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Beim Übersetzen vom Griechischen ins Deutsche ist mir diese Frage aufgefallen. Welcher der folgenden Sätze ist korrekt?

  1. Ich nahm etwas unter.
  2. Ich unternahm etwas.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der zweite Satz eigentlich der korrekte sein soll, aber jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Zum Beispiel, dict.cc sagt, dass beide korrekt sind:

VERB[1] unternehmen [ ' - - - - ] [ugs.: unter den Arm nehmen] | nahm      unter/unternahm [ ' - - - ] | untergenommen

aber wie bei Wikipedia, bin ich immer an der Zuverlässigkeit von dict.cc am zweifeln.

Zusammenfassend, welche Form soll ich in meiner Übersetzung verwenden, also welche ist die korrekte/korrekteste?

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    Ein Link zu besagter dict.cc-Seite des Verbs Mich überrascht wirklich, was ich da lese. – Jan Jun 11 '15 at 22:41
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    "Ich nehme unter" habe ich noch nie gehört. Klingt nicht gerade nach Deutsch. Ich glaube, da mußt du was falsch verstanden haben. – rogermue Jun 12 '15 at 5:24
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    So, wie das dict.com bringt, kann man das nicht machen. Das scheint was Regionales zu sein, vielleicht im Berlinerischen. Standard Deutsch ist das auf keinen Fall. – rogermue Jun 12 '15 at 5:28
  • ich kenn's nicht, insofern ist es nicht Berlinerisch. s... dict.cc ist extrem umfassend, daher kann es schon sein, dass man da rare Sachen findet, allerdings habe ich bei Google nach "untergenommen" gesucht. Es gab ca. 1000 Ergebnisse und die Stichproben, die ich mir angeguckt habe, waren tatsächlich alles falsche geschriebene "unternommen" – Emanuel Jun 12 '15 at 9:28
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Das kommt auf den Kontext an.

Sofern du unternehmen, wie etwas machen, aufregendes tun oder dergleichen benutzt, ist es untrennbar.

Was machst du heute Abend?
Ich unternehme etwas mit Hans und Dieter.

Unternimmt ein Unternehmen Unternehmungen?

Sofern du allerdings etwas unter etwas klemmst, wie es bei deinem Beispielsatz anklingt, ist es zu trennen. (Allerdings würde ich dann von vornherein den Infinitiv nicht zusammenschreiben.)

Ich nehme das Paket unter den Arm.

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    @E.S.L.: Es gibt viele Verben, die sowohl trennbar sein können als auch nicht trennbar, mit unterschiedlicher Bedeutung; oder anders gesagt, unterschiedliche Verben, die im Infinitiv gleich aussehen (aber anders betont werden). – chirlu Jun 11 '15 at 17:03
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    Der letzte Teil geht am Ziel vorbei. Die Behauptung des Wörterbuchs war, dass „Ich nehme das Paket unter.“ ein vollständiger Satz ist. – Carsten S Jun 11 '15 at 17:45
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    Es handelt sich hier um zwei verschiedene Wörter: unternehmen und nehmen. 'unternehmen' wird nicht getrennt geschrieben, nehmen kann in einem Satz mit unter verwendet werden, wird dadurch aber nicht zu unternehmen. Also obiger Satz: 'Ich nehme das Paket unter den Arm.' enthält das Verb nehmen, in der Bedeutung wird es auch nicht mit unter zusammengeschrieben. – Mnementh Jun 11 '15 at 18:51
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    @CarstenSchultz irgendwie stimme ich dir zu. Aber so steht das aus Gründen, die sich meiner Erkenntnis entziehen in der zitierten Dict.cc-Version, deswegen war ich der Meinung, das irgendwie unterbringen zu müssen. – Jan Jun 11 '15 at 21:53
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    @Jan Danke für den Link. Ich hab das auch erst für einen Fehler gehalten, dann aber doch mal noch Duden und Grimm bemüht. Überraschendes Ergebnis: siehe meine Antwort. – Matthias Jun 11 '15 at 23:18
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Wenn man beispielsweise einen Ausflug macht, spricht man von etwas unternehmen. Hier kann und darf man es nicht trennen.

Wir nahmen einen Ausflug unter.
Wir unternahmen einen Ausflug.

Wenn man etwas unter den Arm nimmt (Beispiel von Jan: "Ich nehme das Paket unter den Arm"), dann handelt es sich um das Verb nehmen plus die Präposition unter. Dass es dann getrennt geschrieben werden muss, ist offensichtlich.

Der Duden, Wiktionary und eben auch das von dir referenzierte dict.cc kennen aber auch noch eine umgangssprachliche Variante für unter den Arm nehmen, das trennbare Verb unternehmen. Die Beispiele auf Duden und Wiktionary:

Das kleine Mädchen nahm sachte den Welpen unter.
Er hat das Kind untergenommen.

Wer dieses Verb nicht benutzt, dem erscheint dies fremd und falsch. Dies dürfte auf die Mehrheit der Deutschen zu treffen. Wo man unternehmen als trennbares Verb verwendet, kann ich nicht sagen.
Beachte, dass unternehmen bereits unter den Arm nehmen bedeutet. Folglich sind die beiden folgenden Sätze equivalent, verwenden jedoch zwei verschiedene Verben.

Ich nehme das Paket unter.
Ich nehme das Paket unter den Arm.

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Meine instinktive Antwort wäre: nein.

Ein Blick in renommiertere Wörterbücher belehrt mich eines besseren:

Grimms Wörterbuch führt die trennbare Variante auf, bezeichnet sie aber als "unüblich".

Auch der Duden listet sie, kennzeichnet sie aber auch als sehr selten.

Also lautet die Antwort: theoretisch kannst Du unternehmen, ähnlich wie unterhaken, als trennbares Verb benutzen, um auszudrücken, dass etwas "unter den Arm genommen" gehalten oder getragen wird. Praktisch solltest Du Dich nicht wundern, wenn Du dafür erstaunte Blicke erntest. Wenn Du hingegen "handeln, etwas tun" ausdrücken willst, musst Du das Verb untrennbar benutzen, und das ist auch die weitaus üblichere Variante.

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    Wo ist denn das Problem? Ein Pärchen an der Rolltreppe am Bahnhof: "Kannst Du den Korb noch unternehmen?" "Ja, gib her, ich nehm ihn noch unter." Wie unterbringen, unterklemmen, ... – user unknown Jun 12 '15 at 2:17
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    @userunknown D.h. für Dich klingt das normal und richtig? Für mich und offenbar viele andere hier überhaupt nicht. Aber einen Grund wird es ja haben, dass der Duden die trennbare Variante noch führt. Könnte es sein, dass da ein regionaler Bezug dabei ist? – Matthias Jun 12 '15 at 7:37
  • Für mich klingt vieles richtig, was selten ist. Es scheinen ja viele als Theorie mit sich rumzutragen, dass ein Ausdruck nicht nur möglich und legitim sein muss, sondern auch der häufigste. Was soll das? Wen interessiert wie häufig ein Ausdruck ist? Ein rarer Ausdruck ist nicht weniger richtig, nur weil er seltener ist. Im Alltag spielt diese Theorie keine Rolle - niemand würde einen anderen korrigieren und sagen: "Das heißt 'selten', nicht 'rar'". Aber wenn 's ans Theoretisieren geht spinnen sich alle was zurecht, erkennen Unterschiede wo keine sind usw. – user unknown Jun 13 '15 at 0:33

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