3

Can someone clearly explain the use of "dem" in the following contexts?

Dem halten betroffene Eltern und Pädagogen jedoch entgegen, dass ...

[...] und natürlich auch aus der hohen Anzahl von Spielern sowie dem ungeheuren Zeitaufwand sieht man, ...

Dem kann ich nur zustimmen, dem anderen Argument hingegen muss ich widersprechen.

3

In the 1st and 3rd sentence, dem is the demonstrative pronoun das (or, much less likely but undistinguishable without more context: der) in dative case. It looks like it is referring to something that has been mentioned before. Canoo.net has a short explanation on how this works. The pronoun is declined into dative case because it is referring to something that plays the role of an object that has to be in dative simply because the verbs in these sentences (entgegenhalten and zustimmen, resp.) require it.

In the 2nd sentence, dem is the article der, again in dative case. The preposition aus always requires the dative case, so both "die hohe Anzahl von Spielern" and "der ungeheure Zeitaufwand" need to be set in dative case.

| improve this answer | |
  • 2
    Nicht dass es einen Unterschied machte, aber ist es nicht eher das als der? – Carsten S Sep 3 '15 at 23:34
  • 1
    @CarstenS Dank an Dich, den hilfreichen Hinweisgeber, dem ich weitgehend zustimme, dem ich aber auch entgegenhalte möchte, dass der nicht völlig augeschlossen ist. – Matthias Sep 4 '15 at 5:33
0

Alle drei sind Dative!

  • 1 + 3 sind Dativ-Objekte - (wem entgegenhalten/zustimmen)
  • 2 wäre ein Präpositional-Objekt - (aus wem sehen)

Der zweite Satz ist aber unakzeptabel...

Man sieht AN der Zahl der Spieler... - oder
Man ersieht AUS der Zahl der Spieler...

| improve this answer | |
  • "Unakzeptabel" ist ein hartes Wort für eine kleine Ungenauigkeit im Ausdruck, wie sie alle Tage vorkommt. – Matthias Sep 3 '15 at 21:43
  • @Matthias: Dreh den Satz mal um : 'Man sieht aus dem ungeheuren Zeitaufwand... -> klingt nicht wirklich deutsch... ;-) Kommt in meinem alltäglichen Umfeld jedenfalls nie vor... – mramosch Sep 3 '15 at 21:46
  • Also wenn überhaupt klingt es nicht wie heutiges Deutsch. "Man sieht aus dem bisherigen leicht: daß der Begriff eines absolut notwendigen Wesens ein reiner Vernunftbegriff, d. i. eine bloße Idee sei..." - so hat Kant geschrieben. – Matthias Sep 3 '15 at 21:54
  • @Matthias: Er schreibt aber auch in eben demselben Werk -> ‘Daß aber überall nur der letztere stattfinden könne, ersieht man daraus. - Ebenso verwendet er fast durchgehend 'sehen' im eindeutigen Sinn von 'schauen' -> 'Das erste Argument sieht nur auf die absolute Totalität der Reihe der Bedingungen...' - Kant ist Philosoph und bedient sich einer sehr kunstvollen Sprache. Ein 'hartes' Beispiel um den heutigen Sprachgebrauch zu rechtfertigen ;-) Aber super-schön, zugegeben... – mramosch Sep 3 '15 at 22:21
  • 3
    Seit wann sagt man denn „unakzeptabel“? – Carsten S Sep 3 '15 at 23:33

Your Answer

By clicking “Post Your Answer”, you agree to our terms of service, privacy policy and cookie policy

Not the answer you're looking for? Browse other questions tagged or ask your own question.