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der Bus Richtung Hannover

Die Vögel ziehen Richtung Osten.

Wir fahr’n auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht.

Ich hoffe, dass Richtung Alpen mehr Schnee liegt.

In den obigen Beispielen verhält sich Richtung wie eine Präposition und intuitiv schriebe ich es klein. Andererseits listet weder irgendein Wörterbuch noch die Wörterliste der offiziellen Rechtschreibregeln das Wort richtung (kleingeschrieben). Letztere enthält sogar einen Eintrag:

Richtung [Hannover, Osten …]

Ich vermute, dass dieser mir sagen möchte, dass ich Richtung in den obigen Fällen großschreibe.

Anderseits verhält sich Richtung in diesen Fällen wie eine Präposition; es ist zum Beispiel grammatikalisch analog zu Präpositionen wie nach, gen oder aus. In ähnlichen Fällen, wo ein Substantiv wie eine Präposition genutzt wird, wird dieses auch kleingeschrieben:

Die VG Wort ist ein rechtsfähiger Verein kraft Verleihung.

Er fürchtete sich zeit seines Lebens vor Gummibärchen.

Für eine Desubstantivierung (und damit Kleinschreibung) spricht meines Erachtens auch, dass ich Richtung hier nicht beugen oder mit einem Adjektiv versehen kann. Zwar kann ich es durch in Richtung ersetzen, aber ähnliches gilt auch für zeit und kraft.

Deshalb frage ich: Warum wird Richtung großgeschrieben, auch wenn es als Präposition genutzt wird? Oder liege ich mit meiner Klassifizierung als Präposition falsch (und falls ja, warum)? Wo ist der Unterschied zu anderen Präpositionen, die aus Desubstativierungen entstanden sind, wie kraft und zeit?

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    Ich wage zu bezweifeln, dass Richtung hier "als Präposition benutzt wird". Ich fasse dein Beispiel als eine verkürzte Form von "...in die Richtung von Hannover..." auf. – tofro Jan 12 '17 at 9:37
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    zeit (mit Gen.) und kraft (mit Gen.) kann ich in vielen Listen von deutschen Präpositionen finden, dank (mit Gen.) übrigens auch - Richtung nicht. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass es keine Präposition ist ;) Aber: Gute Frage! Ist es der fehlende Genitiv? – tofro Jan 12 '17 at 10:38
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    @tofro: Das wirft natürlich direkt die Frage auf, warum es keine Präposition ist (deren Beantwortung dann auch meine Frage beantworten würde). – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 10:49
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    Ich tippe auf den Genitiv - Alle Präpositionen, die aus Substantiven entstanden sind, tragen den Genitiv - ich kenne kein Gegenbeispiel. Aber der Genitiv funktioniert mit einer Zielangabe eben nicht - Die will den Akkusativ. – tofro Jan 12 '17 at 10:51
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    Eine fundierte Antwort wirst du womöglich nur von einem Sprachwissenschaftler bekommen. – Meiner Erfahrung nach schafft diese Seite es durchaus, fundierte Antworten hervorzubringen (dafür ist sie schließlich da). Und einige Nutzer sind sogar Sprachwissenschaftler. – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 14:32
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+50

Es ist eine Präposition

Erst einmal: Es ist keine Apposition, sondern tatsächliche eine Präposition. Grund? Erweiterungsprobe. Wenn Richtung Hannover eine Apposition wäre wie Farbe Lila oder Kaiser Nero, dann müsste sich der Kopf der Apposition erweitern lassen (ohne dass dabei die Nominalphrase ihren Status als Nominalphrase verliert).

Erweiterungsprobe:

  • Farbe Lila → die Farbe Lila/die schöne Farbe Lila ist bezaubernd
  • Kaiser Nero → unser Kaiser Nero/der umstrittene Kaiser Nero war ein grosser Imperator

Aber bei Richtung Hannover:

  • Richtung Hannover ↛ *die Richtung Hannover/*die direkte Richtung Hannover ist eine schnelle Verbindung

Zwar lässt sich Richtung Hannover durchaus erweitern zu in Richtung von Hannover, aber das ist keine Nominalphrase mehr, sondern eine Präpositionalphrase, die typischerweise in der Rolle von Adverbialien verwendet werden.

