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Wieso steht in der Redewendung "viel Aufhebens um etwas machen" das Wort Aufheben im Genitiv? Und warum ist viel nicht dekliniert?

Um die enormen Mittel, die aus Europa an die Landwirtschaft abfließen, wird übrigens zu Recht nicht viel Aufhebens gemacht.
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  • Hast du einen Beispielsatz in dem diese Redewendung verwendet wird? – Lorenz Oct 3 '17 at 2:11
  • Man macht übrigens normalerweise nicht von etwas viel Aufhebens, sondern um. – tofro Oct 3 '17 at 8:29
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+50

Das ist eine Genitivform (genitivus partitivus) , die bei Mengenangaben von [oft unzählbaren] Substantiven verwendet wird, genau wie in

Ich trank ein Glas [des] süßen Weines.

Diese Form nennt man partitive Apposition. Das Objekt des Satzes ist "ein Glas", "des süßen Weines" beschreibt das Objekt durch den Genitiv näher.

Der partitive Genitiv ist ansonsten veraltet und wird i.A. dadurch ersetzt, dass "der Wein" den Kasus des näher beschriebenen Substantivs annimmt ("ein Glas süßer Wein"), in solchen stehenden Wendungen hat er sich erhalten.

Zwischen "viel" und "Aufhebens" findet keine Kasusangleichung statt, weil die zwei Worte eben nicht im gleichen Kasus stehen:

Er trank drei Gläser süßen Weins

Wegen dreier Gläser süßen Weins war er betrunken

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