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Das Wort nämlich wird doch mit einem langen ä gesprochen. Gibt es einen guten Grund, warum man nämlich schreibt und nicht nähmlich, oder ist das einfach historisch bedingt?

Es gibt sogar ein recht bekanntes Sprichwort:

Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich.

Was mich vermuten lässt, dass es nicht nur für mich seltsam ist, es ohne h zu schreiben.

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Eines der wichtigsten Prinzipien der deutschen Orthographie ist es, die einander entsprechenden Teile von verwandten Wörtern möglichst gleich zu schreiben (Stammprinzip). Nämlich wird also so geschrieben, weil schon Name kein h enthält.

Ein langer Stammvokal in offener Silbe ist eigentlich der Normalfall und braucht nicht besonders markiert zu werden (lesen, Klage, Vogel); vielmehr wird es umgekehrt markiert, wenn der Vokal kurz ist (in einem hypothetischen Wort Namme durch Verdopplung des folgenden Konsonanten). Vor einem l, m, n oder r kann ein langer Vokal aber zusätzlich durch ein h markiert werden. Dafür, wann das passiert, gibt es synchron keine Regeln; meistens richtet sich das nach sprachgeschichtlichen Gesichtspunkten.

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