Nachschub 2019-04-02 mit besserem Beispiel: In einem Satz wie «der Bus Richtung Hannover war wieder einmal verspätet» lässt sich das Wort «Richtung» keinesfalls erweitern (und in der ursprünglichen Frage geht es ja um eine derartige Verwendung dieses Worts). Ein Satz wie «der Bus die ungefähre Richtung Hannover war wieder einmal verspätet» ist ungrammatisch.

Warum wird die Präposition nicht klein geschrieben?

Faule Antwort: Weil sie in der Liste von § 56 (4) der Rechtschreibregeln nicht aufgeführt ist, welcher lautet:

Klein schreibt man Wörter, die formgleich als Substantive vorkommen, aber selbst keine substantivischen Merkmale aufweisen. Dies betrifft:

[…]

die folgenden Präpositionen:

dank, kraft (kraft ihres Amtes), laut, statt, an ... statt (an Kindes statt, an seiner statt), trotz, wegen, von ... wegen (von Amts wegen), um ... willen, zeit (zeit seines Lebens)

Längere Antwort: Vermutlich ist der Grund einfach morphologisch: Das Wort Richtung hat zwei Silben, und darüber hinaus ist die zweite Silbe eine der typischsten Substantivendungen. Die unter § 56 (4) aufgeführten Präpositionen sind hingegen entweder einsilbig (dank, kraft, laut, trotz, zeit) oder sie treten auch in nicht-substantivischem Kontext auf (meinetwegen, meinetwillen). Das Wort Richtung hat gewissermassen mehr substantivisches Gewicht – in einem derartigen Mass, dass wir es immer gross schreiben, selbst wenn es als Präposition verwendet wird.

Ähnlich ist es übrigens auch mit dem Wort Anfang, das ebenfalls präpositional verwendet werden kann.

  • 2
    Ich kann deine "Nicht-Apposition"-Begründung leider nicht nachvollziehen. die direkte Richtung Hannover ist doch perfekt? – tofro Jan 23 '17 at 8:37
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    "direkte Richtung" ist seltsam, eine Richtung kann nicht indirekt sein – Sentry Jan 24 '17 at 7:57
  • Ich glaube eine bessere Antwort ist nicht möglich, da dazu Quellen aus dem RSR fehlen, ob die Frage dort überhaupt behandelt wurde und ob richtung bewusst nicht in § 56 (4) aufgenommen wurde. – Crissov Jan 25 '17 at 23:13
  • Ok, was ist mit "ungefähre Richtung Hannover"? Und eine Richtung kann sehr wohl indirekt sein, wenn ich z.B. indirekt in eine Richtung sehe, z.B. über einen Spiegel, oder wenn ich von hier aus (Ruhrgebiet) über Hamburg Richtung Hannover fahre. – Rudy Velthuis Mar 31 at 20:02
  • @RudyVelthuis Im Satz wäre das ein adverb des verbs: "... bewegt sich ungefähr Richtung Hannover". – vectory Apr 1 at 7:47
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Ich würde bei "Richtung Osten" ganz einfach annehmen, dass hier ein Substantiv zur näheren Bestimmung eines anderen Substantivs dient - so wie in

die Farbe Lila

der Planet Erde

der Kaiser Nero

der Ton Cis

ein Glas Wein

da sowohl "Osten" als auch "Richtung" alleine keinen Sinn ergeben.

Damit ergibt sich für den Satz

Ich fahre Richtung Osten

genau die selbe Satzstellung wie bei

Ich fahre Zug.

also eine adverbiale Bestimmung durch ein Substantiv.

Um eine Präposition handelt sich es meiner Meinung nach nicht, sondern eher um eine Apposition.

