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In der Süddeutschen Zeitung vom 7. Mai berichtet Sebastian Beck in der Kolumne Unter Bayern, betitelt Neues aus der Wirtshausforschung über Stammtischbesuche von Journalisten. Er erzählt vom Besuch eines Stammtischs in der nördlichen Oberpfalz nahe Kemnath (Landkreis Tirschenreuth).

Am Tisch sitzen sechs oder sieben Leute. Ihre Unterhaltung wirkt rege, aber nicht hitzig. Ein Mann fragt sinngemäß: „Oumadoumouwoudou?“ Der Gast antwortet: „Von der Süddeutschen Zeitung, München.“ Ein Stimmungskiller. Schweigen am Tisch.

Des Bairischen bin ich eigentlich mächtig, aber zugegebenermaßen verstehe ich Leute immer schwieriger, je weiter weg vom Lech sie herstammen – die (nördliche) Oberpfalz ist ja der diametrale Gegensatz. Das Wort (oder der Satz) Oumadoumouwoudou sagt mir nichts, und mir gelingt es nicht, ihn auf verständliches Bairisch zurückzuführen. (Ich nehme an, dass hier Klischees über die Oberpfalz bedient werden, eine besonders ou-reiche Variante speziell herausgesucht wurde, und künstlich unverständlicher gemacht wurden, aber selbst damit komme ich nicht weiter.)

Wie könnte die ursprüngliche Frage, die der Kolumnist als Oumadoumouwoudou widergegeben hat, gelautet haben?

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    "Und von wo kommst Du?", muss es wohl irgendwie heißen. Oder von wem. Oder "Und wo kommst Du her". Plus beliebige Füllwörter, wa, gelle, nicht? – user unknown May 11 '16 at 1:17
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    Anfrage bei Autor und Zeitung läuft. – hiergiltdiestfu May 11 '16 at 9:27
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    Ich denke, dass das hier nicht auf einen sinvollen Satz zurückgeführt werden kann, weil das nicht gewünscht ist. Mir scheint es eher darum zu gehen, die Unverständlichkeit des lokalen Dialekts hervorzuheben. Genauso hätte der Autor auch "selrghseltiugh" schreiben können, aber dem hätte der lautliche Lokalkolorit gefehlt. – Thorsten Dittmar May 11 '16 at 12:08
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    @tofro Das schöne ist ja, dass ich dein schwäbisches Beispiel zu 80+ % verstehe … ;) – Jan May 11 '16 at 15:46
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    In diesem Zusammenhang eine kurze Minute der Wertschätzung für die stetig steigende Zahl der gut besetzten Kundendienstteams in Social-Media. z.B. von DHL, oder den DVB. Die SZ gehört leider noch nicht dazu :D – hiergiltdiestfu May 12 '16 at 13:52
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Ich schreibe meinen Kommentar nochmal als Antwort, denn je öfter ich über diese Frage stolpere, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass ich richtig liege :-)

Ich denke, dass das hier überhaupt nicht auf einen sinvollen Satz zurückgeführt werden kann, weil das auch gar nicht gewünscht (bzw. die Intention des Autors) ist.

Mir scheint es eher darum zu gehen, die Unverständlichkeit des lokalen Dialekts hervorzuheben. Genauso hätte der Autor auch "selrghseltiugh" schreiben können, aber dem hätte der lautliche Lokalkolorit gefehlt, für den die Oberpfälzer ja bekannt sind :-)

Klar könnte man jetzt orakeln, dass hier ja ein dou (da), mou (muss) und wou (wo) vorkommen, aber ich vermute, der Autor hat schlicht versucht, aufzuschreiben, was ein Außenstehender hört/versteht, wenn er in einem Gasthof am Stammtisch Einheimische "belauscht".

  • Macht Sinn. Wir haben damals auch mit "houdabouwou" Spott über gewisse niederbayerische Dialekte betrieben. Heisst gar nichts, sondern gibt nur den Tonfall wieder. Wir waren nämlich zivilisierte Oberbayern! :D – Marakai Jun 22 '16 at 11:02
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    @Marakai »Es is verbouden mit am Knouden am douden Kojouden am Bouden die Houden zu verknouden«? ;) – Jan Jun 22 '16 at 17:27
  • @Jan We wir im Englischen sagen: Don't make me come over there! :D – Marakai Jun 22 '16 at 23:27
  • Downvote - warum? – Thorsten Dittmar Jun 28 '16 at 14:00
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    Schrecklich, was der Alkohol mit Menschen macht :) – Thorsten Dittmar Jul 1 '16 at 12:51

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