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Wird das Verb „schreiben“ häufig im gesprochenen Sprachgebrauch im Präteritum (also schrieb) verwendet? Ich meine ebenfalls zum Simsen.

  • Wie dürfen wir den letzten Satz Deiner Frage verstehen? – Takkat Apr 4 '18 at 12:24
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Im "gesprochenen Sprachgebrauch", also der Umgangssprache, wird Präteritum ungeachtet des spezifischen Verbs ausgesprochen selten verwendet. Im Allgemeinen verwenden auch wir Norddeutschen eher Perfekt, wenn wir über die Vergangenheit reden.

Siehe zum Bsp. diesen Zwiebelfisch, der meine persönliche Erfahrung bestätigt.

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    Ich glaube, dass das eher auf jeweiligen Dialekt ankommt. Nämlich sah ich in Untertiteln: Als er aus dem Untersuchungszimmer rausging, wurde er ohnmächtig. Oder auch Als ich eine Pizza aß, rief mich mein Freund an. – Damian Apr 4 '18 at 13:05
  • Ich denke nicht, dass Leute tatsächlich in ihrer Umgangssprache so sprechen (und ich habe sowohl in Hamburg als auch in München gelebt). Man würde eher so etwas sagen: "Neulich hab' ich 'ne Pizza gegessen. Da hat mein Freund angerufen." Oder: "Als er aus dem Untersuchungszimmer rausgegangen ist, wurde er ohnmächtig." – Roland Apr 4 '18 at 13:11
  • Jugendliche müssen aber nicht immer Umgangssprache verwenden. – Damian Apr 4 '18 at 13:37
  • Ich habe keine Ahnung wie Jugendliche heute sprechen. Aus dem Alter bin ich lange raus. Allerdings habe ich eher nicht den Eindruck, dass die Hochsprache, abgesehen von besonderen Anlässen und in der Schule, von ihnen viel verwendet wird. Das Gegenteil ist vermutlich der Fall. Das Fernsehen, und noch weniger die Untertitel, kann hier wohl kaum als Maßstab herhalten. – Roland Apr 4 '18 at 13:47
  • Herr Sick schreibt in seinem Zwiebelfisch: »Deshalb nennt man das Perfekt auf Deutsch auch "vollendete Gegenwart".« Diese Aussage ist falsch (und leider typisch für Deutsche). Richtig wäre: »Deshalb nennt man das Perfekt in Deutschland auch "vollendete Gegenwart".« Denn in Österreich (genauer: im österreichischen Deutsch, das ja auch ein standardisiertes Deutsch ist) gibt es keine »vollendete Gegenwart«. Das Perfekt heißt bei uns »Vergangenheit« und hat keinen Bezug zur Gegenwart. (Das Präteritum heißt »Mitvergangenheit«.) ... – Hubert Schölnast Apr 6 '18 at 6:49
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Das Präteritum von "schreiben" wird in der Alltagssprache auch in Norddeutschland nur sehr selten verwendet. Sätze wie "Ich schrieb dir doch schon gestern, dass..." oder "Er schrieb mir, dass..." klingen ungewöhnlich und sind wenig verbreitet. In SMS kann ich es mir kaum vorstellen.

Stattdessen wird auch in Norddeutschland meistens das Perfekt verwendet: "Ich habe dir doch schon gestern geschrieben, dass...".

In rein narrativen Texten wird Präteritum aber durchaus verwendet. Wenn man ein also Märchen erzählt oder eine lange zurückliegende Handlung wiedergibt, dann passt auch "schrieb".

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Ich wohne im sogenannten Westen (Essen, Ruhrgebiet), ich würde 'schrieb' nicht so verwenden, höchstens als Substantiv (der Schrieb = umgangssprachlich für der Brief).

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Präteritum - egal welches, wird kaum im deutschen, mündlichen Sprachgebrauch verwendet, dort verwendet man eher das Perfekt. Präteritum wird überwiegend im schriftlichen Srachgebrauch verwendet. Eine Ausnahme aber bildet beispielsweise das Verb "sein"; hier werden Perfekt und Präteritum, je nach Region, weitestgehend gleichwertig verwendet. (z.B "Ich war beim Bäcker/ Ich bin beim Bäcker gewesen")

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