  • 1
    Klingt gut, aber wie heißt das dann, Referenzen? Apposition scheint es nicht zu sein, oder?! – Thomas Jan 22 '17 at 18:32
  • 1
    Mir ist etwas aufgefallen, das gegen diese Einstufung spricht: In »Ich fahre Zug« kann ich Zug durch ähnliche Substantive ersetzen, z. B. »Ich fahre ICE« oder »Ich fahre Güterzug«. Mit Richtung funktioniert das nicht: »Ich fahre Himmelsrichtung Osten« ist kein valides Deutsch. – Wrzlprmft Jan 23 '17 at 9:27
  • Ich habe der Frage noch ein Beispiel hinzugefügt, wo Richtung zur Bestimmung des Satzes und nicht eines Verbs genutzt wird und daher die Parallele zu »Ich fahre Zug« fehlschlägt. – Wrzlprmft Jan 23 '17 at 9:54
  • Dass es doch als bzw. wie eine Präposition verwendet wird, merkt man leicht an der Ersetzungsprobe mit nach oder gen – aber u.U. auch Ziel. Für die Herkunft gibt es hingegen keinen entsprechenden Ersatz zu aus und (besonders im Bahndeutsch) von, obwohl ich mir fachsprachlich Ursprung, Herkunft oder Start durchaus präpositional gebraucht vorstellen kann. – Crissov Jan 25 '17 at 23:05
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  • der Bus Richtung Hannover

    Der Bus in die Richtung Hannover

  • Die Vögel ziehen Richtung Osten.

    Die Vögel ziehen in die Richtung Osten

  • Wir fahr’n auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht.

    Wir fahr’n auf Feuerrädern in die Richtung Zukunft durch die Nacht.

  • Richtung [Hannover, Osten …]

    das soll dir sagen, dass die Richtung als Substantiv groß geschrieben wird. Auch in Verbindung mit den Wörtern in der Klammer. Also Richtung Hannover und Richtung Osten.

Richtung ist hier als Substantiv verwendet.

  • Die VG Wort ist ein rechtsfähiger Verein kraft Verleihung.

    Hier geht nicht:

    * Die VG Wort ist ein rechtsfähiger Verein die kraft Verleihung.

  • Er fürchtete sich zeit meines Lebens vor Gummibärchen.

    Hier geht nicht:

    * Er fürchtete sich die zeit meines Lebens vor Gummibärchen.

Kraft und zeit sind hier nicht als Substantiv gebraucht.

  • 2
    Ich verstehe nicht, wo Du den Unterschied zwischen kraft und zeit auf der einen Seite und Richtung auf der anderen Seite siehst: »Er fürchtete sich in der Zeit seines Lebens« ist zum Beispiel fast völlig analog zu »Die Vögel ziehen in die Richtung Osten«. – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 10:48
  • Dann ja ;) Dann wäre Zeit ja auch ein Substantiv. In deinem Beispiel ist es aber eine Präposition. Richtung wird halt nicht zur Präposition. duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/… – FrankAus5419135 Jan 12 '17 at 11:02
  • In deinem Beispiel ist es aber eine Präposition. Richtung wird halt nicht zur Präposition. – Ich kann Dir nicht folgen. Meinst Du, dass meine Beispielsätze grammatikalisch falsch wären? – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 11:58
  • das bezog sich auf zeit: In deinem Beispiel ist es aber eine Präposition. nein. Richtung ist halt nur keine Präposition. Es gibt halt auch Regeln, die sind halt so. Da gibt es keine Erklärung. – FrankAus5419135 Jan 12 '17 at 12:01
  • das bezog sich auf zeit: In deinem Beispiel ist es aber eine Präposition. – Okay, aber das kann ich auch auf Richtung anwenden. Ich stimme Dir voll und ganz zu, dass Richtung in »Zug in die Richtung Osten« oder »Zug in Richtung Osten« ein Substantiv ist. Aber ich sehe keinen Grund, warum ich es in »Zug richtung Osten« ein Substantiv ist, ebensowenig wie ich behaupten würde, dass zeit in »zeit seines Lebens« ein Substantiv ist. Da kann man jetzt sagen: »ist halt so«, daraus erwächst aber keine konsistente Grammatik oder Rechtschreibung. – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 12:08
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Präpositionen regieren üblicherweise einen Kasus: mit → Dativ, für → Akkusativ, wegen → Genitiv (gehoben/schriftsprachlich) / Dativ (umgangssprachlich/gesprochen-sprachlich), in → Akkusativ (Zielort) / Dativ (Ort des Sich-Befindens) usw. Nicht zu den Präpositionen zählen daher als und wie als Kopf einer Nominalphrase, die ihren Kasus vom Vergleichsnomen beziehen:

