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Gibt es ein Wort, das "Tante und Onkel" zusammenfasst?

So wie "Eltern" oder "Geschwister".

Es würde manche Sätze wesentlich vereinfachen ;)

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  • 1
    Siehe auch deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?4,55026 oder gutefrage.net/frage/… - Meine Zusammenfassung: Nein, es gibt kein Wort. Aber Schweltern gefällt mir als neues Wort.
    – knut
    Aug 22, 2017 at 19:58
  • 9
    @knut Ich glaube nicht, dass mir Schweltern als Wort für Onkel und Tanten gefallen würde - Ich würde das unbesehen für eine Abkürzung von "Schwiegereltern" halten.
    – tofro
    Aug 22, 2017 at 22:06
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    "Elterngeschwister" würde als neues Wort eindeutig interprätiert werden.
    – Beta
    Aug 23, 2017 at 5:20
  • 2
    @Beta meinst du mit Elterngeschwister jene deiner Geschwister die Kinder haben? ;-) Aug 23, 2017 at 19:49
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    Bitte um Klarstellung bzw. Anpassung der Frage: Geht es speziell um einen Onkel und eine Tante (ähnlich wie bei "Eltern") oder um eine beliebige Anzahl von Onkeln und Tanten (analog zu "Geschwister")? Dec 2, 2019 at 8:02

4 Answers 4

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Nein. Es gibt Eltern und Großeltern und Geschwister, aber keinen Sammelbegriff für Onkel und Tanten.

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Nein, es gibt im Deutschen kein etabliertes Wort, welches das Paar, das aus einem Onkel und einer Tante besteht, benennt.

Einzelne Leuten mögen dafür vielleicht schon Begriffe erfunden haben, aber vom engsten Freundes- und Verwandtenkreis dieser Worterfinder abgesehen kennt niemand diese Neuschöpfungen. Daher werden sie allgemein nicht verstanden, womit sie unbrauchbar sind.

In Kommentaren wurden bisher genannt:

  • Schweltern
    Hier würde die Mehrheit der Leser dem Wort nicht ansehen können, was es bedeuten soll. Die meisten werden damit wohl Schwiegereltern assoziieren, was aber etwas anderes bedeutet. Außerdem bezeichnet dieses Wort dieses Paar als Eltern, also als Personen, die Kinder haben. Das ist aber keine Bedingung um Onkel oder Tante zu sein.

  • Elterngeschwister
    Dieser Begriff hat eine Bedeutung, die auf der Hand liegt: Es sind die Geschwister der Eltern. Ein Beispiel: Mein Vater hat einen Bruder und eine Schwester, meine Mutter hat einen Bruder und drei Schwestern. Diese sechs Personen sind meine leiblichen Onkel und Tanten. Diese sechs Leute könnte man als meine Elterngeschwister bezeichnen.

    Jeder Einzelne von ihnen ist verheiratet, und diese Ehepartner meiner Elterngeschwister sind ebenfalls meine Onkel und Tanten, zwar keine leiblichen, sondern angeheiratete, aber trotzdem meine Onkel und Tanten, jedoch nicht meine Elterngeschwister.

    So wie ich die Frage verstehe, ist aber ein Begriff gesucht, der bedeutet: »Ehepaar, von dem ein Partner eines der Elterngeschwister ist«, und dafür eignet sich der Begriff Elterngeschwister nicht.

Beachte übrigens, dass Eltern ein Paar benennt, während Geschwister eine Gruppe von Personen meint, deren Anzahl nicht festgelegt ist. Selbst wenn nur zwei Personen eine Geschwistergruppe bilden, sind diese beiden kein Paar.

