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As it turns out, there are many variations of writing business as usual in German. I’m quoting below four sentences containing the expression, three of them come from German newspapers and one from the website of the European Parliament. Are some of the below ways of writing business as usual preferable to others?

  • Frankfurter Allgemeine:

    Ein business as usual kann es aber auf keinen Fall mehr geben.

  • Taz.de:

    Dafür zu sorgen, dass diese menschenrechtsverletzenden Eingriffe beendet werden, erfordert mehr als Beratung und das Vertrauen auf die Selbstregelung der Ärzteschaft – gerade wenn man die Beweise präsentiert bekommen hat, dass letztere unter anderem Label Business als usual machen.

  • Süddeutsche Zeitung:

    Gleichzeitig sei aber klar, dass es keine Rückkehr zum "business as usual" geben werde, solange Russland sich nicht an internationales Recht halte.

  • Website of the European Parliament:

    Der aktuelle Haushaltsplan ist viel zu sehr „Business as usual“.

  • 7
    The taz "als" is a typo imho, so your question boils down to "should an English noun be capitalized according to the German rules" and "should quotation marks be used". – Stephie Dec 8 '16 at 5:46
  • Or "usual" is a typo. May be "usuell" was intended. – Eugene Str. Dec 8 '16 at 7:35
  • 3
    @Eugene Str, 'as' and 'als' are easily mixed up. Especially when the automatic spelling check of the text is actually for German. I don't think, that they wanted to write 'business als usuell'. A German replacement were 'das Geschäft/alles geht seinen Gang'. – Iris Dec 8 '16 at 7:53
  • 1
    @EugeneStr.: Unlikely, because als is a mistranslation - in this context, as should be translated as wie. On top of that, usuell is an extremely uncommon word. – O. R. Mapper Dec 10 '16 at 13:40
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Duden sagt, man schreibe es klein.

Das ist auch einigermassen naheliegend, der Begriff ist ein vollständiges englisches Zitat und kein Lehnwort - Von daher entspricht die Orthographie vollständig dem englischen Original. Ein Zitat wird auch üblicherweise in Anführungszeichen gesetzt, so wie auch in einigen deiner Beispiele.

Wäre der Ausdruck hinreichend eingedeutscht und in die deutsche Sprache übernommen, kämen auch die deutschen Groß- Kleinschreibungsregeln zu Einsatz. Das ist hier aber wohl (noch) nicht der Fall (Das Weglassen der Anführungszeichen bei taz und FAZ deutet aber schon in diese Richtung, dann ist aber m.A. nach die Kleinschreibung, so wie sie die FAZ verwendet, falsch)

  • 1
    Schreibst Du noch was über die Anführungszeichen? – Stephie Dec 8 '16 at 6:31
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Mit Anführungsstrichen ist falsch bzw. stilistisch schlecht.

Anführungsstriche werden um direkte Rede gesetzt und um Zitate. Eine einzelne Phrase ist aber niemals ein Zitat. Auch wenn ein Redner einen Ausdruck, den man in indirekter Rede wiedergibt, wörtlich verwendet, ist es kein Zitat, denn die Phrase für sich hat keinen Sinn. Entweder

Frau Merkel sagte: "Das ist business as usual."

oder

Frau Merkel sagte, das sei business as usual.

Eine Ausnahme könnte allenfalls sein, wenn tatsächlich ein einzelnes Wort oder eine Phrase allein so bedeutsam wären, dass hervorgehoben werden soll, dass es wortwörtlich so gesagt wurde, etwa K. Müller-Hohenstein, die von der WM berichtete, es sei ihr ein innerer Reichsparteitag gewesen. Auch da macht der Kontext aber i.d.R. klar, dass es um die Formulierung geht, nicht das beschriebene Gefühl. Ob hier aber business as usual oder Alltagsgeschäft, Normalität wie von Janka nicht völlig illegitim vorgeschlagen wurde, verwendet wurde, ist völlig wumpe.

Die Anführungszeichen sind aber eine Marotte im Nachrichtengeschäft. Sie signalisieren eine Pseudoaccuratesse und sind daher sehr häufig.

Ein Lackmustest für die Verwendung von Anführungsstrichen ist, dass sich für das Zitat oder die direkte Rede die Erzählstimme ändert. Ist das sinnvoll, so stehen die Anführungsstriche zurecht.