Er war als engagierter Mitarbeiter bekannt. / Man kannte ihn als engagierten Mitarbeiter.

Welchen Kasus regiert die Präposition – so es denn eine ist – Richtung?

Das ist nicht leicht herauszufinden, da ein präpositionales Richtung sich sehr oft mit artikellosen Substantiven bzw. Eigennamen verbindet:

Fahren Sie Richtung Innenstadt oder Richtung Chorweiler?

An der Formulierung mit Zielorten statt Richtungen sieht man bereits, dass Richtung sich in Verbindung mit Gattungsnamen nicht verhält wie eine gewohnte lokale Präposition:

Fahren Sie zur Innenstadt oder nach Chorweiler?

Zurück zur Frage der Kasusrektion.

Welches der Folgenden würde man sagen?

  • Ich fahre Richtung alter Friedhof.

  • Ich fahre Richtung alten Friedhof.

  • Ich fahre Richtung altem Friedhof.

Alter Friedhof kann vielleicht wie Alter Markt oder Hohe Straße in Köln als nicht flektierbarer Eigenname aufgefasst werden. Bei alten Friedhof wäre wegen der Artikellosigkeit die starke Deklination und also ein Akkusativ anzusetzen. Die dritte Variante Richtung altem Friedhof könnte eine nachlässige Analogiebildung zu zum alten Friedhof sein, aber meines Erachtens scheidet diese Dativversion als inkorrekt aus.

Wenn Richtung der Status einer Präposition zuerkannt werden soll, verhält es sich jedenfalls nicht wie viele andere Zielort-Präpositionen, sondern ähnlich wie gen oder via. Es wird wohl vorrangig mit Eigennamen kombiniert (wobei z.B. bei Ländern mit Artikeln dieser weggelassen wird: Richtung Schweiz / Richtung Türkei), und es schluckt sozusagen auch bei Gattungsnamen regelmäßig den Artikel (zum Bahnhof, aber Richtung Bahnhof).

Was die Frage angeht, zu welcher grammatischen Kategorisierung man berechtigt ist, vielleicht noch die Bemerkung, dass es eine ganze Reihe von Phänomenen im Deutschen gibt, denen die Schulgrammatik nicht den Status zuerkennt, als der er von sehr vielen Sprachteilnehmern empfunden wird. In der Fahrschule haben wir gelernt, dass eine durchgezogene weiße Linie unter keinen Umständen überfahren werden darf. Im täglichen Verkehr stellt sich das als unpraktikabel heraus, wenn rechts z.B ein Möbelwagen steht. In der Grammatik gibt es solche Diskrepanzen u.a. bei nicht brauchen als Modalverb, bei möchten als nicht-existierende abgeschwächte Form von wollen, bei der Unterscheidung von Artikelwörtern und Begleitern, soweit es die Deklination nachfolgender Adjektive steuert, bei von Einwohnerbezeichnungen abgeleiteten Herkunftsadjektiven, bei der Deklination nicht deklinierbarer Farbadjektive usw. Wenn viele Richtung als Präposition empfinden, dann deswegen, weil es wie eine Präposition funktioniert. Eine Anerkennung solcher Tatbestände durch die Grammatik wird immer erst nachträglich erfolgen, so wie während anfangs immer einfaches Partizip Präsens war und heute längst als Konjunktion und Präposition anerkannt ist.

Mag sein, dass der Wortartstatus von Richtung in den hier besprochenen Verbindungen sich noch nicht stabilisiert hat.

