Der Beispielsatz kann durchaus der Standardsprache zugerechnet werden.
Man überzeuge sich zunächst, dass die folgenden, vielleicht vertrauter wirkenden Beispiele demselben Bauplan folgen: der liebe, aber unfolgsame Hund; der sympathische und hilfsbereite Nachbar, wobei als Konnektor hier jeweils eine Konjunktion (statt von Haus aus subjunktivem "weil") fungiert, was aber an der Grundstruktur nichts ändert.
Sprachlich handelt es sich beim in der Frage zitierten Satz um ein Beispiel für das Phänomen, dass die Bedeutungsargumente bestimmter (nicht aller!) Konnektoren nicht unbedingt "Satzstrukturen" (bzw. Ellipsen hiervon) sein müssen, sondern auch in Form von Propositionen vorliegen können, die ihre Bedeutung aus Adjektiv- und/oder Partizipialattributen beziehen. Aus dem Schulunterricht könnte man ja vielleicht den Eindruck gewinnen, dass Junktionen zwingend in irgendeiner Form zwischen zwei Propositionen mit Satzprädikaten stehen - "Ich mag dich und du magst mich", "Er hilft ihr, weil sie so schön ist", etc. Das muss nicht so sein - hier sehen wir ein Beispiel dafür.
Das Phänomen ist verbreitet (vgl. Hennig, Explizite und elliptische Junktion in der Attribution, in: dies./Niemann, Junktion in der Attribution, 2015, S. 23 ff.). Speziell mit "weil"-Konstruktionen wie im Ausgangsbeispiel befasst sich Breindl, FS Strecker, 2012, S. 153-158: "Er ist sympathisch, weil menschlich" — "Weil" als koordinierende Konjunktion?
Ein schönes, aber teures Buch.
Ein kranker, fast toter Baum.
Eine gewagte, vielleicht falsche These.
Eine vereiste, damit unbrauchbare Klinke.
Für mich sind das Kausaladverbien, die mehr Präzision bringen. Stilistisch setz ich sie ein, wenn ich beide Adjektive erwähnen will statt nur eins.