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    Ich würde "Schweltern" als "Schweineeltern" lesen - spontan will man "Schweine" sagen aber besinnt sich im letzten Moment oder ein wenig zu spät. So wie Bullizei. Aug 24, 2017 at 1:38
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    Bitte nicht auf Phantasiebegriffen herumreiten und die Antwort damit unnötig auswalzen. Bringt nichts und verwirrt nur die Leute.
    – äüö
    Aug 24, 2017 at 8:35
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    "das Paar, das aus einem Onkel und einer Tante besteht" - in der Frage ist mE nicht unbedingt nach einem Paar gefragt, auch wenn dort "Tante und Onkel" im Singular steht. Nov 30, 2019 at 19:22
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    @HubertSchölnast: Zweiter Satz: 'So wie "Eltern" oder "Geschwister".' Ich interpretiere die Nennung von Geschwistern recht unzweifelhaft als Hinweis darauf, dass es eben nicht speziell um Paare geht. (Zumal sich "Eltern" beispielsweise in "Willkommen zum heutigen Elternabend, liebe Eltern!" keineswegs auf zwei Personen bezieht, sondern einfach eine beliebig große und beliebig zusammengesetzte Menge aus Elternteilen bezeichnet.) Habe zur Klärung beim OP nachgefragt. Dec 2, 2019 at 8:05
  • 1
    @O.R.Mapper: Du bist sehr zuversichtlich. Der OP war das erste und zugleich letzte Mal auf German.stackexchange aktiv als er vor etwas mehr als 2 Jahren diese Frage hier gepostet hat. Außer dieser einen Frage hat er weder eine andere Frage, noch irgend eine Antwort, noch einen Kommentar gepostet. Auch auf anderen Stackexchange-Seiten war er (zumindest mit der hier verwendeten User-ID) niemals aktiv. Sein Profileintrag sagt: »Last seen Aug 25 '17 at 9:37". Daher fürchte ich, dass du sehr lange auf eine Antwort warten müssen wirst. Dec 4, 2019 at 7:17
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Es gibt mehrere mögliche Bedeutungsräume, die Tante und Onkel bzw. auch Oheim und Muhme umfassen würden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  1. Ein Mensch, der mit einem beliebigen oder bestimmten Elternteil verschwistert oder verschwägert ist: Elterngeschwister, Elterngeschwager, Vatergeschwister, Vatergeschwager, Muttergeschwister, Muttergeschwager, auch -Geschwieger oder -Geschwäger statt -Geschwager
  2. Ein Blutsverwandter beliebigen Geschlechts aus der oder einer beliebigen vorherigen Generation, der nicht in Elternlinie (Ur-/Erz-/Ober-/Stamm-/Alt-/Ahn-/Groß-Vater/-Mutter) zur Bezugsperson steht: Gevatter, ggf. mit einem oder mehreren der genannten Präfixe
  3. Menschen, die wenigstens eine Nichte oder einen Neffen haben: Paten, Gotteltern, Sippeltern, Ammeltern, Aneltern, Nebeneltern, Eltern zweiten Grades oder wie 1.
  4. Ein Blutsverwandter beliebigen Geschlechts aus der vorherigen Generation (inklusive Vater und Mutter): Großelternkinder, andere Generationen analog, und entsprechend auch Großelternenkel(kinder) für die Gesamtheit der Cousins / Vettern, Kusinen / Basen, Geschwister (also Brüder und Schwestern) sowie des Probanden, ggf. auch inklusive der folgenden Generation(en) und bei Großelternerben auch inklusive der vorhergehenden

Das sind alles keine geläufigen, regelmäßig verwendete, aber weitgehend selbsterklärende und damit verständliche Bezeichnungen (bzw. Bedeutungen bspw. für Paten). Im Allgemeinen würde ich am ehesten noch Gevatter empfehlen, obwohl das etwas veraltet oder gestelzt klingt.

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  • Gilt Gevatter für Onkel und Tanten, oder sollte man der Vollständigkeit halber noch die Gevatterin erwähnen, die manchmal im Märchen auftaucht?
    – Arsak
    Nov 30, 2019 at 9:18
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    Und was davon wäre eine Vereinfachung zu Onkel und Tante? Nov 30, 2019 at 9:24
  • 1
    kudos für die Erstellung der Liste, aber dies ist m.E. keine Antwort auf die Frage, da alle Begriffe als einzelne gesehen eben nicht Onkel und Tante zusammenfassen, sondern auch hier entweder das eine oder das andere (oder was ganz anderes ^^) meinen
    – mtwde
    Nov 30, 2019 at 10:10
  • 1
    @Arsak ist Gevatter nicht eigentlich "nur" ein Taufpate? Hätte also mit Onkel und Tante wenig zu tun?
    – mtwde
    Nov 30, 2019 at 10:29
  • 1
    Ein Gevatter hat nichts mit Blutsverwandtschaft oder angeheirateter Verwandtschaft zu tun - während heute in manchen Gruppen Onkel und Tanten zusätzlich die Rolle des Paten übernehmen, bedingt das eine nicht das andere. Traditionell wurden mit dem Patenverhältnis Beziehungen geknüpft, die eine zusätzlich Absicherung oder sozioökonomische Vorteile für das Patenkind versprachen.
    – Stephie
    Nov 30, 2019 at 22:33
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Dafür gibt es nur einen wirklichen Begriff, der dieses Beschreibungsproblem für immer löst und alle angeführten Schwierigkeiten berücksichtigt. Eine Neogenese analog des Begriffs der Geschwister. Tante und Onkel zusammen werden beschrieben durch den ultimativen Begriff trommelwirbel: Getankel

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  • Hi user56009, und willkommen auf german.SE! Wir versuchen hier, die deutsche Sprache zu beschreiben, so wie sie tatsächlich verwendet wird. Hast du einen Beleg dafür, dass Getankel verwendet wird? In deiner Antwort klingt es für mich eher so, als hättest du dir das selbst ausgedacht. Wenn du einen Beleg für die tatsächliche Verwendung hast, würde das deine Antwort hier deutlich aufwerten. Jun 8, 2023 at 7:54
  • 1
    @JonathanScholbach Beleg für die Verwendung ist die Antwort selbst. Mit etwas Humor, der hier Mangelware aber vom Autor durch den Trommelwirbel markiert ist, lässt sich der Wortschöpfung etwas abgewinnen. Das mag daran liegen, dass Getankel stark an sein Esperantoäquivalent geonkloj erinnert, wo die Vorsilbe ge- in Verbindung mit dem Plural -j genau die gefragten Verhältnisse ausdrückt. Deshalb von mir ein +1.
    – Olafant
    Jun 9, 2023 at 10:55

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