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Was bedeutet »Hochwertfähigkeit«?

Dieser Begriff scheint ausschließlich in einem militärischen Kontext verwendet zu werden. Beispiele:

Im letzten Zitat ist auch von »Hochwertziel« die Rede. Damit scheint hochrangiges Ziel (high-value target) gemeint zu sein, oder? Ist Hochwertfähigkeit dann auch eine (etwas ungewöhnliche) Übersetzung eines englischen Begriffs?

Als ich Hochwertfähigkeit zum ersten Mal gehört habe, dachte ich spontan an eine hochwertige Fähigkeit. Ist das also nur eine Alternative dazu? Oder hat es im militärischen Kontext eine spezielle(re) Bedeutung?

»Hochwert« hat laut Wiktionary nur eine Bedeutung in der Kartographie:

in einem Koordinatensystem der Abstand zu einer festgelegten Basislinie

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    Klingt, als sei es eine wenig inspirierte Übersetzung einer englischen (US, NATO) Phrase die mit high value beginnt. – user unknown Aug 12 '16 at 4:50
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    beüben ist auch eine schöne Wortschöpfung in deinem Zitat, die der Duden nicht kennt. – tofro Aug 12 '16 at 6:17
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    Ich betrachte Hochwertfähigkeit auch als unnötig wörtliche Übersetzung eines US-amerikanischen Militärfachbegriffes. Möglicherweise macht man das, damit die NATO-Partner in den Verlautbarungen ihre vereinbarten Schlüsselworte einfach wiederfinden... – tofro Aug 12 '16 at 6:25
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Hochwertfähigkeit ist nicht im Duden gelistet, daher kannst du grundsätzlich bereits davon ausgehen, dass die Verbreitung irrelevant oder derart geringfügig ist, dass es nicht zum effektiven deutschen Sprachkorpus zählt.

In den Beispielen und zahlreichen anderen, die man im Netz findet, ist eine Hochwertfähigkeit so viel wie eine wichtige, nützliche und stark ausprägte Fähigkeit. Quasi eine hochwertige Fähigkeit. Es handelt sich hierbei – meines Erachtens – um einen stilistischen Neologismus. Dieser scheint durch einige wenige Nennungen durch die Bundeswehr innerhalb der Militärsprache verhäuft vorzukommen, ist aber dennoch als Stilmittel zu betrachten.

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    Bin mit deiner Antwort einig, ausser den beiden Punkten Neologismus und Stilmittel - Ich denke, es handelt sich eher um die Abwesenheit eines Stilmittels, also eine möglichst wortgetreue Übersetzung (das ist für mich kein Neologismus) der wahrscheinlich im Original auf Englisch abgefassten gemeinsamen Direktive, um sich nicht dem Vorwurf einer "Reinterpretation bei der Übersetzung" auszusetzen. – tofro Aug 12 '16 at 11:25
  • Definitiv möglich, allerdings beobachte ich auch den Trend von Staatsorganen und ähnlichen Institutionen ungewöhnlich viele Kofferwörter zu bilden. Deshalb habe ich es als Stilmittel betrachtet – Giraffe Aug 12 '16 at 20:40
  • Ist eine direkte Übernahme eines Begriffs aus dem Englischen nicht ein „Anglizismus”? – steffen Aug 14 '16 at 11:51
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    Ich denke nicht, dass man »im Duden verzeichnet« mit »gehört zum effektiven deutschen Sprachkorpus« gleichsetzen kann. Ersteres ist weder hinreichend noch notwendig für zweiteres. – Jan Aug 19 '16 at 11:46
  • Wenn man weiß, wie der Duden kompiliert wird, ist es durchaus begründet das gleichzusetzen. Bei neuartigen Trendwörtern ist der Duden nicht immer topaktuell, aber bei solchen Begriffen, wäre er es! Zumindest die Online-Fassung. – Giraffe Aug 21 '16 at 17:45

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