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Ich finde es toll, dass es im Deutschen männliche und weibliche Berufsbezeichungen gibt (z. B. ein König - eine Königin, ein Biograf - eine Biografin, ein Kanzler - eine Kanzlerin usw.). Genauso wie im Russischen (meine Muttersprache).
Ich bin der Meinung, dass diese Trennung sehr schön und phonetisch logisch ist (im Vergleich zu Englisch, wo a teacher einen Mann oder eine Frau bezeichnen kann).

Dazu habe ich eine Frage:

Wenn ein Mann sich schlecht benimmt oder Unsinn sagt, ist er ein Arschloch.
Wird dann eine Frau Arschlochin genannt?

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    ich möchte an dieser Stelle noch hinzufügen dass jemand noch nicht direkt ein Arschloch ist, nur weil er Unsinn redet :) Arschloch ist schon eine heftige Beschimpfung - чайник :-) – Alex Jul 30 '15 at 7:48
  • @Alex, ich dachte, dass A-Wort eine starke Demütigung ist. Oder? Чайник ist nur ein funny professionellen Klischee für die, die in einem Bereich nicht erfahrlich sind. z.B. da ich nur Deutsch lerne, bin ich ein чайник deswegen oder sie fährt mit dem Auto wie ein чайник. Das tut nicht weh. Aber A-Wort ist etwas anderes ;) – Interface Unknown Jul 30 '15 at 9:21
  • ich wollte чайник auch nicht in Relation zu Arschloch setzen :) Mein Russisch ist noch sehr am Anfang :-) A-loch ist keine Demütigung per-se, es ist tatsächlich eine mittlere bis starke Beleidigung, je nach Betonung und Kontext. – Alex Jul 30 '15 at 12:26
  • Der Eindruck vom Deutschen ist nicht ganz richtig. König/Kanzler/Biograf sind grammatikalisch männliche Formen, bezeichnen aber nicht notwendig Männer - nur umgekehrt gilt, dass wenn Du Männer bezeichnen willst, die männliche Form benutzt werden muss. Dies allein markiert die Person aber keineswegs als männlich. Das kann sich aus dem Kontext ergeben (der Vorname ist gefallen) oder es muss explizit dazu gesagt werden. Dagegen bezeichnen weibliche Formen fast immer exklusiv Frauen (Königin, Kanzlerin, Biografin), Ausnahmen: die Fachkraft, die Person, die Katze, die Schlange, ... . – user unknown Sep 15 '15 at 16:10
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Das Loch ist sächlich, daher ist auch jedes Kompositum, das mit diesem Wort endet (wie eben das Arschloch), sächlich.

Der Eindruck, Arschloch z.B. in dem Satz

Dieser Mann ist ein Arschloch.

wäre männlich, kommt davon, dass der unbestimmte Artikel ein sowohl männliche, als auch sächliche Wörter bezeichnet:

männlich: der Wagen, ein Wagen.
sächlich: das Auto, ein Auto.
weiblich: die Karre, eine Karre.

Wie das letzte Beispiel zeigt, ist das bei weiblichen Wörtern nicht der Fall.

Wenn in einem Satz der Form

A ist B

A und B gleichgesetzt werden, hat das keinen Einfluss auf das grammatikalische Geschlecht von A und B.

Nur bei Berufen und Begriffen, die ähnlich wie Berufe verwendet werden (z.B. Diabetiker, Deutscher), gibt es jeweils eine männliche und eine weibliche Form, niemals aber eine sächliche Variante. Wie das Beispiel »der Deutsche« <-> »die Deutsche« zeigt, können die beiden Formen auch gleich sein, und sich tatsächlich nur im Geschlecht unterscheiden.

»Arschloch« ist weder ein Beruf, noch gehört es zu den Begriffen, die wie Berufe verwendet werden.

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    Ich widerspreche. Der Eindruck von Männlichkeit im Beispielsatz kommt aus der Semantik. Weil es da steht, dass es ein Mann ist. Bei "Diese Frau ist ein Sonnenschein" läutet so wenig eine grammatische Alarmglocke wie bei Arschloch, und zwar weil die Sprache das Geschlecht von Wörtern behandelt, immer behandelt, und nicht das Geschlecht von Personen. – user unknown Jul 29 '15 at 22:40
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Unabhängig von der Schönheit (oder Hässlichkeit) des Ausdrucks oder seiner Bedeutungen …

Einige Menschen haben die Bestrebung für alles und jede (sic!) eine feminine Form – in diesem Fall besser: eine weibliche Form – zu erfinden. Und das geht wunderbar, indem man an das Wort ein -in anhängt – gegebenenfalls mit Umlaut, also in diesem Fall Arschlöchin.

Im Plural müsste aus der Arschlöchin korrekt die Arschlöchinnen werden. Aber andererseits existiert belegt auch die Form Arschlöcherinnen:

Angeklagt war die 56-jährige Hannelore Mabry, Chefin der Zeitschrift „Der Feminist“. Sie hatte, so die Anklage, auf einer Gewerkschafts-Tagung „DGB-Huren“ einfach „Arschlöcher“ genannt.

Der Amtsrichter, der mit Nachnamen auch noch Anke hieß, fragte die Angeklagte: „Finden Sie es richtig, andere Frauen als Arschlöcher zu bezeichnen?”

Die Kämpferin für die Rechte der Frauen entgegnete: „Erstens mache ich keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern; zweitens muss in manchen Fällen etwas im Interesse der Öffentlichkeit deutlich gesagt werden; und drittens habe ich nicht Arschlöcher, sondern Arschlöcherinnen gesagt.“

(zitiert nach Das neue Handbuch des Journalismus; Blogeintrag vom 1. Juli 2012; Hervorhebung von mir)

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Die phonologisch richtige, aber nur scherzhaft mögliche, weibliche Form zu Loch ist nicht Lochin, sondern Löchin. Es ist zu beachten, dass sich dabei auch die Aussprache des ch ändert.

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    Wieso ist das so? – user unknown Jul 29 '15 at 22:42
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    Wenn Löchin die weibliche Form sein soll, wie lautet dann die männliche? Denn das Loch ist nicht männlich sondern sächlich. Und wie lauten dann die weiblichen Formen von Boot, Tuch, Salz, usw.? – Hubert Schölnast Jul 30 '15 at 3:31
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    @HubertSchölnast, die Bootin, Tüchin, Sälzin. – Carsten S Jul 30 '15 at 6:07
  • @CarstenSchultz: Die männlichen Formen dieser sächlichen Wörter bist du mir komplett schuldig geblieben, und die weiblichen halte ich für rein willkürliche Wortschöpfungen die ebenso unsinnig sind wie Lochin oder Löchin. – Hubert Schölnast Jul 30 '15 at 6:31
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    I wanted to let you know that we received some flags on comments to this post citing rudeness. The flagged comments have been deleted. This is just a friendly reminder that we require all participants to act in a professional and civil tone when using this site. Be nice. Focus on the post, not the person. Rudeness and belittling language are not acceptable. If you see behaviour that is rude, offensive, or otherwise inappropriate for the site, please do not respond in kind; simply flag the content and move on. – Faded Giant Jul 30 '15 at 11:59

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