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Anlässlich dieser Frage:

Im Deutschen gibt es eine Anzahl Adjektive, die der Form nach aussehen und auch grammatikalisch behandelt werden wie ein Partizip, allerdings keines sein können, weil das zugehörige Verb nicht mehr existiert oder niemals existiert hat, wie z. B.:

  1. maniriert (es gibt Manier, aber nicht manirieren)
  2. exaltiert (hier finde ich weder ein Substantiv, noch ein deutsches Verb dazu)
  3. belesen (es gibt kein Verb belesen, oder wenigstens nicht mehr)
  4. verwandt (im Sinne von Verwandtschaft – verwenden würde als Verb passen, hat aber eine vollkommen andere Bedeutung)
  5. beredt (bereden ist mir nicht als Verb bekannt, oder wenn, dann würde das Partizip moderner gebildet wie in: »Wir haben das beredet«)
  6. verschroben (hier scheint es ein Verb verschreben oder verschrauben gegeben zu haben)

Bezeichnet man solche Adjektive als Partizipien, obwohl es kein »passendes« Verb dafür gibt oder nicht mehr gibt? Verliert ein Partizip diese Eigenschaft, wenn sein zugehöriges Verb ausstirbt? Oder haben diese Wörter eine eigene Bezeichnung? Oder sind es einfach Adjektive?

  • Ich vermute mal, dass die ersten zwei aus anderen Sprachen (z.B. Französisch) übernommen wurden, und da schon die Partizip-Form hatten. Gilt nicht für die anderen, natürlich. Da sind es wohl ausgestorbene Verben gewesen (oder so ;-) – Rudy Velthuis Dec 30 '17 at 14:12
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Es gibt dafür die Bezeichnung Scheinpartizipien oder auch Pseudopartizipien.

Eine Quelle dafür: http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=glossary&input=Scheinpartizip&language=0&project=1

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