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Die meisten Wörterbücher geben an, dass

Das geht dich nichts an

die richtige Konstruktion ist. So habe ich es auch meist gehört und gelesen. Die meisten Wörterbücher und On-Line-Quellen geben dies als das Richtige an.

Das geht dich nicht an

habe ich auch, aber mehr selten, gehört und auch gelesen. So wird es sogar auch in meinem alten Schullexikon (1974, Horst Schröder, Joachim Weseloh et al.) angegeben.

Hier wird nur die Bedutung damit hast du nichts zu tun gemeint und nicht andrere Bedeutungen von angehen (betreffen, berühren, beziehen, aufregen)

Angehen gehört zu einer kleinen Gruppe von Verben, die zwei Akkusativobjekte haben können, und daher ist die Konstruktion mit nichts verständlich, weil nichts ja ein Pronomen ist.

Meine Frage: alle Verben können mit nicht negiert werden, wohl auch angehen. Ist diese Variante trotzdem als ganz falsch anzusehen, oder kann man so unter gewissen Bedingungen sagen? Ist es Regional bedingt? Ergibt sich etwa eine andere Bedeutung wenn man das "s" weglässt?

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Die Antwort wird klar, wenn man die dazugehörigen Fragen stellt und sie sowohl positiv wie negativ beantwortet:

Wieviel (umgangssprachlich auch Was) geht mich das an?
Das geht dich viel an.
Das geht dich nichts an.

Hier geht es um die Quantität, also das Ausmaß . Bei der zweiten Variante geht es um die Person:

Wen geht das an?
Das geht dich an. (Hier wird "dich" oft entsprechend betont)
Das geht nicht dich an.

Da es um die Person geht, wird die Verneinung heutzutage in der Regel aber nicht notwendigerweise vor die Person gestellt. Ein Beispiel:

Die Standpauke, die der Vater hält, geht Stefan nicht an (diese Wortstellung ist selten). Sie ist an Markus gerichtet.

Würde hier stehen: ..., geht Stefan nichts an, dann müsste er höflicherweise den Raum verlassen, er soll es nicht hören.

Die Antworten zu den Fragen lauten folglich:
Ja, auch angehen kann man mit nicht negierten.
Ja, es ändert den Sinn, wenn man nicht statt nichts schreibt, da nichts eine Mengenangabe (nämlich 0) ist. Diese Unterscheidung ist Standarddeutsch und daher unabhängig von regionalem Sprachgebrauch.

  • Ich würde bei "Das geht dich an." noch ein (et)was erwarten, also "Das geht dich (et)was an.". – Iris Feb 1 '17 at 18:51
  • 1
    Zeitschriftenschlagzeile: "Das geht Sie an: Neue Steuern ab 2017". Funktioniert prima ohne "(et)was" – tofro Feb 1 '17 at 19:04
  • "Das geht dich an" hört sich sehr bescheiden an. Nur weil eine Zeitschrift es verwendet ist das noch lange nicht stilistisch gutes Deutsch. – Polygnome Feb 1 '17 at 22:13
  • Nur so als Anregung: Was ist mit der Aussage "Das geht dich nix an!"? Ist die Schreibweise mit x korrekt oder nur ein Neologismus? – Radinator Feb 2 '17 at 9:01
  • @Beta: Frage: "Ist es Regional bedingt?", Antwort: "Diese Unterscheidung ist Standarddeutsch und daher unabhängig von regionalem Sprachgebrauch." – Radinator Feb 2 '17 at 9:03

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