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Wird ein trennbares Verb in einem Satz verwendet, so steht ja bekanntlich das abgetrennte Präfix am Ende des Satzes, z.B.:

  • weggehen: Wir gehen heute Abend zusammen weg.
  • vorziehen: Er zieht die Jacke der Hose vor.

etc.

Nun gibt es aber auch seltene Fälle, in denen es sich natürlicher (oder zumindest nicht falsch) anhört, das Präfix in die Mitte des Satzes zu stellen:

  • mitkommen: Kommst du mit ins Kino? statt Kommst du ins Kino mit?
  • fortgehen: Ich gehe fort von hier! statt Ich gehe von hier fort!

Handelt es sich dabei um rein umgangssprachliche Abwandlungen oder steckt ein System dahinter?

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Im Verhältnis von Verb und Präposition gibt es drei Stufen, aber auch dazwischen sind die Übergänge fließend. Dadurch ist es auch möglich, dass eine Verb-Präposition-Kombination allmählich die Klasse wechselt:

  1. Verb steht für sich und Präposition steht für sich. Die beiden werden aber evt. häufig zusammen gebraucht, weil sie inhaltlich gut zusammenpassen.
  2. Trennbares Verb. In den infiniten Verbformen wird die Präposition dem Verb vorangestellt und mit diesem zusammengeschrieben. (Letzteres ist aber nur ein Zufall unserer Rechtschreibung.) Was die Wortstellung betrifft, gehört das Verb zum Prädikat.
  3. Präfix-Verb. Die Präposition steht immer vor dem Verb.

Durch die Existenz des Verbs mitkommen (2) ist das Verb kommen ja nicht verschwunden, und es ist insbesondere auch nicht verboten, es ganz normal in Verbindung mit der Präposition mit zu benutzen (1). Auch das kann man dem fließenden Übergang zwischen (1) und (2) zurechnen.

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