas führt zu einer ähnlichen Situation wie Tupperware: Die einen sprechen den Namen wie den Nachnamen des Schauspielers Michael Douglas, also [dʌɡləs], die anderen aber als [duglɑs]


Tramway
Das englische Wort für »Straßenbahn« wird - meiner Beobachtung nach - im ganzen deutschen Sprachraum wie ein deutsches Wort ausgesprochen [tʀamwai]. Die englische Aussprache [tʁamwɛ] habe ich hierzulande noch nie gehört.

Jute
Bei diesem englischen Wort hat die deutsche Aussprache [ˈjuːtə] die originale englische [ʤuːt] schon so sehr verdrängt, dass kaum noch jemandem bewusst ist, dass es sich hier um ein englisches Wort handelt.


Die hier angeführten Beispiele (ein französisches Wort, sonst lauter englische) belegen, dass es im deutschen Sprachraum weder eine einheitliche Aussprache für alle Fremd- und Lehnwörter aus verwandten bzw. benachbarten Sprachen gibt, noch dass generell alle englischen Wörter von einer Eindeutschung ausgenommen sind.

Den Grund dafür sehe ich darin, dass jene englischen Wörter, die bevorzugt deutsch ausgesprochen werden (Puzzle, Jute, Tramway und in Deutschland Colgate), zu einer Zeit in den deutschen Sprachraum einsickerten, als hier noch relativ wenige Menschen Englisch beherrschten.

Als dann Englisch ein Pflichtfach an deutschen und österreichischen Schulen wurde, stieg auch die Akzeptanz der englischen Aussprache. Gleichzeitig drangen immer mehr englische Wörter in den deutschsprachigen Alltag ein, die dann in ihrer englischen Aussprache übernommen wurden. In vielen Fällen wurde auch eine deutsche Aussprache gefunden, die zwar nicht ganz mit der originalen Aussprache übereinstimmt, ihr aber zumindest ähnlich ist. Es wird seit einigen Jahrzehnten also nicht mehr versucht, das geschriebene englische Wort so zu lesen als wäre es ein deutsches Wort (was in Österreich bei Donald Duck, in Deutschland bei Colgate und generell bei Jute durchaus der Fall ist).

Ich vermute, dass deutschsprachige Menschen Fremdwörter umso eher wie in der Originalsprache ausspreche, je mehr Menschen es gibt, die im deutschen Sprachraum diese Fremdsprache sprechen. Daher vermute ich, dass im Gebiet der ehemaligen DDR, wo lange Zeit an den Schulen Russisch ein Pflichtfach war, die Aussprache russischer Wörter eher wie in Russland klingt als das im Westen Deutschlands oder in Österreich der Fall ist.

Diese Hypothese würde auch erklären, warum die Chancen bei französischen und italienischen Wörtern relativ hoch sind, dass man sie wie in der Ursprungssprache ausspricht, während das beispielsweise bei Wörtern aus slawischen Sprachen nicht so sehr der Fall ist.

  • 6
    Eine Anekdote zu "Duck": In einem der Lustigen Taschenbücher gibt es den Werbespruch "Bankhaus Dagobert Duck - bedient Sie ruck-zuck!", so dass "Duck(en)" gewissermaßen sogar die "offizielle" Version ist. – Veredomon Mar 22 '15 at 12:43
  • 4
    Puzzle kenne ich nur als [/ˈpʊzl̩/]. – Earthliŋ Mar 22 '15 at 14:16
  • 3
    Ich kenne zwar „Tram“, nicht aber „Tramway“. Gute Beobachtungen. – Carsten S Mar 22 '15 at 15:49
  • 1
    @Veredomon: Aus meiner Kindheit (geboren 1965) kenne ich auch diesen Abzählreim: »Rucki zucki, Donald Ducki, Micky Mausi, eini außi«. (die beiden letzten Wörter sind Dialekt: eini = hinein; außi = hinaus) Auch hier reimt sich Ducki auf zucki. Und auch in diesem Lied von Ludwig Hirsch aus dem Jahr 1984 ist bei ca. 1:30 deutlich der Name »Dagobert Duck« mit einem u im Nachnamen zu hören: youtube.com/watch?v=Vdu81rOBUY8 – Hubert Schölnast Mar 22 '15 at 16:32
  • 3
    @dirkt: Zu Werbespots im Fernsehen ist anzumerken, dass sehr viele Spots, die in Deutschland produziert werden, neu synchronisiert werden bevor sie auch in Österreich ausgestrahlt werden. Manchmal werden auch kurze Szenen, die für Österreicher besonders deutsch klingen, einfach herausgeschnitten. So ist z.B. in der Milchschnitte-Werbung "Wandertag" der Teilsatz "sogar die Frau Schlüters" in der Österreich-Fassung herausgeschnitten, weil "Schlüters" ein Name ist, den man sofort mit Deutschland, aber niemals mit Österreich assoziiert. – Hubert Schölnast Mar 25 '15 at 9:06
3

I think, the answer really neither depends on how well a certain language is spoken in Germany nor the educational level. I rather think, it depends on the assumption, which languages should be spoken correctly with a high level of education.

