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In German, the suffix -er is often used to show affiliation of a product or resident with a certain city or place.

E.g

Berliner Weisse
Stuttgarter Zoo

However, sometimes this is inconsistent. There is, for example, the German city of Saarbrücken, whose local newspaper is called "Saarbrücker Zeitung". The same is true for the federal state of Thüringen and the "Thüringer Wald"

In a linguistic way, how can one explain why in these cases, the names are the way they are, instead of

Saarbrückener Zeitung

or

Thüringener Wald

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    Did you note this mainly happens on place names ending with -er and -en? Also try speaking out loud your "well-formed" examples without twisting your tounge. – tofro Mar 16 '17 at 10:56
  • Thanks, @tofro I think it's obvious that it would sound (and read) weird if these were build in the standard way. My question, though, is, if there is a linguistic rule to explain this. This is because someone argued with me that "Saarbrücker Zeitung" is, in fact, wrong. – Wottensprels Mar 16 '17 at 11:07
  • Dies hier ist ein DEUTSCH-Forum. Wenn deine Muttersprache Deutsch ist (wovon ich aufgrund deines Profils ausgehe), dann wäre es günstig, wenn du deine Fragen hier auch auf Deutsch stellen würdest. Die meisten Menschen, die hier Fragen beantworten, sprechen nämlich ebenfalls Deutsch als Muttersprache. Als Regel gilt aber, dass man Antworten in derselben Sprache schreiben sollte, in der die Frage gestellt wurde. Wenn du nun auf Englisch fragst, entsteht die Situation, dass sich deutsche Muttersprachler in einer Fremdsprache über die deutsche Sprache unterhalten. Das sollte man besser vermeiden. – Hubert Schölnast Mar 16 '17 at 12:23
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    Well, I for example would love to see the interesting questions and answer in English, since my German is not at so good level. – IllidanS4 wants Monica back Mar 16 '17 at 20:04
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    Dazu hat auch mal der Zwiebelfisch was geschrieben. – Jan Mar 17 '17 at 20:37
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Im Wahrig stehen dazu folgende Regeln:

Einwohnerbezeichnungen auf -er zu Ortsnamen auf -en

Bei der Bildung von Einwohnerbezeichnungen auf -er zu Ortsnamen auf -en bleibt die Endung -en des Ortsnamens in der Regel dann erhalten, wenn der Ortsname zweisilbig ist ...(Aachener, Dresd(e)ner, Essener, Gießener, Hagener, Münch(e)ner, Siegener, Singener. Ausnahmen: Barmer, Binger, Bremer, Emder (auch Emdener), Lüner, Uelzer)

...Dagegen wird bei Ortsnamen auf -en, die mehr als zwei Silben aufweisen, das -en im Ortsnamen im Allgemeinen getilgt: (Donaueschingen, Eisleben (Eisleber), Erlangen, Göttingen, Saarbrücken, ... Ausnahme: Leverkusen)

Bei Ortsnamen auf -hausen, -kirchen und -hagen kommen Bildungen mit und ohne Tilgung von -en vor.

Ob Wegfall oder nicht hängt also in erster Linie von der Anzahl der Silben des Ortes ab. Nach diesen Regeln also tatsächlich eindeutig Saarbrücker und Thüringer.

Für Regeln haben diese Regeln für meine Begriffe allerdings ziemlich viele Ausnahmen...

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Da du aus Saarbrücken kommst, und auch einen deutschen Nickname verwendest, antworte ich hier auf Deutsch.


Wenn ein Ortsname auf -en endet, und man davon eine Ableitung macht, die auf -er enden soll, dann kommt nur selten etwas heraus, das leicht und geschmeidig aus dem Mund flutscht. Im Fall der »Saarbrückener Zeitung« ginge das ja noch, aber bei »Thüringener Wald« muss die Zunge schon recht flink im Mund herum huschen, und das sauber zu artikulieren.

Daher haben sich ein paar Menschen angewöhnt, eine Silbe wegzulassen. Diese Verkürzung scheint allgemein angenommen worden zu sein, und ist mittlerweile längst Bestandteil des Standarddeutschen Wortschatzes:

Saarbrücken -> Saarbrücker Zeitung
Thüringen -> Thüringer Wald
Solingen -> Solinger Stahlwaren
Bremen -> Bremer Stadtmusikanten

Manchmal verschwindet aber auch nur das E vor dem N, was aber trotzdem zum Verschwinden einer Silbe führt:

München -> Münchner Freiheit
Neunkirchen -> Neunkirchner Straße
Dresden -> Dresdner Straße
Baden -> Badner Bahn

Aber es gibt auch Beispiele, wo das nicht gemacht wird:

Essen -> Essener Brot
Baden -> Badener Hof

Wie die Beispiele Badner Bahn und Badener Hof zeigen, die beide von derselben Stadt (Baden, 15 km südlich von Wien) abgeleitet sind, gibt es auch keine wirklich konsistente Regel dafür, wann welche Verkürzung angebracht ist. Deine völlig richtige Beobachtung, dass hier eine Unregelmäßigkeit vorliegt, gilt also sogar dann, wenn man sich nur die Ortsnamen ansieht, die mit -en enden.

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  • Danke. Ich schließe hieraus, dass es in der Tat keine Möglichkeit gibt, anderweitig zu argumentieren und es im Prinzip eine Streitfrage bleiben muss, ob nun die eine oder andere Variante korrekt ist? – Wottensprels Mar 16 '17 at 12:55
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    @Sprottenwels Linguistik ist ohnehin eine Streitfrage. Aber die entsprechenden Orte benutzen schon eine Form, die als korrekt anzusehen ist. Verkürzung/Verschlucken redundanter Silben ist auch kein seltenes Phänomen, so dass dein Freund sich mit der Behauptung, Saarbrücker sei falsch, schon weit aus dem Fenster lehnt. – Chieron Mar 16 '17 at 13:43
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    Der Duden behauptet in Band 9, die Formen ohne "-en" seien tatsächlich die älteren (z.B. früher "Aacher", im Dialekt heute noch "Öcher"); erst später sei man dazu übergegangen, auch bei Ortsnamen auf "-en" die Endung "-er" an den vollständigen Ortsnamen anzuhängen. – Uwe Mar 16 '17 at 18:27

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