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Ich habe eine Frage. Ich habe angefangen, das Buch Alice im Wunderland zu lesen. Auf der ersten Seite steht folgender Satz:

Alice, fing an sich zu langweilen; […]

Meine Frage ist: Warum nicht Folgendes?

Alice, fing sich zu langweilen an; […]

Ich habe gelernt, dass das Präfix ans Ende des Satzes geht.

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PS: I'm a begginer in German (started 1 month ago) so feel free to let me know if I have a mistake about what I wrote, or if you haven't understood at all.

  • 6
    Das ist aber ein alter Schinken, wenn da noch "thun" geschrieben wird! – user unknown Jul 12 '15 at 5:43
  • 2
    @VictorCastilloTorres: Ja; thun wurde mit der Rechtschreibreform von 1901 abgeschafft. Interessanterweise scheint jemand diese Fassung digitalisiert zu haben (nach Deinem Bild zu urteilen). Außerdem ist die Übersetzung sehr frei und unterschlägt einige Details und erfindet neue hinzu (zum Vergleich). – Wrzlprmft Jul 12 '15 at 6:51
  • 8
    Mich irritiert hier eher das Komma nach "Alice"... – Gerhard Jul 12 '15 at 11:03
  • 2
    Das scheint die erste Übersetzung aus dem Jahr 1869 zu sein. gutenberg.org/ebooks/19778 s. a. sochorek.cz/de/pr/blog/… – Carsten S Jul 13 '15 at 11:20
  • 3
    Note that this picture (and thus, likely the book) has some punctuations that are considered wrong in today’s German: The comma following the first Alice is wrong as is placing the comma after Bücher inside the quotation marks (should be outside). Furthermore, I would place a comma between an and sich in the first sentence. – Jan Jul 22 '15 at 10:13
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In einigen Fällen kann ein Teil des Satzes (hier: „sich zu langweilen“) sowohl vor dem schließenden Teil der Verbalklammer (im Mittelfeld des Satzes) als auch danach (im Nachfeld des Satzes) stehen. Meistens gilt die Stellung im Mittelfeld als die normale Wortstellung. Wenn dagegen ein Satzglied in das Nachfeld nach dem schließenden Teil der Verbalklammer gestellt wird, spricht man von Ausklammerung.

Laut Duden – Die Grammatik können verschiedene stilistische Gründe eine Ausklammerung nahelegen; grammatisch notwendig ist sie jedoch nie.

Speziell zu anfangen wird in Duden – Richtiges und gutes Deutsch erklärt, dass der abhängige Infinitiv ausgeklammert werden kann, wenn der Verbzusatz an- in den finiten Formen vom Verb getrennt und als zweiter Bestandteil der Verbalklammer nachgestellt wird:

Danach fing sie an bitterlich zu weinen.
(Neben: Danach fing sie bitterlich zu weinen an.)

Wir fingen an ein Haus zu bauen.
(Neben: Wir fingen ein Haus zu bauen an.)

Bei der Ausklammerung werden die zugehörigen Glieder zusammen mit dem abhängigen Infinitiv aus der Klammer herausgestellt. Das folgende Beispiel ist daher nicht korrekt, kommt allerdings umgangssprachlich vor:

Danach fing sie bitterlich an zu weinen.

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Der Satz besteht aus dem Hauptsatz: Was macht Alice? - Alice fängt an. und dem Nebensatz: Was fängt sie an? - Sich zu langweilen. Deswegen ist es völlig legitim und natürlich, zu sagen:

Alice fängt an, sich zu langweilen.

und ebenso

Hör auf, rumzunörgeln!

Allerdings, per Analogie zu Sätzen wie:

Ich fange die Arbeit jetzt an.

tendieren manche Menschen dazu, in Sätzen mit einem Nebensatz das Objekt (die Arbeit) durch den Nebensatz zu ersetzen:

Ich fange zu arbeiten an.

was nach meinem Sprachgefühl weniger schön klingt.

Beispielsweise, gefühlt habe ich folgende Sätze:

  • Es fängt an, zu regnen.
  • Es fängt zu regnen an.

ungefähr gleich oft gehört.

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  • Du schreibst auch kein Komma hinter "Alice"? – user unknown Jul 12 '15 at 11:30
  • 3
    Nein, da gehört normalerweise kein Komma hin. – Bartłomiej Zalewski Jul 12 '15 at 11:55
  • Allerdings +1 für das Komma zwischen fing an und sich zu langweilen ;) – Jan Jul 22 '15 at 10:12

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