  • @Wrzlprmft: Danke für die Korrekturen, ich will versuchen, das zu lernen und zu übernehmen, aber ich bin auch nicht immer hier und vergesse einiges nach ein paar Monaten wieder. – Ralf Joerres Apr 1 at 17:40
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Möglicherweise wurde das fehlende in einfach nur verschluckt: »Wir fahr’n’n’Richtung Greifswald«. Das wäre dann eine Ellipse. Das einzige zulässige transformative Argument wäre eben eines mit Herleitung. Dabei muss aber zugestanden werden, dass nicht nur die Produktion der Phrase, sondern auch deren Wahrnehmung zählt.

Denn syntaktisch bewegt es sich dann wie eine Präposition. Morphologisch ist es aber nach wie vor unstreitbar ein Substantiv auf -ung.

Welches Argument dabei den Vorzug erhält, ist subjektiv, finde ich. Denn ich würde es vermutlich klein schreiben, ohne Kenntnis der Vorschriften, am ehesten aber gar nicht, sondern immer »in Richtung«, »in die Richtung von«, da die Dissonanz, die zur hiesigen Frage führt, die Konstruktion geradezu ungrammatikalisch erscheinen lässt.

Vergleich auch: »Ich studiere Physik«. Physik ist gewissermaßen eine Richtungsangabe, immerhin findet sich auch »Ich studiere Physik, Fachrichtung Metaphysik«. So könnte man sich gleichfalls »Der Zug Hannover–Eschenbach« vorstellen. Darin tritt keine strikte Präposition auf. Präpositionen werden allgemeinhin als eine abgeschlossene Klasse (en. closed class) wahrgenommen, will ich meinen.

Wikipedia [schreibt)[https://de.wikipedia.org/wiki/Wortart] :

Die Wortart ist zu unterscheiden von der syntaktischen Funktion (Satzfunktion) eines Wortes ...

Insofern stellt sich die Frage nach entweder-oder überhaupt nicht.

Denn die »Fachrichtung XY« ist sicherlich eine adverbiale Phrase, sowie »Bett« in »Bettlägerich« (En. »bed ridden«, beachte die Trennung).

Es dürfte entscheidend sein, dass die Frage etwas ambivalent ist, denn so werden Neuschöpfungen ermöglicht. Ist ich nicht auch ein Substantiv? Wieso wird »das Ich« als solches aufgefasst, aber »(Das) Ich sagte ...« regulär verneint? Dafür gibt es keine gute Antwort.

Um das Ausschweifen der Großschreibung zu vermeiden, wird in der Regel Kleinschreibung Präferenz sein. Sonst wird Irgendwann jedes Wort Großschreibung, der Sinn von Großschreiben geht Weg, und die Sprache zum Analytischen.

  • Ähnliche Zweifel kann man auch an der Englischen Großschreibung von proper-nouns äußern, denn die Abgrenzung zu common-nouns ist nicht hinreichend deutlich. – vectory Apr 1 at 8:18
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Ich glaube du siehst den Fokus nicht ganz richtig.
Eigentlich liegt der Fokus auf Richtung, dass sich also etwas bewegt, und zwar nicht wahllos, sondern eben gezielt.
Die Angaben hinter Richtung spezifizieren wohin (in welche Richtung) es geht. Beim Bus könnte das besonders deutlich werden: Ein Bus hat das Ziel normalerweise vorne in einer Anzeige. Das könnte z.B. auch „Am Markt“ sein. Dann würde es wie folgt lauten:

der Bus (in die) Richtung am Markt

bzw. ich würde dann noch Anführungszechen dazu setzen:

der Bus (in die) Richtung „Am Markt“

  • Ich sehe nicht, wie das meine Frage beantwortet. – Wrzlprmft Jan 12 '17 at 12:09
  • 1
    Ich wollte damit ausdrücken, dass "Richtung" nicht Präposition von "Hannover" ist, sondern das Substantiv. ich bin nur nicht so fit mit den Fachbegriffen wie tofro, der/die das besser kann. – Bernd Wilke πφ Jan 13 '17 at 7:15

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