Viele Menschen setzen, wie zur Warnung, alle Fremdwörter in Anführungsstriche. Typografisch sind Anführungsstriche eine Form der Hervorhebung, die den Lesefluss unterbrechen. Es gibt aber, zumal bei so gängigen Fremdwörtern, keinen Grund den Lesefluss zu zerhacken, sondern im Gegenteil. Sie helfen auch nicht beim Verstehen des Fremdwortes, weswegen sie wegzulassen sind. Eine Ausnahme könnte ein fremdsprachiges Wort sein, das auch im Deutschen vorkommt, aber etwas ganz anderes bedeutet. Als sehr konstruiertes Beispiel fällt mir nur sowas ein:

Der englische Trainer feuerte die Mannschaft an, "fast" zu spielen.

Wo Kursivsetzung zur Verfügung steht, ist dies jedoch zu bevorzugen.

Buisiness as usual ist keine Aussage, von der interessant wäre, dass sie so wörtlich von Frau Merkel benutzt wurde, sondern nur ein Ausdruck, der für sich selbst gar nichts besagt und daher kein Zitat ist.

Ein unaufgeregtes Erklärvideo zu Gänsefüßchen findet sich bei Belles Lettres (für Eilige, ab Minute 22 wird's heiß) und hier noch mehr zu Zitaten und Konjunktiv.

Bei der Taz ist noch falsch (im Original nachgeschaut), dass es nicht business als usual heißen kann. Man zerpflückt generell keine Redewendung, um dann selektiv Partikel davon zu übersetzen. Die richtige Übersetzung wäre hier außerdem wie und nicht als, was nicht selten falsch gemacht wird im Deutschen und in Dialekten reihenweise. Geschäfte wie üblich würde aber wohl kaum jemand als Geschäfte als üblich wiedergeben, v.a. nicht in überregionalen Zeitungen. Womöglich aber ist es ein Aufmerksamkeitsfehler, der durch die Nähe von as und als begünstigt wurde (using sth. as sth. else/etwas als etwas anderes benutzen).

Bei der Groß-/Kleinschreibung kann ich nicht ganz so überzeugt Auskunft geben. Etablierte Fremdwörter werden wie deutsche Wörter behandelt.

Ein Song rockte die Arena.

Das sind jedoch einzelne Wörter. Ich bin up to date würde ich aber insgesamt als Phrase kleinschreiben. Test: Ich bin up to Date. Als ikonisches Muster sollte die ganze Gruppe so geschrieben sein, wie man es gewohnt ist. Als integrierte Wortgruppe würde das Date nach Großschreibung verlangen, wie man auch schreibt, ich bin auf dem Laufenden. Date selbst wird im Deutschen auch als selbständiges Fremdwort benutzt, aber nur für Verabredung (ich habe ein Date). Business ist dagegen kein ständig benutzter Begriff im Alltag, wenn man von Geschäften spricht. Ausnahmen sind eng umgrenzte Verwendungen in Kombinationen wie Businessclass, oder Businesslounge, womöglich auch im Managerdeutsch als Jargon. Ich tendiere ästhetisch zur Klein- aber logisch zur Großschreibung und schließe mich im Fazit, weil ich keinen guten Grund dagegen habe, dem Duden an, also Kleinschreibung. Damit hätte nur die FAZ recht, welche auch als die sorgfältigste gilt, was die Sprache betrifft.

-5

All of these are bad because business as usual is far from being commonly understood. Germans have to know English well to know this phrase. Normal people know business but as usual decodes to NIL.

This phrase is used by hohlgeblasene Eierköppe who want to sound cosmopolitical and don't think before they write such Stuss.

The best replacements for business as usual are Alltagsgeschäft, Alltag or Normalität.

  • 1
    What do you mean with NIL? – Iris Dec 8 '16 at 7:18
  • 2
    Tagesgeschäft oder zum Tagesgeschäft übergehen sind einigermaßen etablierte Begriffe. – guidot Dec 8 '16 at 7:43
  • 1
    @Iris: NIL is nihil, nothing, null. – Janka Dec 8 '16 at 9:40
  • 2
    Für die meisten Leser von Taz, FAZ, SZ und womöglich der Webseite des Europ. Parlaments ist es sowohl eine gängige Phrase, als auch im Bereich ihrer Fremdsprachenkenntnisse. – user unknown Dec 10 '16 at 2:25
  • Das bezweifle ich, so oft wie ich von diesen Leuten round about für um die zu hören bekomme. Das versteht kein Ami und auch die meisten Briten dürften eher an einen Kreisverkehr denken. – Janka Dec 10 '16 at 10:50

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