English, French, Latin and old Greek all once were lingua franca in Europe. They are the general compass of old/new humanistic education in Germany. (Some deviations do occur: Russian in the GDR, Spanish now getting more and more popular, Italian among intellectuals and the self-perceived elite.) So, it is assumed, that one pronounces words from these languages at least partly correct. If one doesn't, one is easily corrected and tries better next time. Of course, this works best for the living languages English and French. For Latin, this is mostly reduced to grammar, e.g. the plurals of Status, Malus, Bonus, Globus, …. For Greek, this is reduced to stressing the third last syllable: Sokrates, Analysis, Paradoxon.

As this behaviour is not founded on actual knowledge of the language and country, just assumptions, overcorrecture is quite common. Just listen to the pronounciation of Mallorca. Many people pronounce it Castillan. If I do pronounce it Catalonian (the actual regional language), I get corrected.

  • 1
    Your answer makes me wonder what the Castillan and Catalonian pronounciations of Mallorca actually are … Note that there are enough people saying Mallorca (with a double l) or Malle (Maje as a short form is not heard) most often found in the not-so educated half of the population ;) – Jan Mar 22 '15 at 20:07
  • @Jan The pronounciation should be like in the English million. – Toscho Mar 23 '15 at 12:51
  • 1
    so /maljorka/? – Jan Mar 23 '15 at 12:57
  • @Jan That's how I understand it. – Toscho Mar 24 '15 at 15:57
  • @Jan: It’s actually a sound that exists neither in (at least British) English nor in German, a palatal lateral approximant written in IPA as [ʎ]. It is like a [l], but formed further back, at the position of the [ʝ] (which isn’t lateral nor an approximant), so it sounds like a blending of those two sounds to a German. It’s not the same as those two sounds pronounced after each other. – Since many Spanish speakers don’t make this distinction anymore (yeísmo), the pronunciation with a plain [ʝ] can hardly be called wrong today; but [l] certainly is. – chirlu Aug 23 '15 at 13:28
1

The idea that German speakers try to pronounce words of foreign origin like the original seems to me essentially incorrect. It does not even work like that with a closely-related language like Swedish. You can bet that a German speaker would get all the following Swedish words and names wrongly pronounced:

  • Gösta
  • gylden
  • Wilander
  • Kerstin
  • själ
  • Göteborg
  • kedja.

And it is even more difficult with languages like Bengali, say.

  • It does, when you compare English, French, Spanish, usw. speakers. I'm not. Anyway, that is what I meant in the origiinal post as: But, one easily finds counter-examples. Yours --good to know-- is one counter-example more (which is outside my scope, since I don't know Swedish). – c.p. Aug 23 '15 at 11:49
  • I think that’s based on the low percentage of Swedish speakers in Germany, which has a double effect: a) Most people don’t know how to pronounce Swedish names or words that they have read (noone would say själ or kedja in a German sentence, but köttbullar has been loaned). b) Those few that know assume (correctly, in my experience) that they won’t be understood by the majority if they employed Swedish pronunciation. – chirlu Aug 23 '15 at 13:33
  • @chirlu: Interestingly, a well-known Swedish furniture chain advertises köttbullar using the pronunciation [çøtbʊlaɐ] (or very similar), i.e., beginning with a ch as in Licht. – Wrzlprmft Aug 25 '15 at 8:38
  • @Wrzlprmft: Yes, that’s the Swedish pronunciation (approximately). But this chain also lets their presenter speak German with a Swedish accent. – chirlu Aug 25 '15 at 9:24
  • (For anyone wondering, all the gs and ks in the examples above are pronounced [j] and [​ɕ​], respectively, all the rs are consonantic, the d in gylden is mute (therefore nowadays usually spelt gyllen), Wilander is stressed on the second syllable, and sj indicates a sound similar to [ʃ]. Quantity of certain sounds and quality of vowels is also a bit off when compared to German. Depending on the origin of a particular Swedish speaker, the /rst/ cluster in Kerstin and the /ʃ/ sound may be realized in a different way; not to speak of the tonal accent.) – chirlu Aug 25 '15 at 9:39

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